ChatGPT in MacOS und iOS:
Apple nutzt OpenAI-Chatbot einfach gratis
Apple kündigte in dieser Woche auch eine Integration von ChatGPT in seine Produkte an. Wie sich nun herausstellt, ist dem Management des Konzerns dabei aus finanzieller Sicht wohl ein besonders guter Deal gelungen - denn zahlen muss man für die Nutzung der KI nicht.
Über die finanziellen Vereinbarungen sprach auch keiner der Vertragspartner öffentlich. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg nun unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, zahlt Apple selbst auch nichts, um ChatGPT in seine Produkte integrieren zu können.
Apple soll in den Verhandlungen mit OpenAI damit argumentiert haben, dass die Verbreitung der Marke und der Technologie OpenAIs auf Hunderten von Millionen seiner Geräte von gleichem oder größerem Wert ist als Geldzahlungen, hieß es. Finanziell bliebe dem KI-Anbieter damit nur die Hoffnung, dass die Nutzer von den verfügbaren Möglichkeiten so begeistert sind, dass sie später auch weitergehende Dienste in Anspruch nehmen wollen und dann zu kostenpflichtigen Angeboten wechseln.
OpenAI müsste hier also befürchten, dass Apple einem Konkurrenten eine große Bühne mit zahlungskräftigem und -willigem Publikum bietet. Das könnte das Kräfteverhältnis im jungen KI-Markt deutlich verschieben. Die große Frage, die sich aktuell stellt, ist, ob Apple wirklich gar nichts an OpenAI zahlt oder zumindest für dessen zusätzliche Kosten bei der Nutzung der Microsoft-Cloud-Infrastruktur aufkommt, auf der das KI-Modell betrieben wird.
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Reichweite als Zahlungsmittel
Als Apple zum Start der Entwicklerkonferenz WWDC ankündigte, dass demnächst direkt aus verschiedenen Anwendungen heraus auf das GPT-4o-Modell OpenAIs zugegriffen werden kann, wunderte sich so mancher. Denn es wurde klargestellt, dass es dafür weder nötig ist, einen ChatGPT-Account zu erstellen oder mit zusätzlichen Kosten zu rechnen.Über die finanziellen Vereinbarungen sprach auch keiner der Vertragspartner öffentlich. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg nun unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, zahlt Apple selbst auch nichts, um ChatGPT in seine Produkte integrieren zu können.
Apple soll in den Verhandlungen mit OpenAI damit argumentiert haben, dass die Verbreitung der Marke und der Technologie OpenAIs auf Hunderten von Millionen seiner Geräte von gleichem oder größerem Wert ist als Geldzahlungen, hieß es. Finanziell bliebe dem KI-Anbieter damit nur die Hoffnung, dass die Nutzer von den verfügbaren Möglichkeiten so begeistert sind, dass sie später auch weitergehende Dienste in Anspruch nehmen wollen und dann zu kostenpflichtigen Angeboten wechseln.
Druckmittel Offenheit
Apple hat bei solchen Verhandlungen auch noch ein anderes wichtiges Druckmittel in der Hinterhand: Das Unternehmen legt sich schlicht nicht auf einen Partner fest. Es steht zur Debatte, dass auch die KI-Modelle anderer Anbieter in die MacOS- und iOS-Plattformen integriert werden können. Konkret geht es hier um Google Gemini, aber auch mit Anthropic soll es Gespräche geben.OpenAI müsste hier also befürchten, dass Apple einem Konkurrenten eine große Bühne mit zahlungskräftigem und -willigem Publikum bietet. Das könnte das Kräfteverhältnis im jungen KI-Markt deutlich verschieben. Die große Frage, die sich aktuell stellt, ist, ob Apple wirklich gar nichts an OpenAI zahlt oder zumindest für dessen zusätzliche Kosten bei der Nutzung der Microsoft-Cloud-Infrastruktur aufkommt, auf der das KI-Modell betrieben wird.
Zusammenfassung
- Apple integriert ChatGPT ohne zusätzliche Kosten in seine Produkte
- Nutzer müssen keinen ChatGPT-Account erstellen oder Gebühren zahlen
- Apple zahlt nichts für die Nutzung von ChatGPT in seinen Anwendungen
- Verbreitung der OpenAI-Technologie auf Apple-Geräten als Gegenleistung
- Apple bleibt flexibel und könnte auch andere KI-Anbieter integrieren
- Gespräche laufen auch mit Google und Anthropic über mögliche Integration
- Unklar, ob Apple für zusätzliche Nutzungskosten der Microsoft-Cloud aufkommt
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Christian Kahle
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