Microsoft: Russische Desinformations-Kampagnen laufen jetzt richtig an
Microsoft-Experten haben darauf hingewiesen, dass die bereits erwarteten Desinformations-Kampagnen aus Russland aktuell spürbar anlaufen. Sie kamen in diesem Jahr allerdings etwas später als in US-Wahljahren wie 2016 und 2020.
In dem nun veröffentlichten MTAC-Bericht heißt es allerdings, dass in Russland ansässige, staatlich gesponserte Hackergruppen und professionelle Troll-Armeen in den letzten Monaten ihre Fehlinformationsbemühungen zunehmend verstärkt haben. Ein Schwerpunkt liegt dabei weiterhin in der Verbreitung von Fake News über den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, durch die man hofft, das westliche Unterstützer-Lager zu spalten und das angegriffene Land von Unterstützung abzuschneiden.
Laut MTAC lassen sich auch bestimmte Muster festmachen, die immer wieder verfolgt werden: Eine Person gibt sich als Whistleblower oder Bürgerjournalist aus und verbreitet eine Geschichte auf einem eigens eingerichteten Videokanal. Das Video wird dann von einem scheinbar unabhängigen globalen Netzwerk von verdeckt verwalteten Websites verbreitet.
Die Versuche von Einflussnahmen beschränken sich natürlich nicht auf die USA. Auch in Europa versucht Russland vielfältig die Stimmung und die kommenden Wahlen zu beeinflussen. Das reicht von massiver Arbeit auf Social-Media-Kanälen bis dahin, dass Politiker in populistischen und rechtsextremen Parteien offenbar direkt aus Moskau bezahlt werden.
Siehe auch:
Oft die gleiche Masche
Nach Einschätzung des Microsoft Threat Analysis Centers (MTAC) begannen die Einflussnahme-Versuche Moskaus in diesem Jahr später, weil es in der Vorwahl-Saison keine nennenswerten Bewerber-Kämpfe gab. Bei den Demokraten stand ohnehin fest, dass der amtierende Präsident Joe Biden erneut antritt, während in der republikanischen Partei die gemäßigten Kräfte längst vom rechtspopulistischen Trump-Lager dominiert werden.In dem nun veröffentlichten MTAC-Bericht heißt es allerdings, dass in Russland ansässige, staatlich gesponserte Hackergruppen und professionelle Troll-Armeen in den letzten Monaten ihre Fehlinformationsbemühungen zunehmend verstärkt haben. Ein Schwerpunkt liegt dabei weiterhin in der Verbreitung von Fake News über den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, durch die man hofft, das westliche Unterstützer-Lager zu spalten und das angegriffene Land von Unterstützung abzuschneiden.
Laut MTAC lassen sich auch bestimmte Muster festmachen, die immer wieder verfolgt werden: Eine Person gibt sich als Whistleblower oder Bürgerjournalist aus und verbreitet eine Geschichte auf einem eigens eingerichteten Videokanal. Das Video wird dann von einem scheinbar unabhängigen globalen Netzwerk von verdeckt verwalteten Websites verbreitet.
Deepfakes zu kompliziert
Seit einiger Zeit gab es immer wieder Befürchtungen, dass KI-generierte Deepfake-Videos von Staatsoberhäuptern und Kandidaten zu einem Problem werden, da viele Menschen gar nicht mehr unterscheiden können, was echt und was Fälschung ist. Hier sieht das MTAC bisher aber keine nennenswerten Entwicklungen. Dies liegt vor allem daran, dass Deepfakes vergleichsweise aufwendig herzustellen sind. Einfachere Maßnahmen, wie das Einfügen des Logos einer echten, seriösen Nachrichtenorganisation in eine gefälschte Geschichte, hatten oft eine größere Wirkung und wurden daher bevorzugt.Die Versuche von Einflussnahmen beschränken sich natürlich nicht auf die USA. Auch in Europa versucht Russland vielfältig die Stimmung und die kommenden Wahlen zu beeinflussen. Das reicht von massiver Arbeit auf Social-Media-Kanälen bis dahin, dass Politiker in populistischen und rechtsextremen Parteien offenbar direkt aus Moskau bezahlt werden.
Zusammenfassung
- Desinformationskampagnen aus Russland nehmen zu
- Einflussnahme begann dieses Jahr später
- MTAC-Bericht: Zunahme russischer Fehlinformationen
- Fake News über Ukraine-Krieg zur Spaltung des Westens
- Muster: Falsche Whistleblower verbreiten Geschichten
- Deepfake-Videos bisher kein großes Problem
- Russland beeinflusst auch europäische Meinungen und Wahlen
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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