Fluent Bit: Schwere Sicherheitslücke bei vielen Cloud-Anbietern entdeckt
Das Open-Source-Programm Fluent Bit wird unter anderem von allen großen Cloud-Anbietern wie AWS und Google genutzt. Bei der Protokollsoftware wurde jetzt eine kritische Schwachstelle entdeckt, die mehrere Angriffe erlaubt. Ein Update wird dringend empfohlen.
Die als "Linguistic Lumberjack" bezeichnete Sicherheitslücke mit der Kennung CVE-2024-4323 besteht bereits seit der am 19. Dezember 2022 veröffentlichten Version 2.0.7 von Fluent Bit.
Besonders kritisch ist die Lücke, da das Open-Source-Programm auf allen gängigen Plattformen wie Windows, Linux und MacOS verfügbar ist und von allen großen Cloud-Anbietern verwendet wird. Dazu gehören unter anderem Google, Amazon, Microsoft, VMware und Cisco. Fluent Bit wurde bisher über 13-Milliarden mal von DockerHub heruntergeladen.
Siehe auch:
Schwachstelle bei Fluent Bit
Sicherheitsforscher von Tenable haben eine kritische Sicherheitslücke in Fluent Bit entdeckt. Fluent Bit ist ein Protokollierungsprogramm, das in Cloud-Umgebungen eingesetzt wird und Daten sammelt und verarbeitet. Der eingebaute HTTP-Server hat jedoch eine Schwachstelle, die zu einem Denial-of-Service zur Offenlegung von Informationen oder zur Ausführung von Schadcode genutzt werden kann.Die als "Linguistic Lumberjack" bezeichnete Sicherheitslücke mit der Kennung CVE-2024-4323 besteht bereits seit der am 19. Dezember 2022 veröffentlichten Version 2.0.7 von Fluent Bit.
Unsichere API-Endpunkte
Angaben der Forscher zufolge werden während des Parsens eingehender Anfragen für die API-Endpunkte /api/v1/traces und /api/v1/trace die Datentypen von Eingabenamen vor dem Parsen nicht richtig validiert. Mit Werten im "inputs"-Array einer Anfrage, die keine String-Values sind, wie etwa Ganzzahlen, ist es möglich, eine Vielzahl von Speicherkorruptionsproblemen zu verursachen.Besonders kritisch ist die Lücke, da das Open-Source-Programm auf allen gängigen Plattformen wie Windows, Linux und MacOS verfügbar ist und von allen großen Cloud-Anbietern verwendet wird. Dazu gehören unter anderem Google, Amazon, Microsoft, VMware und Cisco. Fluent Bit wurde bisher über 13-Milliarden mal von DockerHub heruntergeladen.
Fix schon eingearbeitet
Die Sicherheitsforscher hatten die Schwachstelle bereits am 30. April an die Projektverantwortlichen berichtet. Eine Korrektur wurde am 15. Mai in den Hauptzweig des Projekts aufgenommen und ist auch im kommenden Update auf Version 3.0.4 enthalten.Empfohlene Maßnahmen
Wer die Software also in der eigenen Infrastruktur und Umgebung einsetzt, sollte so bald wie möglich auf die neueste Version aktualisieren. Wenn ein Update nicht möglich ist, wird von den Forschern empfohlen, "alle Konfigurationen in Ihrer Umgebung zu überprüfen, die den Zugriff auf die Monitoring-API von Fluent Bit erlauben, um sicherzustellen, dass nur autorisierte Benutzer und Dienste diese abfragen können". Wenn sie nicht genutzt werden, sollten die erwähnten Endpunkte zur Sicherheit deaktiviert werden.
Zusammenfassung
- Tenable-Forscher entdeckten kritische Lücke in Fluent Bit
- Schwachstelle betrifft API-Endpunkt
- Lücke ermöglicht Denial-of-Service oder Schadcode-Ausführung
- Sicherheitslücke CVE-2024-4323 seit Version 2.0.7 enthalten
- Eingehende Anfragen werden nicht richtig validiert
- Fluent Bit ist auf Windows, Linux und MacOS weitverbreitet
- Fix wurde am 15. Mai in Codebasis aufgenommen
- Schnellstmögliche Aktualisierung auf Version 3.0.4 wird empfohlen
- Konfigurationen sollten überprüft und Endpunkte eventuell deaktiviert werden
Siehe auch:
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