Massiver Dominoeffekt nach Aus für große Piraterie-Filmseite

Die Streaming-Piraterie erlebt derzeit einen massiven Einbruch: Beliebte Plattformen wie Fboxz, AniWave und Zoroxtv stellen ihren Betrieb ein. Dahinter steckt ein koordiniertes Vorgehen von Rechteinhaber, das mit der Schließung des Portals Fmovies begann.
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Koordinierte Aktion gegen Größen des illegalen Streaming

In der Welt der illegalen Streaming-Dienste gibt es derzeit ein Erdbeben. Nach der kürzlichen Abschaltung von Fmovies brechen nun weitere Säulen der Piraten-Streaming-Szene zusammen. Zu den szeneprominenten Opfern zählen Fboxz.to, Aniwave.to (ehemals 9anime), Anix.to, AnimeSuge und Zoroxtv. Diese Entwicklung markiert einen bedeutenden Schlag gegen die Szene der illegalen Streaming-Anbieter, wie TorrentFreak berichtet.

Besucher der betroffenen Websites werden mit einer simplen Abschiedsbotschaft konfrontiert, die an frühere Aktionen erinnert. Die Betreiber von Fboxz.to erklären: Wir haben lange Zeit Links zu Filmen und Serien bereitgestellt. Jetzt ist es Zeit, Auf Wiedersehen zu sagen, schreiben etwa die Betreiber von Fboxz.to. Interessanterweise gleicht diese Nachricht wortwörtlich jener, die 2018 beim Aus von 123Movies veröffentlicht wurde - ein Hinweis auf mögliche Verbindungen zwischen den Plattformen.


Plötzlicher Sinneswandel?

Überraschend ist der scheinbare Sinneswandel der Betreiber. Nach Jahren der Verbreitung urheberrechtlich geschützten Materials rufen sie nun ihre Nutzer dazu auf, legale Alternativen zu nutzen: "Bitte zahlt für Filme und Serien. Das ist es, was wir tun sollten, um unseren Respekt gegenüber den Menschen hinter den Produktionen zu zeigen." Diese 180-Grad-Wende lässt Spekulationen über den Druck aufkommen, dem die Betreiber ausgesetzt sein könnten.

Obwohl offizielle Bestätigungen noch ausstehen, deuten die Umstände nämlich auf eine koordinierte Strafverfolgungsaktion hin. Die Motion Picture Association (MPA) und die Alliance for Creativity and Entertainment (ACE) hatten die Fmovies-Plattformen als größte Bedrohung für die Filmindustrie eingestuft. Erst kürzlich versuchten diese Organisationen, die Identitäten hinter mehreren Fmovies-Nachfolgern aufzudecken.

Vietnam im Fokus

Vietnam steht seit Jahren im Zentrum der Bemühungen gegen Streaming-Piraterie. Berichten zufolge stammen mehrere der größten Piraterie-Websites aus diesem Land. Die jüngsten Entwicklungen könnten das Ergebnis verstärkter diplomatischer Bemühungen und Zusammenarbeit mit vietnamesischen Behörden sein.

Die Abschaltungen haben erhebliche Auswirkungen auf die illegale Streaming-Szene. Allein Aniwave.to verzeichnete monatlich etwa 170 Millionen Besuche. Fboxz.to, ein Nachfolger von Fmovies, zählte über 55 Millionen monatliche Besucher. Das Verschwinden dieser Plattformen hinterlässt eine spürbare Lücke in der Piraten-Streaming-Landschaft.

Zusammenfassung
  • Beliebte illegale Streaming-Seiten wie Fboxz und AniWave wurden abgeschaltet
  • Koordinierte Aktionen von Rechteinhabern beginnen mit Schließung von Fmovies
  • Betreiber der Plattformen veröffentlichen Abschiedsbotschaften ähnlich zu 2018
  • Betreiber rufen Nutzer auf, legale Streaming-Dienste zu nutzen
  • Mögliche koordinierte Strafverfolgungsaktion durch MPA und ACE
  • Vietnam als Zentrum der Anti-Piraterie-Bemühungen identifiziert
  • Erheblicher Einbruch in der illegalen Streaming-Szene durch Abschaltungen

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