Batterien und E-Autos: Chinesische Hersteller schmeißen in Europa hin
Eine Reihe chinesischer Batterie- und Elektroauto-Hersteller sah im europäischen Markt ein lohnenswertes Expansions-Ziel - doch das ist erst mal vorbei. SVOLT stoppt den Bau seiner Batteriefertigung in Brandenburg, GWM stampft gleich seine ganze Europa-Zentrale ein.
An dem Standort sollten eigentlich ab Anfang 2025 Batteriezellen mit einer Kapazität von 16 Gigawattstunden pro Jahr hergestellt werden. In Vorbereitung darauf gab es schon verschiedene Investitionen vor Ort, die nun wahrscheinlich abgeschrieben werden können. Keine Änderungen gibt es hingegen hinsichtlich der Pläne für ein Batteriewerk im Saarland. Dieses sollte eigentlich schon in diesem Sommer fertig sein - allerdings hängt die abschließende Baugenehmigung noch immer fest und wenn sie kommt, soll es Klagen gegen das Projekt geben. Umsetzen will SVOLT den Bau erst, wenn Rechtssicherheit besteht.
Für das Aus in Brandenburg gibt es nach Angaben des Unternehmens verschiedene Gründe. So ist ein wichtiges Kundenprojekt nicht zustande gekommen. Und es fehlt auch die Planungssicherheit, beklagt der Hersteller. Konkret: "Hinzu kommen die wieder aufflammenden Diskussionen über das Verbrenner-Aus in der EU", sagte Kai-Uwe Wollenhaupt, Chef des Europa-Geschäfts. Dadurch ist unklar, ob die Transformation der europäischen und deutschen Automobilbranche im geplanten Maße stattfinden wird.
Rund hundert Angestellte von GWM Europa werden sich somit nun einen neuen Job suchen müssen. Das bedeutet nach Angaben des Unternehmens aber nicht, dass man den europäischen Markt komplett verlasse. Die Geschäfte werden aber erst einmal von China aus weitergeführt.
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Fehlende Planungssicherheit
Im südlichen Brandenburg sollte eigentlich eine Batteriefertigung des chinesischen Herstellers SVOLT entstehen. Das Unternehmen hatte dafür im Herbst 2022 ein Werksgelände übernommen, auf dem zuvor Vestas Rotorblätter für seine Windkraftanlagen fertigte. Nun aber gab SVOLT bekannt, den Werksbau doch nicht umsetzen zu wollen.An dem Standort sollten eigentlich ab Anfang 2025 Batteriezellen mit einer Kapazität von 16 Gigawattstunden pro Jahr hergestellt werden. In Vorbereitung darauf gab es schon verschiedene Investitionen vor Ort, die nun wahrscheinlich abgeschrieben werden können. Keine Änderungen gibt es hingegen hinsichtlich der Pläne für ein Batteriewerk im Saarland. Dieses sollte eigentlich schon in diesem Sommer fertig sein - allerdings hängt die abschließende Baugenehmigung noch immer fest und wenn sie kommt, soll es Klagen gegen das Projekt geben. Umsetzen will SVOLT den Bau erst, wenn Rechtssicherheit besteht.
Für das Aus in Brandenburg gibt es nach Angaben des Unternehmens verschiedene Gründe. So ist ein wichtiges Kundenprojekt nicht zustande gekommen. Und es fehlt auch die Planungssicherheit, beklagt der Hersteller. Konkret: "Hinzu kommen die wieder aufflammenden Diskussionen über das Verbrenner-Aus in der EU", sagte Kai-Uwe Wollenhaupt, Chef des Europa-Geschäfts. Dadurch ist unklar, ob die Transformation der europäischen und deutschen Automobilbranche im geplanten Maße stattfinden wird.
Auch E-Autos betroffen
Doch nicht nur bei der Batterieherstellung läuft es hierzulande nicht so, wie chinesische Produzenten es aus ihrer Heimat kennen. Ähnlich sieht es auf dem Automarkt aus. So berichtet das Manager Magazin davon, dass Great Wall Motors (GWM) seine Europa-Zentrale in München schließt. Die großen Pläne für eine Expansion sind damit erst einmal erledigt.Rund hundert Angestellte von GWM Europa werden sich somit nun einen neuen Job suchen müssen. Das bedeutet nach Angaben des Unternehmens aber nicht, dass man den europäischen Markt komplett verlasse. Die Geschäfte werden aber erst einmal von China aus weitergeführt.
Zusammenfassung
- SVOLT stoppt den Bau seiner Batteriefertigung in Brandenburg
- Im Herbst 2022 übernahm SVOLT ein Werksgelände in Brandenburg
- Batteriezellen mit 16 Gigawattstunden Kapazität waren geplant
- Investitionen vor Ort können nun wahrscheinlich abgeschrieben werden
- Kein Fortschritt beim Bau des Batteriewerks im Saarland ohne Rechtssicherheit
- Wichtiges Kundenprojekt für SVOLT ist nicht zustande gekommen
- GWM schließt seine Europa-Zentrale in München
- Rund hundert Angestellte von GWM Europa müssen sich einen neuen Job suchen
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