Erstmals seit Corona: Jugendliche wieder mehr online, auch für Schule
Die Internetnutzung unter Jugendlichen steigt erstmals seit der Corona-Pandemie wieder an. Laut einer aktuellen Studie verbringen 16- bis 18-Jährige durchschnittlich 71,5 Stunden pro Woche online - mit interessanten Trends bei Geräten und Bildungsnutzung.
Dieser Trend markiert eine Trendwende: Seit dem Höhepunkt der Internetnutzung im Corona-Jahr 2020 mit 81,6 Stunden pro Woche war die Online-Zeit kontinuierlich gesunken. Nun zeigt sich erstmals wieder ein Anstieg, was auf veränderte Nutzungsgewohnheiten und möglicherweise eine Normalisierung nach der Pandemie hindeutet.
Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren verbringen wieder mehr Zeit im Internet.
Besonders auffällig ist der Unterschied bei Desktop-PCs: Mehr als die Hälfte (53 Prozent) der männlichen Jugendlichen nutzt diese zum Spielen und Arbeiten. Bei den Mädchen sind es nur 15 Prozent. Tablets hingegen erfreuen sich bei weiblichen Jugendlichen größerer Beliebtheit (54 Prozent) als bei männlichen (44 Prozent).
Das Smartphone rangiert weiterhin an erster Stelle der bevorzugten Geräte
Die Nutzung des Internets für Bildungszwecke hat zugenommen
Für Bildungszwecke greifen Jugendliche primär auf folgende Geräte zurück:
Für Bildungseinrichtungen und Eltern ergibt sich daraus die Herausforderung, Jugendliche bei der sinnvollen Integration digitaler Medien in ihren Lern- und Lebensalltag zu unterstützen. Gleichzeitig unterstreichen die Ergebnisse die Notwendigkeit, digitale Infrastrukturen und Bildungsangebote weiter auszubauen, um den sich wandelnden Bedürfnissen junger Menschen gerecht zu werden.
Was denkt ihr über diese Entwicklungen? Seht ihr in der zunehmenden Internetnutzung eher Chancen oder Risiken für Jugendliche? Teilt eure Gedanken und Erfahrungen in den Kommentaren.
Digitale Rückkehr: Jugendliche wieder länger online
Nach einem zwischenzeitlichen Rückgang in den Jahren nach der Corona-Pandemie verbringen Jugendliche in Deutschland wieder mehr Zeit im Internet. Dies geht aus der repräsentativen Jugend-Digitalstudie 2024 der Postbank hervor, die 1.000 Jugendliche im Alter von 16 bis 18 Jahren befragte. Die durchschnittliche Online-Zeit beträgt demnach 71,5 Stunden pro Woche - ein Anstieg um 1,6 Stunden im Vergleich zum Vorjahr.Dieser Trend markiert eine Trendwende: Seit dem Höhepunkt der Internetnutzung im Corona-Jahr 2020 mit 81,6 Stunden pro Woche war die Online-Zeit kontinuierlich gesunken. Nun zeigt sich erstmals wieder ein Anstieg, was auf veränderte Nutzungsgewohnheiten und möglicherweise eine Normalisierung nach der Pandemie hindeutet.
Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren verbringen wieder mehr Zeit im Internet.
Smartphone dominiert, Unterschiede bei Geräten
Bei den bevorzugten Zugangsgeräten liegt das Smartphone mit 91 Prozent Nutzung klar an der Spitze. Tablets (49 Prozent) und Laptops (44 Prozent) folgen mit deutlichem Abstand. Hier zeigen sich geschlechtsspezifische Unterschiede: Während Mädchen und Jungen etwa gleich viel Zeit online verbringen (72,4 bzw. 71 Stunden pro Woche), variiert die Intensität der Gerätenutzung.Besonders auffällig ist der Unterschied bei Desktop-PCs: Mehr als die Hälfte (53 Prozent) der männlichen Jugendlichen nutzt diese zum Spielen und Arbeiten. Bei den Mädchen sind es nur 15 Prozent. Tablets hingegen erfreuen sich bei weiblichen Jugendlichen größerer Beliebtheit (54 Prozent) als bei männlichen (44 Prozent).
Das Smartphone rangiert weiterhin an erster Stelle der bevorzugten Geräte
Bildung im Fokus: Steigende Online-Zeit fürs Lernen
Ein Trend zeigt sich in der zunehmenden Nutzung des Internets für Bildungszwecke. Laut der Postbank-Studie verbringen Jugendliche aktuell 4,6 Stunden pro Woche online für schulische oder berufliche Zwecke. Dies stellt eine Fortsetzung des Aufwärtstrends seit 2019 dar, als der Wert noch bei 2,5 Stunden lag.Dieser Trend ist gleich mehrfach erfreulich. Er zeigt, dass Jugendliche digitale Lernangebote zunehmend nutzen, um sich persönlich weiterzuentwickeln und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Es verdeutlicht auch, dass die Corona-Pandemie im Rückblick einen Wendepunkt markiert: Home-Schooling und Online-Konferenzen haben die Vorteile digitaler Bildung veranschaulicht, und junge Menschen nehmen diese Chancen heute wahr.
Die Nutzung des Internets für Bildungszwecke hat zugenommen
Für Bildungszwecke greifen Jugendliche primär auf folgende Geräte zurück:
- Smartphones: 1,8 Stunden pro Woche
- Tablets: 1,4 Stunden pro Woche
- Laptops: 0,8 Stunden pro Woche
- Desktop-PCs: 0,6 Stunden pro Woche
Ausblick und Implikationen
Die steigende Internetnutzung unter Jugendlichen, insbesondere für Bildungszwecke, zeigt, dass digitale Technologien fest im Alltag verankert sind. Während dies einerseits Chancen für personalisiertes Lernen und den Erwerb digitaler Kompetenzen bietet, wirft es andererseits Fragen zur ausgewogenen Mediennutzung und zum digitalen Wohlbefinden auf.Für Bildungseinrichtungen und Eltern ergibt sich daraus die Herausforderung, Jugendliche bei der sinnvollen Integration digitaler Medien in ihren Lern- und Lebensalltag zu unterstützen. Gleichzeitig unterstreichen die Ergebnisse die Notwendigkeit, digitale Infrastrukturen und Bildungsangebote weiter auszubauen, um den sich wandelnden Bedürfnissen junger Menschen gerecht zu werden.
Was denkt ihr über diese Entwicklungen? Seht ihr in der zunehmenden Internetnutzung eher Chancen oder Risiken für Jugendliche? Teilt eure Gedanken und Erfahrungen in den Kommentaren.
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