Schock für Intel? Erste Berichte zu Instabilität neuer Core-Ultra-CPUs

Bei Intel ruhen die Hoffnungen nach mehreren schwierigen Monaten auf der neuen Prozessorgeneration. Mit ihr will der Konzern wieder die Kurve kriegen. Doch mehrere Personen, die bereits Zugang zu den CPUs haben, berichten jetzt von einer Instabilität der Chips.
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Tester klagen über Probleme mit Arrow Lake

Die Veröffentlichung der neuen Arrow-Lake-Prozessoren steht unmittelbar bevor. Angesichts dessen haben einige Pressevertreter, Spielentwickler und TechTuber schon Exemplare der Core-Ultra-Chips vorliegen. Wie Moore's Law is Dead (MLID), selbst ein bekannter Tech-Kanal auf YouTube, jetzt in einem Video berichtet (ab 7:15), klagt "jeder einzelne TechTuber und Spielentwickler" darüber, dass die Prozessoren "nicht funktionieren". Was damit genau gemeint ist, führt MLID im Folgenden genauer aus.

Abstürze und Bluescreens

Zum einen sei die Leistung der CPUs extrem inkonsistent. Die Ergebnisse würden zwischen manchen Testdurchläufen im Mittel Differenzen von bis zu zehn Prozent aufweisen. Die nicht nur für Kunden, sondern auch für Intel besorgniserregende Tatsache ist jedoch, dass manche Tester von ständig auftretenden Bluescreens berichten.

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Viele werden sich dabei direkt an das Desaster mit Intels 13. und 14. Prozessor-Generation erinnern. Monatelang hatte man beim Hersteller nach einem Problem gesucht, dass für Abstürze verantwortlich war und sogar physische Schäden an den CPUs verursachte. Schließlich brachte man mehrere Patches heraus, um das Problem zu beheben.

Intel glaubt nicht an fehlerhafte Hardware

Auf Nachfrage von MLID bei Intel, ob die Bluescreens bei den neuen Core-Ultra-CPUs aufgrund von fehlerhafter Hardware auftreten, antwortete der Chiphersteller, man sei "mit ziemlicher Sicherheit der Meinung, dass Arrow Lake keinen Hardware-Fehler aufweist". So seien die Abstürze und Bluescreens eher auf fehlerhafte Software und schlechten Mikrocode zurückzuführen, mit denen die Prozessoren ausgeliefert werden.

Laut dem YouTuber sei man laut seiner Kontakte bei Intel jedoch schon jetzt hektisch damit beschäftigt, "Schadenskontrolle" zu betreiben, um einen der möglicherweise schlimmsten Starts einer CPU-Generation zu verhindern.

Testberichte dürften Aufschluss geben

Zugegebenermaßen klingt das alles sehr dramatisch. Jedoch ist keiner dieser Berichte bisher von anderer Stelle bestätigt worden. Zudem kommen die Prozessoren schon in einigen Tagen auf den Markt. Dann werden die ersten Testberichte ein genaueres Bild davon zeichnen können, ob und mit welchen Problemen Arrow Lake tatsächlich zu kämpfen hat. Momentan heißt es also noch 'Füße stillhalten'.

In bereits aufgetauchten Benchmarks konnte der Core Ultra 9 285K aber nicht wirklich überzeugen und zeigte teilweise eine überraschend schwache Leistung.
Zusammenfassung
  • TechTuber und Spielentwickler klagen über Funktionsstörungen bei Arrow Lake
  • Inkonsistente Leistung und häufige Bluescreens bei Testdurchläufen
  • Erinnerungen an Probleme mit Intels 13. und 14. Prozessor-Generation
  • Intel vermutet Softwarefehler und schlechten Mikrocode als Ursache
  • Angeblich hektische 'Schadenskontrolle' bei Intel vor dem Marktstart
  • Offizielle Testberichte werden bald genaueres Bild liefern

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