Blizzard kassiert: Spieler kaufen für 10 Mio. im Monat Skins in Diablo 4

Mikrotransaktionen und In-Game-Shops in Vollpreisspielen sind das, über das sich Gamer mit am meisten bei modernen Videospielen beschweren. Wie die Spieler mit ihrem Geldbeutel abstimmen, ist allerdings meistens eine andere Geschichte. So auch in Diablo 4.
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Kritik an Mikrotransaktionen in Diablo 4

Für sein Spiel rund um Lilith und ihre Schergen musste Entwickler Blizzard nach der Veröffentlichung viel Kritik einstecken. Neben einem langweiligen Endgame war auch der In-Game-Store immer wieder Thema. Denn dort werden kosmetische Gegenstände für echtes Geld verkauft. Zwar haben die keinen Einfluss auf das Spielgeschehen, der Meinung vieler Gamer zufolge hat ein solcher Shop in einem Vollpreisspiel aber grundsätzlich nichts zu suchen.

Während man mit der Zeit und einigen Patches die Wogen um das Spiel selbst glätten konnte, sorgten digitale Gegenstände wie eine Pferderüstung für umgerechnet knapp 60 Euro für viel Ärger. Warum Blizzard und viele andere Entwickler die negativen Reaktionen von weiten Teilen der Spielerschaft aber gerne in Kauf nehmen, zeigt ein Blick auf die Einnahmen, die auf diesem Weg generiert werden.


Einnahmen geben Blizzard Recht

Denn wie Gamepressure berichtet, soll Diablo 4 mit seinen digitalen Rüstungs- und Waffen-Skins monatlich 10 Millionen US-Dollar einnehmen. Insgesamt macht das seit der Veröffentlichung des Action-RPGs im letzten Sommer rund 150 Millionen US-Dollar.

Die Information stammt aus einem mittlerweile deaktivierten LinkedIn-Profil des leitenden Produktmanagers Harrison Froeschke. Der soll laut eigener Aussage für die Monetarisierungsstrategie des In-Game-Stores verantwortlich gewesen sein. Zusätzlich verrät das Profil, dass Diablo 4 bis heute etwa eine Milliarde US-Dollar in die Kassen von Blizzard gespült hat. Über die Hälfte davon - genauer gesagt 666 Millionen Dollar - erwirtschaftete das Spiel allerdings schon in den ersten fünf Tagen nach seiner Veröffentlichung.

DLC im Anmarsch

Am 8. Oktober kommt zudem mit Vessel of Hatred die erste große Erweiterung für den Titel von Blizzard auf den Markt. Die dürfte noch einmal für einen zusätzlichen Schub bei den Einnahmen sorgen; trotz der vielen negativen Spielerstimmen vermutlich auch bei denen aus dem In-Game-Shop.

Zusammenfassung
  • Kritik an Diablo 4 wegen langweiligem Endspiel und In-Game-Shop
  • In-Game-Store verkauft kosmetische Items für echtes Geld
  • Spieler kritisieren Mikrotransaktionen in Vollpreisspielen
  • Pferderüstung in Diablo 4 kostet fast 60 Euro
  • Monatliche Einnahmen durch Skins bei 10 Millionen US-Dollar
  • Insgesamt 150 Millionen US-Dollar durch digitale Inhalte erwirtschaftet
  • Blizzard hat mit Diablo 4 bislang über eine Milliarde US-Dollar verdient
  • Erste Erweiterung Vessel of Hatred erscheint am 8. Oktober 2024

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