Mathematisch perfektes Planetensystem über Milliarden Jahre stabil
Bei der enormen Anzahl von Sonnensystemen ist mit einer enormen Vielfalt an Planetenkonfigurationen zu rechnen. Was die Astronomen der europäischen Raumfahrtbehörde ESA aber an einem Stern mit der Kennung HD110067 fanden, überraschte sie doch sehr.
In unserem Sonnensystem ziehen die Planeten auf mehr oder weniger zufälligen Orbits ihre Bahn. Im Laufe der Zeit nehmen sie dadurch alle möglichen Konstellationen ein. Nicht so bei HD110067. Die Zeit, die dort jeder Planet braucht, um die Sonne des Systems zu umkreisen, steht in einem präzisen Verhältnis zu den Bahnen der benachbarten Planeten - eine Eigenschaft, die im Weltraum selten ist, wie die Forscher im Journal Nature berichten.
"Es ist, als würde man ein Fossil betrachten", sagte Rafael Luque, Mitautor des Papers und Astronom an der Universität von Chicago. "Die Bahnen der Planeten sind heute noch dieselben wie vor einer Milliarde Jahren." Auch dies ist etwas Besonderes. Denn andere perfekt aufeinander abgestimmte Orbits gibt es meist nur für eine begrenzte Zeit bei weniger Planeten.
Das Sonnensystem in der neuen Studie befindet sich im Sternbild Coma Berenices (Haar der Berenike), und sein Stern hat einen Radius und eine Masse, die etwa 80 Prozent der Sonne entspricht. Die Radien der Planeten liegen zwischen dem 1,94- und 2,85-fachen der Erde und damit zwischen der Größe von Erde und Neptun. Die Forscher untersuchten das System anhand von Daten des Transiting Exoplanet Survey Satellite der NASA und des Characterizing Exoplanet Satellite (Cheops) der ESA.
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Sechs Planeten in perfekter Parade
In dem rund hundert Lichtjahre entfernten System hat man jetzt sechs Planeten identifiziert. Das Besondere daran: Die Himmelskörper haben sich auf Orbits um ihren Heimatstern positioniert, die dafür sorgen, dass sich alle in einem exakt synchronisierten Tanz um den Stern bewegen.In unserem Sonnensystem ziehen die Planeten auf mehr oder weniger zufälligen Orbits ihre Bahn. Im Laufe der Zeit nehmen sie dadurch alle möglichen Konstellationen ein. Nicht so bei HD110067. Die Zeit, die dort jeder Planet braucht, um die Sonne des Systems zu umkreisen, steht in einem präzisen Verhältnis zu den Bahnen der benachbarten Planeten - eine Eigenschaft, die im Weltraum selten ist, wie die Forscher im Journal Nature berichten.
"Es ist, als würde man ein Fossil betrachten", sagte Rafael Luque, Mitautor des Papers und Astronom an der Universität von Chicago. "Die Bahnen der Planeten sind heute noch dieselben wie vor einer Milliarde Jahren." Auch dies ist etwas Besonderes. Denn andere perfekt aufeinander abgestimmte Orbits gibt es meist nur für eine begrenzte Zeit bei weniger Planeten.
Störungsfreie Zeiten
Denn ein Sonnensystem ist zwar in der Regel in sich halbwegs geschlossen, da die Distanzen zwischen den Sternen recht groß sind. Es kommt über sehr lange Zeiträume aber doch mal vor, dass beispielsweise vagabundierende massereiche Objekte in der Nähe vorbeiziehen und die Gravitationswirkung zwischen den Planeten und ihrem Stern hinreichend stören, um über folgende Zeiträume Störungen in die Harmonie zu bringen.Das Sonnensystem in der neuen Studie befindet sich im Sternbild Coma Berenices (Haar der Berenike), und sein Stern hat einen Radius und eine Masse, die etwa 80 Prozent der Sonne entspricht. Die Radien der Planeten liegen zwischen dem 1,94- und 2,85-fachen der Erde und damit zwischen der Größe von Erde und Neptun. Die Forscher untersuchten das System anhand von Daten des Transiting Exoplanet Survey Satellite der NASA und des Characterizing Exoplanet Satellite (Cheops) der ESA.
Zusammenfassung
- Hundert Lichtjahre entferntes System HD110067 enthält sechs Planeten
- Planeten bewegen sich in synchronisiertem Tanz um ihren Stern
- Bahnen im System HD110067 sind seit Milliarden Jahren unverändert
- Seltene präzise Verhältnisse der Umlaufzeiten im System HD110067
- Störungen in Planetensystemen können durch massereiche Objekte entstehen
- Sternbild Coma Berenices beherbergt das untersuchte Sonnensystem
- Planetengrößen zwischen Erde und Neptun, Daten von TESS und Cheops genutzt
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