Aufatmen bei Microsoft: Briten stellen OpenAI-Untersuchung ein

Microsoft kann aufatmen, denn zumindest hat sich jetzt eine wett­be­werbs­rechtliche Auseinandersetzung in Luft aufgelöst. Die bri­ti­sche Wettbewerbsbehörde CMA sieht keine Anzeichen dafür, dass die Redmonder den KI-Entwickler OpenAI kontrollieren.
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Einfluss ja, Kontrolle nein

Die Behörde kam nach einer Prüfung der Geschäftsbeziehungen zwischen den beiden Unternehmen zu dem Schluss, dass trotz Microsofts milliardenschweren Investitionen in OpenAI und der exklusiven Nutzung einiger KI-Technologien keine Veränderung des Einflusses vorliegt, die eine prüfpflichtige Fusion im Sinne des britischen Wettbewerbsrechts darstellen würde.

Die Untersuchung war im Dezember 2023 eingeleitet worden, nachdem Microsoft Druck auf OpenAI ausgeübt hatte, um Sam Altman nach dessen kurzfristiger Entlassung wieder als CEO einzusetzen. Die CMA hielt es für möglich, dass Microsoft dadurch mehr Kontrolle über OpenAIs Geschäftspolitik gewonnen haben könnte. Am Mittwoch stellte die Behörde jedoch fest, dass Microsoft zwar erheblichen Einfluss auf OpenAI ausübt, jedoch keine umfassende Kontrolle besitzt. Deshalb falle die Partnerschaft nicht unter die britischen Fusionskontrollbestimmungen, teilte die CMA mit.


Kritiker sehen in der Entscheidung eine Folge des veränderten politischen Klimas. Die britische Regierung hat die Aufsichtsbehörden angewiesen, Wirtschaftswachstum und Investitionen zu fördern. Im Januar wurde der bisherige Vorsitzende der CMA, Marcus Bokkerink, entlassen und durch den ehemaligen Amazon-UK-Chef Doug Gurr ersetzt.

Kritik an CMA

Die digitale Bürgerrechtsorganisation Foxglove kritisierte, dass die CMA die Entscheidung hinausgezögert habe und nun plötzlich keine Probleme mehr sehe. "Das ist ein schlechtes Zeichen, dass Big Tech erfolgreich Druck auf die Regierung ausgeübt hat, um Regulierungen abzuschwächen", sagte Foxglove-Co-Direktorin Rosa Curling gegenüber der BBC.

Die CMA verteidigte hingegen die Dauer der Untersuchung mit den ständigen Veränderungen in der Beziehung zwischen Microsoft und OpenAI. Bereits unter Bokkerink hatte die Behörde mehrere KI-Partnerschaften untersucht, darunter von Microsoft, Amazon und Google, und entschieden, dass sie nicht unter das Fusionsrecht fielen.

Zusammenfassung
  • Britische Wettbewerbsbehörde CMA stellt OpenAI-Untersuchung ein
  • Microsoft hat laut CMA keine umfassende Kontrolle über OpenAI
  • Partnerschaft fällt nicht unter britische Fusionskontrollbestimmungen
  • Kritiker sehen die Entscheidung als Folge des veränderten politischen Klimas
  • Digitale Bürgerrechtsorganisation Foxglove kritisiert die Entscheidung
  • CMA verteidigt Untersuchungsdauer mit ständigen Beziehungsänderungen
  • Die Behörde untersuchte bereits mehrere KI-Partnerschaften großer Tech-Firmen

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