Wütende Fans: Kahlschlag im Gaming killt jetzt das nächste Kult-Spiel

Nach den fetten Corona-Jahren rollt durch die Gaming-Branche aktuell eine heftige Entlassungswelle. Jetzt wurde bekannt, dass Take-Two einige Studios ganz schließt. Vor allem die treuen Fans der ulkig ernsten Weltraumsimulation Kerbal Space Program sind sauer.
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Take-Two

Take-Two killt das Kerbal Space Program

Als Gamer muss man leider immer wieder miterleben, wie eigentlich erfolgreiche und bei den Fans beliebte Spiele-Serien durch wirtschaftliche Machenschaften zugrunde gerichtet werden. Jetzt hat der Publisher Take-Two dem unter Weltraumsimulations-Fans als Kult angesehenen Reihe Kerbal Space Program wohl den letzten Sargnagel verpasst.

Wie Bloomberg (Paywall) berichtet, will Take-Two rund 5 Prozent seiner rund 11.600 Beschäftigten loswerden. Eine der Maßnahmen: Man schließt unter anderem das Entwicklerstudio Intercept Games, das für die Entwicklung von Kerbal Space Program 2 verantwortlich war. Im Büro in Seattle werde demnach 70 Stellen gestrichen, das entspricht der gesamten Belegschaft des Studios.


Wer es glaubt: Es soll weiter Updates geben

Wie Alan Lewis, Vizepräsident für Kommunikation bei Take-Two, in einer Erklärung mitteilt, will das Unternehmen "keine weiteren Details" zu den Entlassungen bekannt geben. Der Manager betont aber, dass Kerbal Space Program 2 weiterhin Updates erhalten soll. Wie das nach der Entlassung aller Entwickler jetzt intern organisiert wird, ist nicht klar.

Den Aussagen des Publishers wollen viele Fans der Spielereihe aber nach den vergangenen Jahren und dem plötzlichen Ende des Studios nur noch wenig Glauben schenken. Wie viele empörte Kommentare unter anderem auf Steam zeigen, gehen viele Spieler davon aus, dass Take-Two den Titel jetzt vollständig aufgeben wird. "KSP2 ist jetzt Abandonware", so einer der wütenden Kommentare.

Schon die Entwicklung von Kerbal Space Program 2 war äußerst holprig. Take Two hatte die Rechte vor Jahren vom unabhängigen Studio Squad übernommen. Eigentlich sollte die Reihe vom Studio Star Theory fortgesetzt werden, das wurde von Take Two aber schnell in den Ruin getrieben. Daraufhin hatte der Publisher Intercept Games gegründet, das jetzt wiederum schließt. Bis heute gilt der erste Teil der Reihe als das "vollständigere" Spiel.

Zusammenfassung
  • Entlassungswelle in der Gaming-Branche betrifft auch Take Two
  • Take Two plant, 5 Prozent seiner Beschäftigten zu entlassen
  • Intercept Games, Entwickler von Kerbal Space Program 2, wird geschlossen
  • Trotz Entlassungen sollen Updates für Kerbal Space Program 2 "weitergehen"
  • Fans zweifeln an weiterer Unterstützung und befürchten das Ende des Spiels

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