EuGH gibt Intel recht, langjährige Kartellklage ist damit Geschichte
Der Chipgigant Intel feiert einen juristischen Sieg gegen die EU. Der Europäische Gerichtshof hat die Berufung der Kommission gegen ein früheres Urteil abgewiesen und damit eine milliardenschwere Kartellstrafe endgültig gekippt.
Im Kern des Verfahrens standen Rabatte, die Intel zwischen 2002 und 2005 an Computerhersteller gewährt hatte. Die EU-Kommission sah darin einen Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung, um den Konkurrenten AMD aus dem Markt zu drängen. Intel hatte Unternehmen wie Dell, HP und Lenovo Preisnachlässe gewährt, wenn sie mindestens 95 Prozent ihrer Prozessoren von Intel bezogen. Nun gab der EuGH bekannt: "Der Gerichtshof weist die Berufung der Kommission zurück und bestätigt damit das Urteil des Gerichts."
Wie Reuters berichtet, begründete der EuGH seine Entscheidung mit den oben zitierten Worten. Die Richter lehnten alle von der EU-Kommission vorgebrachten Berufungsgründe ab und bestätigten das Urteil der Vorinstanz aus dem Jahr 2022.
Siehe auch:
Entscheidender Sieg für den Chipriesen
Intel kann aufatmen: Der langjährige Rechtsstreit mit der Europäischen Union um eine rekordverdächtige Kartellstrafe von 1,06 Milliarden Euro ist zugunsten des US-Unternehmens ausgegangen. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) wies am Donnerstag die Berufung der EU-Kommission gegen ein früheres Urteil zurück und bestätigte damit die Annullierung der Strafe.Im Kern des Verfahrens standen Rabatte, die Intel zwischen 2002 und 2005 an Computerhersteller gewährt hatte. Die EU-Kommission sah darin einen Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung, um den Konkurrenten AMD aus dem Markt zu drängen. Intel hatte Unternehmen wie Dell, HP und Lenovo Preisnachlässe gewährt, wenn sie mindestens 95 Prozent ihrer Prozessoren von Intel bezogen. Nun gab der EuGH bekannt: "Der Gerichtshof weist die Berufung der Kommission zurück und bestätigt damit das Urteil des Gerichts."
Wie Reuters berichtet, begründete der EuGH seine Entscheidung mit den oben zitierten Worten. Die Richter lehnten alle von der EU-Kommission vorgebrachten Berufungsgründe ab und bestätigten das Urteil der Vorinstanz aus dem Jahr 2022.
Der Fall hat eine lange Geschichte:
- 2009: Die ursprüngliche Strafe wird verhängt - damals etwa 1,45 Milliarden US-Dollar und die höchste jemals von der EU verhängte Kartellstrafe.
- 2022: Intel erzielt einen ersten Teilerfolg vor dem Gericht der Europäischen Union.
- 2024: Der EuGH bestätigt die Annullierung der Strafe.
Nicht vollständig abgeschlossen
Trotz des Sieges ist der Fall für Intel noch immer nicht vollständig abgeschlossen. Ein Teil des ursprünglichen Urteils, der sogenannte "nackte Beschränkungen" betrifft, bleibt bestehen. Dabei geht es um Zahlungen an Computerhersteller, um die Einführung von Produkten mit Chips der Konkurrenz zu verzögern. Für diesen Aspekt verhängte die EU-Kommission im vergangenen Jahr eine separate Strafe von 376 Millionen Euro gegen Intel.
Zusammenfassung
- EuGH weist Berufung der EU-Kommission gegen Intel-Urteil zurück
- Milliardenschwere Kartellstrafe gegen Intel endgültig aufgehoben
- Streitpunkt waren Rabatte für Computerhersteller von 2002 bis 2005
- EU-Kommission sah darin Missbrauch der Marktposition gegen AMD
- Teilaspekt zu 'nackten Beschränkungen' bleibt weiterhin bestehen
- Separate Strafe von 376 Millionen Euro für Intel noch offen
- Rechtsstreit zog sich über 15 Jahre von 2009 bis 2024 hin
Siehe auch:
- Schock für Intel? Erste Berichte zu Instabilität neuer Core-Ultra-CPUs
- x86 vs. ARM: Qualcomm haut Intel seine Benchmarks um die Ohren
- Krisen bei Intel und Boeing sind für die USA ein nationaler Notstand
- Intel Core Ultra 200S: Erste Bilder des "nackten" Arrow-Lake-Chips
- Intel braucht Geld und sucht nach Käufern für Teile von Tochter Altera
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