Das ist der Mann hinter dem Milliarden-Dollar-Patentstreit mit Apple
Der britische Erfinder Patrick Racz bekam im Jahr 2015 von einem US-Gericht 533 Millionen US-Dollar Schadenersatz von Apple zugesprochen, doch die Entscheidung wurde aufgehoben. In dem erbitterten Patentkrieg fordert Racz nun 18 Milliarden US-Dollar.
Seit fast zwei Jahrzehnten befindet sich Patrick Racz jetzt im Clinch mit Apple und den US-Gerichten und hat bereits einige Runden vor Gericht gegen Apple gewonnen.
Racz besitzt Patente für seine Anti-Piraterie-Alternative Smartflash und die dazugehörigen Systeme, die Zahlungen und sichere Downloads ermöglichen. Er schloss Verträge mit Einzelhändlern und Herstellern ab, darunter Gemplus, ein französischer SIM-Kartenhersteller. Popstar Britney Spears trat als Markenbotschafterin auf.
Racz musste laut eigener Aussage feststellen, dass Gemplus - ebenfalls ein Partner von Apple - das Produkt als sein eigenes ausgab. Dann habe schließlich der verstorbene Apple-Chef Steve Jobs das Lob für eine Reihe von Produkten geerntet, die laut Racz auf seine Patente aufbauen, angefangen mit iTunes im Jahr 2003.
Die Entscheidung des Gerichts wurde später wieder rückgängig gemacht: zunächst durch ein Urteil des "US-Patent Trial and Appeal Board", das seine Patente für ungültig erklärte, und dann durch eine Berufung von Apple vor den Handelsgerichten.
Steve Jobs soll Racz Erfindungen als seine eigenen ausgegeben haben
Inzwischen hat er seine Berufungsverhandlungen verloren, will aber weiter kämpfen. Racz jüngste Auseinandersetzung dreht sich um das US-Patentamt, das er verklagt, weil es sich weigert, unzensierte E-Mails und Dokumente zu seinem geistigen Eigentum herauszugeben.
Er versucht zu beweisen, dass die Richtergremien absichtlich mit ehemaligen Anwälten und engen Unterstützern von Apple besetzt wurden. Racz argumentiert, das Unternehmen habe seinen "Reichtum und seine Macht" genutzt, um das US-Patentsystem zu beeinflussen. Apple weist aber alle Vorwürfe von sich. Wie das derzeit anhängige Verfahren ausgehen wird, ist noch unklar.
Racz ist auf jeden Fall gut dabei, seine Geschichte zu vermarkten. Er versucht aktuell seiner Autobiografie als Dokumentation an Amazon Prime Video zu verkaufen.
Siehe auch:
Zwei Jahrzehnte Rechtsstreit
Das meldet Spiegel Online. Demnach versucht der früher als Klempner-Tycoon bekannte Patrick Racz erneut, Schadensersatz von Apple einzufordern. Es geht dabei unter anderem um den iTunes, den Apple Store und deren Bezahlabwicklung.Seit fast zwei Jahrzehnten befindet sich Patrick Racz jetzt im Clinch mit Apple und den US-Gerichten und hat bereits einige Runden vor Gericht gegen Apple gewonnen.
Racz besitzt Patente für seine Anti-Piraterie-Alternative Smartflash und die dazugehörigen Systeme, die Zahlungen und sichere Downloads ermöglichen. Er schloss Verträge mit Einzelhändlern und Herstellern ab, darunter Gemplus, ein französischer SIM-Kartenhersteller. Popstar Britney Spears trat als Markenbotschafterin auf.
Racz musste laut eigener Aussage feststellen, dass Gemplus - ebenfalls ein Partner von Apple - das Produkt als sein eigenes ausgab. Dann habe schließlich der verstorbene Apple-Chef Steve Jobs das Lob für eine Reihe von Produkten geerntet, die laut Racz auf seine Patente aufbauen, angefangen mit iTunes im Jahr 2003.
Entschädigung erlangt
2015 verklagte er Apple in Texas auf 533 Millionen US-Dollar Schadenersatz und gewann. Laut Racz war dies eine der höchsten Entschädigungen für einen privaten Erfinder - doch bekommen hat er das Geld nicht.Die Entscheidung des Gerichts wurde später wieder rückgängig gemacht: zunächst durch ein Urteil des "US-Patent Trial and Appeal Board", das seine Patente für ungültig erklärte, und dann durch eine Berufung von Apple vor den Handelsgerichten.
Steve Jobs soll Racz Erfindungen als seine eigenen ausgegeben haben
Inzwischen hat er seine Berufungsverhandlungen verloren, will aber weiter kämpfen. Racz jüngste Auseinandersetzung dreht sich um das US-Patentamt, das er verklagt, weil es sich weigert, unzensierte E-Mails und Dokumente zu seinem geistigen Eigentum herauszugeben.
Er versucht zu beweisen, dass die Richtergremien absichtlich mit ehemaligen Anwälten und engen Unterstützern von Apple besetzt wurden. Racz argumentiert, das Unternehmen habe seinen "Reichtum und seine Macht" genutzt, um das US-Patentsystem zu beeinflussen. Apple weist aber alle Vorwürfe von sich. Wie das derzeit anhängige Verfahren ausgehen wird, ist noch unklar.
Racz ist auf jeden Fall gut dabei, seine Geschichte zu vermarkten. Er versucht aktuell seiner Autobiografie als Dokumentation an Amazon Prime Video zu verkaufen.
Zusammenfassung
- Patrick Racz fordert 18 Milliarden US-Dollar Schadensersatz von Apple
- Ehemaliger Klempner-Tycoon Racz kämpft seit fast zwei Jahrzehnten gegen Apple
- Racz besitzt Patente für Smartflash, eine Anti-Piraterie-Alternative
- Gemplus, ein Partner von Apple, gab Racz' Produkt als eigenes aus
- Steve Jobs erntete laut Racz Lob für Produkte, die auf seinen Patenten basieren
- 2015 gewann Racz 533 Millionen Dollar Schadensersatz, Urteil wurde aufgehoben
- Racz verklagt das US-Patentamt wegen verweigerter Dokumentenherausgabe
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