BKA-Aktion: Großer Schlag gegen die internationale Malware-Szene
In einer umfangreichen gemeinsamen Aktion der Polizeibehörden mehrerer Länder ist ein massiver Schlag gegen die Malware-Szene geführt worden. Federführend war das Bundeskriminalamt (BKA) an der Operation "Endgame" beteiligt.
Überdies konnten bei Durchsuchungen vier Personen festgenommen werden. Insgesamt sind in dem Fall derzeit zehn internationale Haftbefehle erwirkt worden. Weiterhin führt das BKA aus: "Gegen einen identifizierten Betreiber und Administrator wurde ein Vermögensarrest in Höhe von 69 Millionen Euro erwirkt. Zudem wurden 99 Krypto-Wallets mit einem aktuellen Gesamtvolumen in Höhe von mehr als 70 Millionen Euro bei zahlreichen Kryptobörsen gesperrt."
Beteiligt an der Operation Endgame waren neben dem BKA auch Polizeibehörden aus den Niederlanden, Frankreich, Dänemark, Großbritannien, Österreich sowie den USA, unterstützt durch Europol und Eurojust. Zusätzliche Rechtshilfe gab es von portugiesischen, ukrainischen, schweizerischen, litauischen, rumänischen, bulgarischen sowie armenischen Strafverfolgungsbehörden.
Gegen insgesamt acht Akteure wurden von Deutschland Haftbefehle erlassen. Auf dieser Grundlage fahnden BKA und ZIT gemeinsam nach sieben Personen, die im dringenden Verdacht stehen, sich als Mitglied an einer kriminellen Vereinigung zum Zwecke der Verbreitung der Schadsoftware Trickbot beteiligt zu haben. Die achte Person soll eine führende Position bei Smokeloader einnehmen. Ein öffentlicher Fahndungsaufruf mit Bildern der Gesuchten findet sich auf der Webseite des BKA.
Siehe auch:
Viele Länder beteiligt
Wie die Behörde, die ihre Aktivitäten in dem Fall mit der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main abstimmte, mitteilte, seien im Zuge der Aktion weltweit über hundert Server beschlagnahmt worden. Auch die Kontrolle über rund 1300 Domains haben die beteiligten Ermittler übernommen.Überdies konnten bei Durchsuchungen vier Personen festgenommen werden. Insgesamt sind in dem Fall derzeit zehn internationale Haftbefehle erwirkt worden. Weiterhin führt das BKA aus: "Gegen einen identifizierten Betreiber und Administrator wurde ein Vermögensarrest in Höhe von 69 Millionen Euro erwirkt. Zudem wurden 99 Krypto-Wallets mit einem aktuellen Gesamtvolumen in Höhe von mehr als 70 Millionen Euro bei zahlreichen Kryptobörsen gesperrt."
Beteiligt an der Operation Endgame waren neben dem BKA auch Polizeibehörden aus den Niederlanden, Frankreich, Dänemark, Großbritannien, Österreich sowie den USA, unterstützt durch Europol und Eurojust. Zusätzliche Rechtshilfe gab es von portugiesischen, ukrainischen, schweizerischen, litauischen, rumänischen, bulgarischen sowie armenischen Strafverfolgungsbehörden.
Öffentliche Fahndung
Die aktuellen Maßnahmen richteten sich in erster Linie gegen die Gruppierungen hinter den sechs Schadsoftware-Familien IcedID, SystemBC, Bumblebee, Smokeloader, Pikabot und Trickbot, die als sogenannte Dropper mit mindestens 15 Ransomware-Gruppierungen in Verbindung standen. Als Dropper werden die Komponenten einer Ransomware-Kampagne bezeichnet, die für die Erstinfektion der Zielgeräte zuständig sind.Gegen insgesamt acht Akteure wurden von Deutschland Haftbefehle erlassen. Auf dieser Grundlage fahnden BKA und ZIT gemeinsam nach sieben Personen, die im dringenden Verdacht stehen, sich als Mitglied an einer kriminellen Vereinigung zum Zwecke der Verbreitung der Schadsoftware Trickbot beteiligt zu haben. Die achte Person soll eine führende Position bei Smokeloader einnehmen. Ein öffentlicher Fahndungsaufruf mit Bildern der Gesuchten findet sich auf der Webseite des BKA.
Zusammenfassung
- Bundeskriminalamt führte Operation "Endgame" gegen Malware-Szene
- Über hundert Server und rund 1300 Domains weltweit beschlagnahmt
- Vier Personen festgenommen, zehn internationale Haftbefehle erwirkt
- Vermögensarrest in Höhe von 69 Millionen Euro gegen Administrator
- 99 Krypto-Wallets mit über 70 Millionen Euro bei Kryptobörsen gesperrt
- Beteiligung von Polizeibehörden aus mehreren Ländern und Europol
- Maßnahmen gegen sechs Schadsoftware-Familien und Ransomware-Gruppen
- Haftbefehle gegen acht Akteure, öffentliche Fahndung auf BKA-Webseite
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