Deutsche Sportautos mit deutschen Akkus:
Porsche plant Varta-Einstieg
Der Batteriehersteller Varta steckt seit einer Weile in einer Krise, gleichzeitig ist der Bedarf nach Akkus größer denn je. Vor allem Autobauer benötigen diese in großen Mengen. Diese Kombination könnte zur Folge haben, dass sich Porsche signifikant an Varta beteiligt.
Gründe dafür gibt es mehrere: Dazu zählen sinkende Verkaufszahlen für die einst so begehrten Lithium-Ionen-Knopfzellen, eine schwache Nachfrage nach Fotovoltaik-Energiespeichern und Billig-Konkurrenz aus Asien. Dazu kam sogar eine Cyberattacke, die das Unternehmen Anfang des Jahres hart traf, da die Produktion wochenlang stillstand.
Kurssturz der Varta-Aktie zum Montagmorgen
Das vielleicht größte Problem für Varta: Trotz einiger Bemühungen und Pläne verpasste man den Elektroauto-Zug bisher komplett. Denn während die Branche mehr Batteriezellen denn je benötigt, hat Varta auf diesem Gebiet nicht viel zu bieten.
Varta hat gestern bestätigt, dass man derzeit zwei Szenarien zur Rettung des Unternehmens durchspielt: In einem nimmt Porsche die Hauptrolle ein, im anderen geht es um einen Vorschlag von Gläubigern. Bessere Chancen werden der Porsche-Lösung zugeschrieben, da diese vom Mehrheitseigner, dem österreichischen Unternehmer Michael Tojner, favorisiert wird.
Siehe auch:
Varta steckt seit Jahren in der Krise
Der baden-württembergische Batteriehersteller Varta war einst ein grundsolides Unternehmen, doch die AG aus Ellwangen steckt seit Jahren in einer massiven Krise. Die Aktie des Unternehmens, die Mitte 2021 noch einen Höchstwert von rund 160 Euro erreichte, ist heute nur noch einen Bruchteil davon wert - konkret sind es rund zehn Euro pro Wertpapier (Update: Zum Handelsstart in Frankfurt stürzte die Aktie ab und kommt um 10 Uhr auf nicht einmal vier Euro).Gründe dafür gibt es mehrere: Dazu zählen sinkende Verkaufszahlen für die einst so begehrten Lithium-Ionen-Knopfzellen, eine schwache Nachfrage nach Fotovoltaik-Energiespeichern und Billig-Konkurrenz aus Asien. Dazu kam sogar eine Cyberattacke, die das Unternehmen Anfang des Jahres hart traf, da die Produktion wochenlang stillstand.
Kurssturz der Varta-Aktie zum Montagmorgen
Das vielleicht größte Problem für Varta: Trotz einiger Bemühungen und Pläne verpasste man den Elektroauto-Zug bisher komplett. Denn während die Branche mehr Batteriezellen denn je benötigt, hat Varta auf diesem Gebiet nicht viel zu bieten.
V4Drive und Porsche
Die Rettung könnte der Sportwagenhersteller Porsche sein. Denn wie die FAZ sowie die Nachrichtenagentur Reuters berichten, steht der Stuttgarter Autobauer vor einem Einstieg bei Varta. Hauptinteresse von Porsche ist schon länger die Batteriezellentechnologie V4Drive, das ist die Varta-Lösung für großformatige Lithium-Ionen-Zellen. Nun heißt es allerdings, dass sich Porsche auch an der Varta AG selbst beteiligen könnte und nicht nur am Ableger für Hochleistungs-Batteriezellen.Varta hat gestern bestätigt, dass man derzeit zwei Szenarien zur Rettung des Unternehmens durchspielt: In einem nimmt Porsche die Hauptrolle ein, im anderen geht es um einen Vorschlag von Gläubigern. Bessere Chancen werden der Porsche-Lösung zugeschrieben, da diese vom Mehrheitseigner, dem österreichischen Unternehmer Michael Tojner, favorisiert wird.
Zusammenfassung
- Varta in Krise, Aktienwert stark gefallen
- Bedarf an Akkus, besonders in der Autoindustrie, steigt
- Porsche könnte sich an Varta beteiligen
- Varta verpasste Einstieg in Elektroauto-Markt
- Cyberattacke legte Varta-Produktion lahm
- Porsche interessiert an Varta-Batterietechnologie V4Drive
- Zwei Rettungsszenarien für Varta, Porsche bevorzugt
Siehe auch:
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