Ariane 6: Jungfernflug erfolgreich - wenn auch mit Schwierigkeiten
Der Jungfernflug der neuen europäischen Trägerrakete Ariane 6 startete am Abend erfolgreich vom Weltraumbahnhof in Kourou in Französisch-Guayana. Später zeigte sich allerdings, dass ein wichtiges Feature des Launchers nicht korrekt funktionierte.
Bei der europäischen Raumfahrt-Organisation ESA und dem Hersteller Arianespace wertet man den gestrigen ersten Start der neuen Trägerrakete als Erfolg. Gegen 21 Uhr deutscher Zeit hob der Nachfolger der außer Dienst gestellten und extrem zuverlässigen Ariane 5 vom Boden ab. Während die 5er-Version bei ihrem Erstflug aufgrund einer Serie von Fehlern explodierte, erreichte das neue System auf Anhieb den Orbit.
Dort setzte sie einen Teil ihrer Nutzlast aus. Da der erste Start eher als Experiment gilt, wird hier noch keine kommerzielle oder anderweitig wichtige Fracht mitgenommen. An Bord waren diverse Mikro-Satelliten verschiedener Universitäten, auch Forscher und Studierende aus Deutschland konnten die Gelegenheit nutzen und einige Experimente in den Weltraum befördern lassen.
Plan des Jungfernfluges - die Abschnitte 10 und 11 funktionierten nicht.
Dieses Feature funktionierte beim Jungfernflug aus bisher unbekannten Gründen nicht. Die beiden letzten der 17 Einzelfrachten konnten so nicht auf dem vorgesehenen Orbit ausgesetzt werden. Außerdem wird die Raketenstufe nun länger um die Erde kreisen als vorgesehen, bis sie wieder in die Atmosphäre eintritt und verglüht. Die genauen Ursachen des Problems sollen jetzt analysiert und behoben werden.
Alles in allem kann man aber davon sprechen, dass die europäische Raumfahrt endlich wieder in der Lage ist, selbst große Frachten ins All zu bringen. Aufgrund einer vierjährigen Verzögerung in der Entwicklungsarbeit konnte der eigentlich geplante fließende Übergang von der Ariane 5 zur Ariane 6 nicht gewährleistet werden.
Siehe auch:
Dort setzte sie einen Teil ihrer Nutzlast aus. Da der erste Start eher als Experiment gilt, wird hier noch keine kommerzielle oder anderweitig wichtige Fracht mitgenommen. An Bord waren diverse Mikro-Satelliten verschiedener Universitäten, auch Forscher und Studierende aus Deutschland konnten die Gelegenheit nutzen und einige Experimente in den Weltraum befördern lassen.
Plan des Jungfernfluges - die Abschnitte 10 und 11 funktionierten nicht.
Zweitstart klappt nicht
In einem späteren Teil der Mission kam es dann allerdings zu Problemen: Eines der Kernfeatures der Ariane 6 besteht darin, dass die oberste Stufe zweitstartfähig ist. Dadurch soll nach dem Aussetzen eines Teils der Fracht ein weiterer Teil in einen anderen Orbit transportiert werden können. Außerdem will man die Funktion nutzen, um die Raketenstufe in einen schnelleren Absturzorbit zu bringen, um weniger Weltraumschrott zu verursachen.Dieses Feature funktionierte beim Jungfernflug aus bisher unbekannten Gründen nicht. Die beiden letzten der 17 Einzelfrachten konnten so nicht auf dem vorgesehenen Orbit ausgesetzt werden. Außerdem wird die Raketenstufe nun länger um die Erde kreisen als vorgesehen, bis sie wieder in die Atmosphäre eintritt und verglüht. Die genauen Ursachen des Problems sollen jetzt analysiert und behoben werden.
Alles in allem kann man aber davon sprechen, dass die europäische Raumfahrt endlich wieder in der Lage ist, selbst große Frachten ins All zu bringen. Aufgrund einer vierjährigen Verzögerung in der Entwicklungsarbeit konnte der eigentlich geplante fließende Übergang von der Ariane 5 zur Ariane 6 nicht gewährleistet werden.
Ariane 6: Europas neue Trägerrakete startet zum ersten Mal
Lese-Tipp: Der Jungfernflug der Ariane 6 ist nur einer von vielen spannenden Missions-Starts in diesem Jahr. Was noch zu erwarten ist, erfahrt ihr in unserem Beitrag "Mars, Mond & Shuttles: Die wichtigsten Raumfahrtmissionen 2024"
Zusammenfassung
- Ariane 6 startete erfolgreich von Kourou aus
- Erster Flug galt als Test, keine wichtige Fracht an Bord
- Mikro-Satelliten von Universitäten waren dabei
- Oberste Stufe sollte zweitstartfähig sein, funktionierte nicht
- Letzte Frachten erreichten nicht den geplanten Orbit
- Raketenstufe kreist länger als geplant, erhöht Weltraumschrott
- ESA sieht Mission trotz Problemen als Erfolg
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