Einsteigen bitte! Lego baut fahrbaren McLaren nach und macht Testfahrt

Aus Lego lässt sich eine Menge bauen. Jeder kann mit den Steinchen zum Zusammenstecken selbst zum Ingenieur werden. Auf ein neues Level bringt es jetzt aber eine Kooperation des Klemm­bau­stei­ne­her­stel­lers mit dem Autokonzern McLaren.
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LEGO/McLaren

Fahrbarer McLaren-Nachbau

Lego-Fans bauen immer wieder beeindruckende Dinge mit den kleinen Steinen. Zuletzt hatte Star Dew Valley-Spieler Steve Jensen ein ganzes Dorf aus dem Videospiel mit Lego-Steinen erschaffen. Im Gegensatz zum folgenden Projekt erscheint das allerdings eher wie Kinderkram.

Zusammen mit McLaren Automotive hat man sich bei Lego angeschickt, ein komplettes Auto des britischen Konzerns nachzubauen: den McLaren P1. Anders als bei den käuflichen Sets des McLaren Senna GTR oder des MCL36 Formel 1-Autos im Maßstab 1:8, ist der P1 im wahrsten Sinne des Wortes eine Spezialanfertigung. Nicht nur, dass er in seiner originalen Größe aus Lego-Steinen zusammengesteckt wurde, man kann sogar einsteigen und losfahren.

McLaren P1 aus LegoMcLaren P1 aus LegoMcLaren P1 aus LegoMcLaren P1 aus Lego

Technische Meisterleistung

Das Auto besteht aus 342.817 Einzelteilen. Einzig das Lenkrad, die Räder und das Chassis bestehen nicht aus Klemmbausteinen, sondern sind vom Original übernommen. Als Antrieb dient eine Kombination aus Lego-Technik-Batterien und einer kleinen E-Auto-Batterie. Damit werden acht "Motorblöcke" aus jeweils 96 Lego-Power-Motoren angetrieben. Die insgesamt 768 kleinen Antriebe verhelfen dem P1 so zu einer Spitzengeschwindigkeit von ca. 64 km/h.

Wer das nicht glauben kann, darf das nachfolgende Video ansehen. In dem geht Formel-1-Fahrer Lando Norris mit dem Lego-Boliden auf eine Spritztour. Dabei fuhr er das Auto für eine komplette Runde auf dem Silverstone Curcuit, der berühmten Rennstrecke in der Nähe Londons.

Lego baut fahrbaren McLaren P1 aus 342.817 Teilen

Lego behält Geheimnis für sich

Das gesamte Fahrzeug wiegt mit 1220 Kilogramm allerdings 'nur' etwa 200 Kilo weniger als das echte Auto. Ein Leichtgewicht ist die Lego-Karre also nicht. Die 23 am Projekt beteiligten Ingenieure von Lego und McLaren benörigten für die gesamte Konstruktion von der Planungsphase bis zur Fertigstellung eigenen Angaben zufolge dennoch 8344 Stunden. Bei einem normalen 8-Stunden-Tag sind das bei 23 Personen ca. 45 Arbeitstage.

Einen geschätzten Preis, was der McLaren aus Lego-Teilen kosten würde, wollte man ihn selbst nachbauen, gibt es nicht. Eine Bauanleitung hat man vonseiten des Spielzeugherstellers aber ohnehin nicht geteilt. Wer also gerne einen fahr­tüch­ti­gen P1 besitzen möchte, muss wohl weiterhin auf eines der echten Sportautos sparen. Oder man muss sich doch mit den kleinen Modellen der anderen McLaren-Modelle begnügen. Auch die sind mit beinahe 4000 Teilen schon eine Herausforderung.

Zusammenfassung
  • Lego kooperiert mit McLaren, um ein Auto zu bauen
  • Ein McLaren P1 aus Lego-Steinen wurde originalgetreu nachgebaut
  • Der Lego McLaren P1 kann tatsächlich fahren, erreicht 64 km/h
  • Formel-1-Fahrer Lando Norris testete den Lego-Boliden auf dem Silverstone Curcuit
  • 342.817 Lego-Teile wurden verbaut, nur Lenkrad, Räder, Chassis sind original
  • 23 Ingenieure benötigten 8344 Arbeitsstunden für den Lego McLaren P1
  • Keine Bauanleitung oder Preisangabe für den Lego McLaren verfügbar

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