Pläne zu Mars-Reisen in Gefahr, weil Astronauten-Nieren schrumpfen
Elon Musk träumt seit Jahren von der Mars-Besiedlung, auch andere sehen die Zukunft der Menschheit zum Teil auf dem Roten Planeten. Doch diese Pläne und Visionen sind nun in Gefahr, denn laut einer Studie ist der Körper womöglich nicht so dafür geeignet wie gedacht.
Für die Studie wurden mehr als 40 Proben von Menschen und Mäusen ausgewertet und die Forscher stellten dabei fest, dass deren Nieren sich im Weltraum verändern und an die Bedingungen im Weltraum anpassen - und vor allem schrumpfen. Zwar bedeutet das nicht automatisch ein Aus für Marsreisen, so die Wissenschaftler, allerdings müsse man zuvor Methoden entwickeln, wie man die Negativeffekte von derartigen langen Reisen an Bord von Raumschiffen entgegenwirken kann - dazu zählen etwa Dialysemaschinen.
"Wir wissen, was mit den Astronauten auf den bisher durchgeführten, relativ kurzen Weltraummissionen passiert ist, nämlich dass sie vermehrt unter gesundheitlichen Problemen wie Nierensteinen leiden", erklärt Keith Siew, erster Autor der Studie und auf Nierenheilkunde spezialisierter Arzt.
Siew meint, dass man die Ursache für derartige Probleme derzeit nicht kennt und auch nicht genau vorhersagen kann, was auf einem Flug zum Mars passieren würde. Er meint, dass es in eine Richtung vermutlich gutginge, aber nicht in zwei: "Wenn wir keine neuen Methoden zum Schutz der Nieren entwickeln, dann könnte ein Astronaut zwar den Flug zum Mars überstehen, aber auf dem Rückweg eine Dialyse benötigen".
Siehe auch:
- Elon Musk träumt seit Jahren von der Besiedlung des Mars
- Eine Studie zeigt, dass der menschliche Körper nicht so geeignet ist wie gedacht
- Sieben bis acht Monate dauert eine Reise von der Erde zum Mars
- Schwerelosigkeit und galaktische Strahlung schaden der Gesundheit
- Nieren schrumpfen und verändern sich im Weltraum
- Neue Methoden sind nötig, um Negativeffekte auf langen Reisen zu mindern
- Astronauten könnten auf dem Rückweg eine Dialyse benötigen
Nierenprobleme durch interplanetare Reisen
Sieben bis acht Monate: So lange würde es im Optimalfall dauern, von der Erde bis zum Mars zu gelangen. Doch nun haben Wissenschaftler des University College London (UCL) herausgefunden, dass der menschliche Körper weit mehr in Mitleidenschaft gezogen wird als gedacht. Das betrifft vor allem die Nieren. Denn laut einer in Nature Communications veröffentlichten Studie (via The Independent), führen Schwerelosigkeit und galaktische Strahlung zu ernsthaften Gesundheitsrisiken, je länger eine Person diesen ausgesetzt ist.Für die Studie wurden mehr als 40 Proben von Menschen und Mäusen ausgewertet und die Forscher stellten dabei fest, dass deren Nieren sich im Weltraum verändern und an die Bedingungen im Weltraum anpassen - und vor allem schrumpfen. Zwar bedeutet das nicht automatisch ein Aus für Marsreisen, so die Wissenschaftler, allerdings müsse man zuvor Methoden entwickeln, wie man die Negativeffekte von derartigen langen Reisen an Bord von Raumschiffen entgegenwirken kann - dazu zählen etwa Dialysemaschinen.
NASA erklärt in einer Minute, wie eine Marsreise funktionieren würde
"Wir wissen, was mit den Astronauten auf den bisher durchgeführten, relativ kurzen Weltraummissionen passiert ist, nämlich dass sie vermehrt unter gesundheitlichen Problemen wie Nierensteinen leiden", erklärt Keith Siew, erster Autor der Studie und auf Nierenheilkunde spezialisierter Arzt.
Siew meint, dass man die Ursache für derartige Probleme derzeit nicht kennt und auch nicht genau vorhersagen kann, was auf einem Flug zum Mars passieren würde. Er meint, dass es in eine Richtung vermutlich gutginge, aber nicht in zwei: "Wenn wir keine neuen Methoden zum Schutz der Nieren entwickeln, dann könnte ein Astronaut zwar den Flug zum Mars überstehen, aber auf dem Rückweg eine Dialyse benötigen".
Siehe auch:
- Plasma-Raketenantrieb soll Personen in zwei Monaten zum Mars bringen
- Messung wundert Wissenschaft: Ein Element viel zu häufig auf dem Mars
- Mars-Frühling: ESA zeigt verrücktes "Spinnen-Foto" vom roten Planeten
- NASA hat ein Problem, Proben vom Mars zur Erde zu bringen
- China testet erfolgreich Prototyp für atomgetriebenes Mars-Raumschiff
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
Videos zum Thema Mars
- Good Night Oppy: Doku über den Mars Rover Opportunity startet bald
- Deliver Us Mars: Erster Trailer enthüllt das Science-Fiction-Adventure
- Dritter Flug des Mars-Helikopters Ingenuity: höher, schneller, weiter
- NASA zeigt hochaufgelöstes Video des ersten Mars-Hubschraubers
- Mastcam-Z: Perseverance liefert beeindruckendes Mars-Video in 3D
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