Neue Simulationen: Ein neunter Planet wäre die beste Erklärung
Wissenschaftler wollen neue Hinweise dafür gefunden haben, dass sich in unserem Sonnensystem doch noch ein neunter Planet versteckt. Große Hoffnung setzt man auf ein neues Observatorium, mit dem man endlich auch an echte Beweise kommen kann.
Die Orbits dieser Objekte um die Sonne ist selten über längere Zeit stabil. Das liegt daran, dass die Objekte verschiedenen Gravitationseffekten ausgesetzt sind - diese reichen von der Anziehungskraft des Neptuns bis hin zu Sternen, die weit außerhalb unseres Sonnensystems ihre Bahnen ziehen. Jüngste Simulationen zeigen, dass mit den bekannten Gravitationsquellen eben nicht alle Bahn-Anomalien der TNOs erklärt werden können.
Am dichtesten kam man an das real bekannte Verhalten der Objekte heran, wenn man in die Simulation einen weiteren Planeten einbezog, der noch weit hinter dem Neptun anzusiedeln und deutlich größer als die Erde wäre. Die Forscher räumen in ihrem Paper ein, dass es auch andere mögliche Erklärungen gibt - inklusive der Spätfolgen eines Planeten, der bereits vor längerer Zeit aus dem Sonnensystem herausgeschleudert wurde. Trotzdem wäre ein neunter Planet aktuell die beste Erklärung.
Große Hoffnung legt man nun auf das Vera-C-Rubin-Observatorium, das aktuell im chilenischen Hochland gebaut wird. Dieses ist speziell dafür da, den Himmel regelmäßig abzutasten. Im Zuge dessen sollen auch die Bewegungen der TNOs deutlich besser erfasst werden, was letztlich die Grundlage für genauere Berechnungen bieten würde.
Siehe auch:
Jenseits des Neptuns
Astronomen des California Institute of Technology haben sich im Zuge neuer Simulationen mit den Bewegungen verschiedener transneptunischer Objekte (TNOs) beschäftigt. TNOs bezeichnet die zahlreichen Objekte, die sich hinter dem äußersten bekannten Planeten Neptun befinden - der bekannteste Vertreter ist der Zwergplanet Pluto.Die Orbits dieser Objekte um die Sonne ist selten über längere Zeit stabil. Das liegt daran, dass die Objekte verschiedenen Gravitationseffekten ausgesetzt sind - diese reichen von der Anziehungskraft des Neptuns bis hin zu Sternen, die weit außerhalb unseres Sonnensystems ihre Bahnen ziehen. Jüngste Simulationen zeigen, dass mit den bekannten Gravitationsquellen eben nicht alle Bahn-Anomalien der TNOs erklärt werden können.
Am dichtesten kam man an das real bekannte Verhalten der Objekte heran, wenn man in die Simulation einen weiteren Planeten einbezog, der noch weit hinter dem Neptun anzusiedeln und deutlich größer als die Erde wäre. Die Forscher räumen in ihrem Paper ein, dass es auch andere mögliche Erklärungen gibt - inklusive der Spätfolgen eines Planeten, der bereits vor längerer Zeit aus dem Sonnensystem herausgeschleudert wurde. Trotzdem wäre ein neunter Planet aktuell die beste Erklärung.
Hoffen auf Neubau
Dessen Existenz ist letztlich nicht völlig in an den Haaren herbeigezogen. Denn ein Objekt, das vielleicht noch deutlich hinter dem Pluto um die Sonne kreist, wäre weder im sichtbaren noch im Infrarotlicht leicht zu entdecken - selbst wenn man den Standort genau kennen würde. Denn so weit draußen gibt es kaum noch Licht der Sonne, das den Planeten beleuchten oder ihn gar erwärmen könnte.Große Hoffnung legt man nun auf das Vera-C-Rubin-Observatorium, das aktuell im chilenischen Hochland gebaut wird. Dieses ist speziell dafür da, den Himmel regelmäßig abzutasten. Im Zuge dessen sollen auch die Bewegungen der TNOs deutlich besser erfasst werden, was letztlich die Grundlage für genauere Berechnungen bieten würde.
Zusammenfassung
- Wissenschaftler vermuten einen neunten Planeten im Sonnensystem
- Neues Observatorium könnte Beweise für dessen Existenz liefern
- Astronomen analysierten Bewegungen transneptunischer Objekte (TNOs)
- Simulationen deuten auf unbekannte Gravitationsquellen hin
- Ein zusätzlicher großer Planet könnte Bahn-Anomalien erklären
- Vera-C-Rubin-Observatorium soll genauere Daten liefern
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