Tests bisher falsch: E-Auto-Batterien halten deutlich länger als gedacht
Forscher glauben, dass Elektroauto-Batterien im Alltagsgebrauch deutlich länger halten als angenommen. Eine Studie zeigt: Bisherige Tests haben oft nicht viel mit der Realität zu tun, reale Nutzungsmuster können die Lebensdauer um bis zu ein Drittel verlängern.
Die wichtigste Erkenntnis: Tatsächlich wirken häufiges Beschleunigen, kurzes Bremsen und lange Standzeiten positiv auf die Batterielebensdauer. Entgegen früheren Annahmen korrelieren sogar kurze, starke Beschleunigungen mit einer langsameren Alterung.
Die Wissenschaftler um Onori tauchten für die Studie tief in die Welt der Lithium-Ionen-Batterien ein. Sie testeten 92 kommerzielle Zellen über zwei Jahre hinweg und simulierten dabei verschiedene Fahrprofile - von konstanter Entladung bis zu dynamischen Mustern, die echtes Fahrverhalten nachahmen. Das Ergebnis überraschte selbst die Experten: Je realistischer das Nutzungsprofil, desto länger hielt die Batterie.
Die Studie, veröffentlicht in Nature Energy, offenbart auch die Bedeutung der zeitbedingten Alterung. Bei Privatfahrzeugen, die einen überwiegenden Teil ihrer Lebenszeit parken (statistisch gesehen etwa 95 %), wird dieser Faktor wichtiger als die reine Zyklenzahl. "Für Verbraucher, die ihre EVs hauptsächlich für Alltagsfahrten nutzen, wird die Zeit zum vorherrschenden Alterungsfaktor gegenüber den Ladezyklen", erläutert Alexis Geslin, einer der Hauptautoren.
Siehe auch:
E-Auto-Batterien halten länger als gedacht
"Wir haben EV-Batterien bisher nicht auf die richtige Weise getestet", erklärt Simona Onori vom SLAC-Stanford Battery Center, einem gemeinsamen Zentrum des Precourt Institute for Energy der Stanford University und des SLAC National Accelerator Laboratory. Die üblichen Labortests mit konstanter Entladung spiegeln demnach nicht die Realität wider.Die wichtigste Erkenntnis: Tatsächlich wirken häufiges Beschleunigen, kurzes Bremsen und lange Standzeiten positiv auf die Batterielebensdauer. Entgegen früheren Annahmen korrelieren sogar kurze, starke Beschleunigungen mit einer langsameren Alterung.
Die Wissenschaftler um Onori tauchten für die Studie tief in die Welt der Lithium-Ionen-Batterien ein. Sie testeten 92 kommerzielle Zellen über zwei Jahre hinweg und simulierten dabei verschiedene Fahrprofile - von konstanter Entladung bis zu dynamischen Mustern, die echtes Fahrverhalten nachahmen. Das Ergebnis überraschte selbst die Experten: Je realistischer das Nutzungsprofil, desto länger hielt die Batterie.
Die Studie, veröffentlicht in Nature Energy, offenbart auch die Bedeutung der zeitbedingten Alterung. Bei Privatfahrzeugen, die einen überwiegenden Teil ihrer Lebenszeit parken (statistisch gesehen etwa 95 %), wird dieser Faktor wichtiger als die reine Zyklenzahl. "Für Verbraucher, die ihre EVs hauptsächlich für Alltagsfahrten nutzen, wird die Zeit zum vorherrschenden Alterungsfaktor gegenüber den Ladezyklen", erläutert Alexis Geslin, einer der Hauptautoren.
Forschung muss sich ändern
Die Erkenntnisse könnten die Entwicklung von E-Autos nachhaltig beeinflussen. Hersteller könnten ihre Batteriemanagement-Software optimieren, um die Lebensdauer unter realen Bedingungen zu maximieren. Für Verbraucher bedeutet dies potenziell mehrere Jahre zusätzlicher Nutzung, bevor ein teurer Batterietausch nötig wird. Die Forschung unterstreicht zudem die Notwendigkeit, bei der Entwicklung neuer Batteriechemien und -designs realistische Nutzungsprofile zu berücksichtigen.
Zusammenfassung
- Studie: E-Auto-Batterien halten im Alltag länger als bisher angenommen
- Bisherige Tests spiegeln reale Nutzungsmuster nicht korrekt wider
- Häufiges Beschleunigen und Bremsen wirken sich positiv auf die Batterie aus
- Zeitbedingte Alterung ist bei Privatfahrzeugen wichtiger als Zyklenzahl
- Erkenntnisse könnten Entwicklung von E-Autos nachhaltig beeinflussen
- Realistische Nutzungsprofile sollten bei der Batterieentwicklung berücksichtigt werden
Siehe auch:
- CATL startet Testproduktion: Feststoffbatterien ab 2027 in E-Autos?
- Batterien und E-Autos: Chinesische Hersteller schmeißen in Europa hin
- Erstes E-Auto mit lithiumfreier Natriumbatterie startet im Januar
- BGH: E-Auto-Batterien dürfen nicht per Fernzugriff stillgelegt werden
- ADAC-Pannenstatistik zu E-Autos: Zu über 50% liegt es an der Batterie
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