Lego baut eigenes Spielstudio auf - Klemmbaustein-Boom im Gaming?

Der dänische Klemmbausteinkonzern Lego ist schon lange im Markt für Computerspiele aktiv. Jetzt plant der Konzern den Aufbau eines eigenen Spielstudios, nachdem man bisher immer auf die Koope­ra­tion mit externen Entwicklern gesetzt hat.
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Software-Team wächst auf über 1800 Mitarbeiter

Lego beabsichtigt, ein eigenes Spielstudio aufzubauen. Das Unternehmen hat dafür nach Angaben von Lego-Chef Niels Christiansen eine eigene Entwicklungsabteilung für Videospiele gegründet, die man derzeit mit Investitionen im Umfang von mehreren hundert Millionen Euro ausbaut. Die Zahl der Lego-eigenen Softwareentwickler wurde deshalb auf mehr als 1800 Mitarbeiter erhöht, so Christiansen gegenüber der Financial Times.

Man habe einige Investitionen in die Zukunft getätigt und sei durchaus bereit, dabei vielleicht sogar zu viel Geld auszugeben, so der Lego-CEO weiter. Dabei profitiert man davon, dass Lego sich noch immer im Familienbesitz befindet und daher langfristig denken kann. Christiansen ließ offen, ob Lego durch den Aufbau einer eigenen Abteilung für die Entwicklung von Spielen eventuell auf die Zusammenarbeit mit externen Studios verzichten wird.


Lego-Spiele waren bereits sehr erfolgreich

Für das Unternehmen dürfte dies allerdings ein riskanter Schritt sein, konnte man doch durchaus große Erfolge verzeichnen, was die mit externen Partnern entwickelten Titel angeht. Neben den zahlreichen Lego-Spielen rund um erfolgreiche Filmreihen wie Indiana Jones oder Star Wars begeisterte unter anderem auch Lego 2K Drive und das Lego-Cross-over in Fortnite wurde bisher von 87 Millionen Spielern genutzt.

Gleichzeitig befindet sich Lego derzeit in der einmaligen Lage, dass man sich die Investitionen in ein eigenes Entwickler-Team für Spiele durchaus leisten kann. Das Kerngeschäft mit Spielzeugen in Form von allerhand Klemmbausteinen hat sich nach einer Schwächephase im Laufe der letzten Jahrzehnte deutlich erholt, weshalb nun wieder Geld für Ausgaben da ist.

Dazu gehört auch, dass man die vor vielen Jahren erfolgte Auslagerung des Betriebs der hauseigenen Vergnügungsparks mittlerweile rückgängig gemacht und die Parks wieder zu einem Teil des Konzerns gemacht hat. Lego meldete zuletzt für das Jahr 2024 ein Umsatzwachstum um 13 Prozent auf umgerechnet knapp zehn Milliarden Euro. Dabei erzielte Lego allein im Jahr 2024 einen operativen Gewinn von umgerechnet etwa 2,5 Milliarden Euro.
Zusammenfassung
  • Lego plant den Aufbau eines eigenen Spielstudios mit Millionen-Investition
  • Bisher setzte Lego auf Kooperationen mit externen Spieleentwicklern
  • Lego-eigene Softwareentwickler auf über 1800 Mitarbeiter aufgestockt
  • Familienbesitz ermöglicht langfristige Strategien und hohe Investitionen
  • Bisherige Erfolge mit externen Partnern machen den Schritt riskant
  • Kerngeschäft mit Klemmbausteinen ermöglicht hohe Investitionen
  • Lego verzeichnete 2024 Umsatzwachstum von 13 % auf ca. 10 Mrd. Euro

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