"Hat uns belogen": Wieso OpenAIs Sam Altman wirklich gefeuert wurde
Es war eine spektakuläre Aktion: Letzten Herbst wurde OpenAIs CEO Sam Altman erst gefeuert und schon Tage später wieder zurückgeholt. Neue Aussagen eines damaligen Vorstandsmitglieds werfen jetzt kein gutes Licht auf Altman und die Firma.
Neben Firmenmitbegründer Ilya Sutskever verlor auch Helen Toner ihre Rolle im Vorstand. Nun hat sie in einem Gespräch im Rahmen des Podcasts The Ted AI Show (via Engadget) zum ersten Mal über die Gründe für Altmans Entlassung gesprochen und dabei kein vorteilhaftes Bild des OpenAI-CEOs gezeichnet.
Auch im Hinblick auf Finanzielles soll es keine ehrliche Kommunikation gegeben haben. "Sam hat den Vorstand nicht darüber informiert, dass ihm der OpenAI-Startup-Fund gehört, obwohl er ständig behauptet hat, ein unabhängiges Vorstandsmitglied ohne finanzielles Interesse an dem Unternehmen zu sein", erzählt Toner.
Diese und andere Dinge hätten die Fähigkeit des Vorstandes, Altman zu vertrauen, massiv beschädigt. Schon im Oktober sei daher ernsthaft darüber gesprochen worden, ob man ihn entlassen müsse.
Als Reaktion auf den Podcast mit Toner veröffentlichte der momentane Vorstandsvorsitzende von OpenAI, Bret Taylor, ein Statement, in dem er mitteilte, man sei "enttäuscht, dass Frau Toner dieses Thema immer wieder aufgreift".
Siehe auch:
Vorstandsmitglied verrät Details
Es kam unerwartet und schnell: Letzten November wurde OpenAI-CEO Sam Altman vom Vorstand des KI-Unternehmens überraschend von seinen Aufgaben entbunden. Nach Protesten der Angestellten und mit Unterstützung vom Geschäftspartner Microsoft war er jedoch schon einige Tage später wieder im Sattel. In der Folge wurden mehrere Vorstandsmitglieder ausgetauscht, die sich gegen Sam Altman gestellt hatten.Neben Firmenmitbegründer Ilya Sutskever verlor auch Helen Toner ihre Rolle im Vorstand. Nun hat sie in einem Gespräch im Rahmen des Podcasts The Ted AI Show (via Engadget) zum ersten Mal über die Gründe für Altmans Entlassung gesprochen und dabei kein vorteilhaftes Bild des OpenAI-CEOs gezeichnet.
Kein Vertrauen mehr
So berichtet Toner, dass Altman bewusst Informationen zurückgehalten habe. "In einigen Fällen wurde der Vorstand regelrecht belogen", erzählte sie. So soll der CEO sie und ihre Kollegen nicht einmal über die Veröffentlichung von ChatGPT informiert haben. Der Vorstand habe davon über Twitter erfahren.Auch im Hinblick auf Finanzielles soll es keine ehrliche Kommunikation gegeben haben. "Sam hat den Vorstand nicht darüber informiert, dass ihm der OpenAI-Startup-Fund gehört, obwohl er ständig behauptet hat, ein unabhängiges Vorstandsmitglied ohne finanzielles Interesse an dem Unternehmen zu sein", erzählt Toner.
Diese und andere Dinge hätten die Fähigkeit des Vorstandes, Altman zu vertrauen, massiv beschädigt. Schon im Oktober sei daher ernsthaft darüber gesprochen worden, ob man ihn entlassen müsse.
Als Reaktion auf den Podcast mit Toner veröffentlichte der momentane Vorstandsvorsitzende von OpenAI, Bret Taylor, ein Statement, in dem er mitteilte, man sei "enttäuscht, dass Frau Toner dieses Thema immer wieder aufgreift".
OpenAI kommt nicht zur Ruhe
Die Aussagen von Helen Toner zur Entlassung von Altman stellen die nächste Kontroverse dar, in die OpenAI in den letzten Wochen verwickelt ist. So schlugen etwa die Kündigungen von Ilya Sutskever und John Leike und die resultierende Auflösung ihres kompletten Teams, das sich intern mit der Sicherheit der von OpenAI entwickelte Produkte befasste, hohe Wellen. Auch eine Auseinandersetzung mit Scarlett Johansson, die die Firma beschuldigte, ihre Stimme ohne Erlaubnis für ihre Produkte verwendet zu haben, sorgte für einige Negativschlagzeilen.
Zusammenfassung
- Sam Altman wurde im November überraschend von OpenAI entlassen
- Nach Protesten und Microsofts Unterstützung kehrte Altman schnell zurück
- Mehrere Vorstandsmitglieder, darunter Ilya Sutskever, wurden ausgetauscht
- Helen Toner kritisierte Altman in einem Podcast für seine Geheimhaltung
- Toner behauptete, Altman habe den Vorstand mehrfach belogen
- Finanzielles Interesse Altmans wurde dem Vorstand vorenthalten
- Bret Taylor äußerte Enttäuschung über Toners wiederholte Kritik
- Weitere Kontroversen um OpenAI betrafen Sicherheitsteams und Scarlett Johansson
Siehe auch:
- KI-Wettstreit: Der Unterschied zwischen OpenAI, Google und Microsoft
- Aktuelles in ChatGPT: OpenAI kann riesigen Content-Deal abschließen
- Dreist: OpenAI nutzt trotz Absage Scarlett Johanssons Stimme für die KI
- OpenAI: Sicherheit von KI ist weniger wichtig als "schicke Produkte"
- Trotz Microsofts Millioneninvest: OpenAI "priorisiert" MacOS
Thema:
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