In Deutschland wurden jetzt fast 50 Kryptobörsen stillgelegt
Deutsche Strafverfolgungsbehörden haben die Kontrolle über 47 Kryptowährungsbörsen übernommen, die illegale Geldwäscheaktivitäten für Cyberkriminelle ermöglichten. Hier versilberten unter anderem Ransomware-Gruppen ihre Beutezüge.
In einer Mitteilung des Bundeskriminalamtes (BKA) hieß es: "Exchange-Services, die solche anonymen Finanztransaktionen und somit Geldwäsche ermöglichen, stellen einen der relevantesten Bausteine in der kriminellen Wertschöpfungskette des Phänomenbereichs Cybercrime dar." Zu den Nutzern der Plattformen gehörten unter anderem Ransomware-Gruppen, Darknet-Händler und Betreiber von Botnetzen. Diese nutzten die Dienste, um erpresste Gelder oder andere illegale Einnahmen in den regulären Währungskreislauf zu überführen.
Besucher der beschlagnahmten Börsen werden nun auf eine Warnseite namens "Operation Final Exchange" weitergeleitet. Dort werden sie darüber informiert, dass die Betreiber der Plattformen ihnen fälschlicherweise Anonymität versprochen hatten. Auf der Website der Operation wird erklärt: "Die Betreiber dieser kriminellen Wechselbörsen haben Sie jahrelang glauben lassen, dass ihre Hosting-Server nicht gefunden werden können und alle Kundendaten nach Transaktionen sofort gelöscht werden. Wir haben ihre Server gefunden - Entwicklungs-, Produktions- und Backup-Server. Wir haben ihre Daten - und daher ihre Transaktionen, Registrierungsdaten, IP-Adressen."
Zwar wurden bislang keine Verhaftungen gemeldet, doch das BKA stellte klar, dass die Betreiber der Plattformen wegen Geldwäsche und des Betriebs illegaler Handelsplattformen nach den Paragrafen 127 und 261 des deutschen Strafgesetzbuches (StGB) angeklagt werden. Diese Vergehen können mehrjährige Haftstrafen nach sich ziehen.
Siehe auch:
Dienste für Kriminelle
Diese Plattformen, die in Deutschland gehostet wurden, erlaubten es Nutzern, Kryptowährungen anonym zu tauschen, ohne dass die geltenden "Know Your Customer" (KYC)-Regelungen befolgt wurden. So konnten Transaktionen ohne jegliche Identitätsprüfung durchgeführt werden, was es Kriminellen erleichterte, ihre illegalen Einnahmen zu waschen.In einer Mitteilung des Bundeskriminalamtes (BKA) hieß es: "Exchange-Services, die solche anonymen Finanztransaktionen und somit Geldwäsche ermöglichen, stellen einen der relevantesten Bausteine in der kriminellen Wertschöpfungskette des Phänomenbereichs Cybercrime dar." Zu den Nutzern der Plattformen gehörten unter anderem Ransomware-Gruppen, Darknet-Händler und Betreiber von Botnetzen. Diese nutzten die Dienste, um erpresste Gelder oder andere illegale Einnahmen in den regulären Währungskreislauf zu überführen.
Besucher der beschlagnahmten Börsen werden nun auf eine Warnseite namens "Operation Final Exchange" weitergeleitet. Dort werden sie darüber informiert, dass die Betreiber der Plattformen ihnen fälschlicherweise Anonymität versprochen hatten. Auf der Website der Operation wird erklärt: "Die Betreiber dieser kriminellen Wechselbörsen haben Sie jahrelang glauben lassen, dass ihre Hosting-Server nicht gefunden werden können und alle Kundendaten nach Transaktionen sofort gelöscht werden. Wir haben ihre Server gefunden - Entwicklungs-, Produktions- und Backup-Server. Wir haben ihre Daten - und daher ihre Transaktionen, Registrierungsdaten, IP-Adressen."
Anklage folgt
Durch die Sicherstellung umfangreicher Nutzerdaten können die Behörden weitere Ermittlungen vorantreiben, und es wird erwartet, dass zeitnah Verhaftungen von Cyberkriminellen folgen werden. Zu den beschlagnahmten Plattformen gehören einige der größten illegalen Kryptobörsen wie Xchange.cash mit über 410.000 Nutzern und 1,28 Millionen Transaktionen sowie 60cek.org mit 300.000 Nutzern und 900.000 Transaktionen.Zwar wurden bislang keine Verhaftungen gemeldet, doch das BKA stellte klar, dass die Betreiber der Plattformen wegen Geldwäsche und des Betriebs illegaler Handelsplattformen nach den Paragrafen 127 und 261 des deutschen Strafgesetzbuches (StGB) angeklagt werden. Diese Vergehen können mehrjährige Haftstrafen nach sich ziehen.
Zusammenfassung
- 47 Kryptobörsen in Deutschland wegen Geldwäsche übernommen
- Anonyme Transaktionen ohne KYC-Regeln ermöglicht
- BKA: Plattformen zentral für Geldwäsche bei Cybercrime
- Nutzer sind Ransomware-Gruppen und Darknet-Händler
- Beschlagnahmte Börsen leiten nun zur "Operation Final Exchange"
- Umfangreiche Nutzerdaten für weitere Ermittlungen gesichert
- Anklagen nach §§ 127, 261 StGB gegen Betreiber möglich
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