Mikrotransaktion mal anders:
WoW-Fans ist 78€-Reittier viel zu günstig
Das weltberühmte MMORPG von Blizzard wird 20 Jahre alt. Anlässlich dieses Jubiläums kann ein besonderes Reittier erworben werden. Das kostet im Battle.net-Shop mehr als ein Vollpreisspiel. Einigen Fans ist das aber viel zu günstig, denn Spieler kaufen das Tier in Scharen.
Dass dieses Geschäftsmodell gut funktioniert und Fans trotz aller Kritik fleißig einkaufen, zeigte sich nicht zuletzt auch bei Diablo IV, in dem Spieler monatlich zweistellige Millionenbeträge für glitzernde Rüstungen und besondere Animationen ausgeben. Und so kommt es in World of Warcraft jetzt zu einer vergleichsweise ungewohnten Situation, in der sich manche Gamer darüber beschweren, dass ein angebotenes Reittier viel zu günstig ist. Infografik: Activision Blizzard macht Milliarden mit In-Game-Käufen
Denn der Händlerbrutosaurus ist nicht nur ein kosmetischer Gegenstand. Er erlaubt es Spielern des MMORPGs während sie auf dem Tier reiten, auf das Auktionshaus zuzugreifen und die eigenen Nachrichten zu überprüfen. Dazu ist normalerweise die Rückkehr an ein Hub notwendig. Mit dem Brutosaurus spart man sich potenziell also lange Wege und viel Zeit.
Der goldgeschmückte Händlerbrutosaurus
Diese beiden Vorteile sind so groß, dass Spieler in Scharen ihr Geld im Shop ausgeben. Auf einigen Servern sind sogar WoW Tokens, mit denen man das Reittier ebenfalls kaufen kann, ausgegangen.
Die Empörung über den niedrigen Preis rührt jedoch von der Tatsache, dass es vor etlichen Jahren bereits ein ähnliches Reittier gab, das die gleichen Vorteile brachte. Damals kostete es laut Kotaku umgerechnet allerdings um die 500 Euro, also etwa das Sechsfache. Spieler, die die entsprechende Investition damals tätigten, sind nun außer sich, dass auf einmal alle Helden von Azeroth in den Luxus des Brontosaurus für in ihren Augen lächerliche 78 Euro kommen.
Siehe auch:
Erneute Aufregung über Mikrotransaktionen
Mit dem Verkauf der goldenen Pferderüstung in Elder Scrolls IV: Oblivion läutete Bethesda 2006 das moderne Zeitalter der Mikrotransaktionen und In-Game-Käufe ein. Seitdem gab es immer wieder Aufschreie aus der Gaming-Community, die sich teilweise heftig über angebotene digitale Gegenstände zu in ihren Augen völlig überteuerten Preisen beschwerten.Dass dieses Geschäftsmodell gut funktioniert und Fans trotz aller Kritik fleißig einkaufen, zeigte sich nicht zuletzt auch bei Diablo IV, in dem Spieler monatlich zweistellige Millionenbeträge für glitzernde Rüstungen und besondere Animationen ausgeben. Und so kommt es in World of Warcraft jetzt zu einer vergleichsweise ungewohnten Situation, in der sich manche Gamer darüber beschweren, dass ein angebotenes Reittier viel zu günstig ist. Infografik: Activision Blizzard macht Milliarden mit In-Game-Käufen
Spielern ist Reittier viel zu günstig
Dabei geht es um den sogenannten "goldgeschmückten Händlerbrutosaurus", der Teil der Warcraft Anniversary Collection zum 20-jährigen Jubiläum der Spielereihe ist. Der ist für schlappe 90 US-Dollar bzw. hierzulande für 78 Euro zu haben. Viel zu wenig, wie viele Spieler meinen.Denn der Händlerbrutosaurus ist nicht nur ein kosmetischer Gegenstand. Er erlaubt es Spielern des MMORPGs während sie auf dem Tier reiten, auf das Auktionshaus zuzugreifen und die eigenen Nachrichten zu überprüfen. Dazu ist normalerweise die Rückkehr an ein Hub notwendig. Mit dem Brutosaurus spart man sich potenziell also lange Wege und viel Zeit.
Der goldgeschmückte Händlerbrutosaurus
Diese beiden Vorteile sind so groß, dass Spieler in Scharen ihr Geld im Shop ausgeben. Auf einigen Servern sind sogar WoW Tokens, mit denen man das Reittier ebenfalls kaufen kann, ausgegangen.
Die Empörung über den niedrigen Preis rührt jedoch von der Tatsache, dass es vor etlichen Jahren bereits ein ähnliches Reittier gab, das die gleichen Vorteile brachte. Damals kostete es laut Kotaku umgerechnet allerdings um die 500 Euro, also etwa das Sechsfache. Spieler, die die entsprechende Investition damals tätigten, sind nun außer sich, dass auf einmal alle Helden von Azeroth in den Luxus des Brontosaurus für in ihren Augen lächerliche 78 Euro kommen.
Publisher verdient kräftig
Blizzard wird es nicht viel scheren. Zuletzt hatte das Unternehmen schließlich pro Jahr regelmäßig über fünf Milliarden US-Dollar mit In-Game-Käufen eingenommen. Pläne von Ex-Blizzard-Präsident Mike Ybarra, die Mikrotransaktionen in Spielen wie Diablo 4 und Overwatch stark zu reduzieren, scheiterten. Dabei ist es für viele Spieler vermutlich deprimierend zu sehen, dass an einem einzigen digitalen Gegenstand wohl mehr verdient wird, als an dem Verkauf eines gesamten DLCs wie Diablo IV: Vessel of Hatred.
Zusammenfassung
- WoW feiert 20-jähriges Jubiläum mit speziellem Reittier
- 'Goldgeschmückter Händlerbrutosaurus' bietet In-Game-Vorteile
- Fans kaufen das Reittier trotz des hohen Preises von 78 Euro in großen Mengen
- Einige Spieler beschweren sich über zu niedrigen Preis des Reittiers
- Früheres ähnliches Reittier kostete ca. 500 Euro
- Blizzard verdient jährlich über 5 Milliarden Dollar mit In-Game-Käufen
- Pläne zur Reduzierung von Mikrotransaktionen wurden nicht umgesetzt
Siehe auch:
Thema:
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