Millionen per CrowdStrike-Bug verloren? Kein Problem, hier, ein Kaffee

Vor knapp einer Woche löste das Security-Unternehmen CrowdStrike ein weltweites Chaos aus, denn ein fehlgeschlagenes Update sorgte dafür, dass rund 8,5 Millionen Windows-PCs den Dienst verweigerten. Nun läuft die Schadensbegrenzung - mit "interessanten" Methoden.
Microsoft, Sicherheit, Hacker, Fehler, Hack, Bug, Kriminalität, Computer, Schadsoftware, Cybersecurity, Hacking, Internetkriminalität, Fehlerbehebung, Bugs, Absturz, Hacker Angriffe, Hacken, Attack, Crash, Ransom, Crime, Error, Schädling, Bluescreen, Fehlermeldung, Update Fehler, Windows 10 bugs, Windows 10 Bug, Fehlercode, Neon, Promi-Hacker, Windows 10 Fehler, Softwarefehler, User, Achtung, Bluescreens, Attantion, Opfer, Anwender, Windows 10 Bluescreen, Dead, Pink, Hardwarefehler, Traurig, Computertot, Programmabsturz, Sad

Bluescreens auf fast neun Millionen PCs

An sich ist CrowdStrike ein renommierter Anbieter von Cybersecurity-Lösungen, weswegen das Unternehmen auch recht "tiefen" Zugriff auf Betriebssysteme wie Windows 11 hat. Doch am vergangenen Freitag ging das gründlich nach hinten los, denn ein fehlerhaftes Update sorgte dafür, dass Millionen Windows-Rechner auf der Welt mit einem Bluescreen den Geist aufgaben - und das führte zu Einschränkungen und Chaos auf Flughäfen, in Krankenhäusern, Banken sowie TV-Sendern.

CrowdStrike hat nun laut einem Bericht von TechCrunch seinen Partnern eine E-Mail geschrieben, in der man sich für alle Unannehmlichkeiten entschuldigt. Das Unternehmen teilt darin mit, dass man sich im Klaren ist, dass der Vorfall von 19. Juli viel zusätzliche Arbeit verursacht hat. CrowdStrike erläutert in der Mail auch noch einige Details zum Problem und was man als Folge unternommen hat.


Kleines "Dankeschön"

Die Mail wurde von Daniel Bernard, dem Chief Business Officer von CrowdStrike verschickt, und die eigentliche Pointe der Nachricht hat sich der Manager (oder dessen Mitarbeiter) für das Ende aufgehoben. Denn dort kann man Folgendes lesen:

"Als Dankeschön geht der nächste Kaffee oder der nächste Snack am späten Abend auf uns! Verwenden Sie [diesen] Code, um Ihr Uber-Eats-Guthaben zu erhalten."
Daniel Bernard, Chief Business Officer, CrowdStrike
Das dürfte das eine oder andere Unternehmen, das Millionen durch den Vorfall verloren hat, als Hohn sehen, doch das ist nicht einmal alles: Denn der CrowdStrike-Voucher funktionierte nicht lange. Grund: Der Lieferdienst Uber Eats deaktivierte den Code recht bald.

"Wir haben (diese Codes) an unsere Kollegen und Partner geschickt, die den Kunden in dieser Situation geholfen haben. Uber hat es aufgrund der hohen Nutzungsraten als Betrug eingestuft", bestätigte CrowdStrike-Sprecher Kevin Benacci die Aktion und die Code-Deaktivierung in einer E-Mail an TechCrunch.

So kurios der Voucher auch ist: Das Sicherheitsunternehmen wird damit wohl keine Schadenersatzklagen abwenden können. Diese werden zweifellos kommen, so hat etwa das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein bereits entsprechende Schritte angekündigt. Muntermacher: Jeder Deutsche kauft fast fünf Kilo Kaffee im JahrMuntermacher: Jeder Deutsche kauft fast fünf Kilo Kaffee im Jahr
Zusammenfassung
  • Fehlerhaftes Update von CrowdStrike legt 8,5 Millionen PCs lahm
  • Weltweites Chaos in kritischen Infrastrukturen durch Bluescreens
  • CrowdStrike entschuldigt sich bei Partnern per E-Mail
  • Daniel Bernard kündigt in der Mail eine kleine Entschädigung an
  • Uber Eats deaktiviert den Entschädigungs-Code wegen Verdachts auf Betrug
  • CrowdStrike-Sprecher bestätigt die Deaktivierung des Vouchers
  • Schadenersatzklagen gegen CrowdStrike sind zu erwarten

Siehe auch:
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!