Balkonkraftwerke: In Zukunft deutlich weniger bürokratische Hürden
Die Registrierung eines Balkonkraftwerks wird ab nächster Woche deutlich unkomplizierter. In Zukunft müssen weniger Angaben gemacht werden und die Bundesnetzagentur nimmt Privatleuten zusätzliche Arbeit ab.
"Menschen sollen so leicht wie möglich bei der Energiewende mitmachen können. Balkonkraftwerke können nun schnell und unbürokratisch registriert werden. Künftig müssen Betreiber neben den Angaben zu ihrer Person nur noch fünf Angaben zu ihrem Balkonkraftwerk eintragen. Vorher waren es rund 20 Angaben. Diese Vereinfachungen sind eine erhebliche Entbürokratisierung bei der Registrierung."
Alle Registrierungen, Anmeldungen und Angaben zu Veränderungen sollen dann wie bisher über das Internetportal der MaStR erfolgen, das für Kraftwerksbetreiber unter www.marktstammdatenregister.de zu erreichen ist.
Siehe auch:
Unnötige Hürden für Balkonkraftwerke
Den eigenen Strom erzeugen. Für viele Mieter kann ein eigenes Balkonkraftwerk eine lohnende Investition darstellen. In der Vergangenheit fand bereits der Abbau einiger bürokratischer Hürden bei der Anmeldung und Zulassung der Anlagen statt. Doch der immer noch recht hohe Aufwand und die zum Teil unnötigen Hürden hielten viele Interessierte dennoch bis jetzt davon ab, Paneele auf ihrem Balkon zu installieren. Jetzt wird es aber deutlich unkomplizierter.Weniger Angaben notwendig
So teilt die Bundesnetzagentur auf ihrer Webseite mit, dass zum 1. April 2024 die Registrierung von Balkonkraftwerken im Marktstammdatenregister (MaStR) vereinfacht wird. Auch die Nutzerführung im System soll modernisiert werden. Dazu sagt Klaus Müller, der Präsident der Bundesnetzagentur:"Menschen sollen so leicht wie möglich bei der Energiewende mitmachen können. Balkonkraftwerke können nun schnell und unbürokratisch registriert werden. Künftig müssen Betreiber neben den Angaben zu ihrer Person nur noch fünf Angaben zu ihrem Balkonkraftwerk eintragen. Vorher waren es rund 20 Angaben. Diese Vereinfachungen sind eine erhebliche Entbürokratisierung bei der Registrierung."
Zusätzlich geplante Vereinfachungen
Außerdem berät der Bundestag gerade über eine neue Gesetzgebung, die den Ausbau der Solarinfrastruktur weiter beschleunigen könnte. So soll in Zukunft auch die Meldung des eines Kraftwerks durch den Besitzer nicht mehr erforderlich sein. Nach einer Registrierung der Anlage beim MaStR kümmert sich die Bundesnetzagentur dann automatisch darum, den zuständigen Netzbetreiber über die neu angeschlossene Photovoltaikanlage zu informieren.Regelrechter "Solarboom"
Allein letztes Jahr wurden 1,6 Millionen neue Stromerzeugungsanlagen errichtet und im MaStR registriert. Bei ungefähr 300.000 davon handelt es sich um Balkonkraftwerke. Das zeige laut Bundesnetzagentur, "dass die Energiewende in der breiten Bevölkerung angekommen ist". Durch die Vereinfachung der Registrierung soll der Weg für noch mehr Anlagen freigemacht werden, um die Energiewende weiter voranzutreiben.Alle Registrierungen, Anmeldungen und Angaben zu Veränderungen sollen dann wie bisher über das Internetportal der MaStR erfolgen, das für Kraftwerksbetreiber unter www.marktstammdatenregister.de zu erreichen ist.
Zusammenfassung
- Stromerzeugung auf dem Balkon für Mieter attraktiv
- Registrierung von Balkonkraftwerken wird einfacher
- Vereinfachungen bei Registrierung ab 1. April 2024
- Nur noch fünf statt rund 20 Angaben bei Registrierung erforderlich
- Bundestag debattiert über Gesetze für schnelleren Solar-Ausbau
- Bundesnetzagentur soll Netzbetreiber automatisch nach Registrierung informieren
Siehe auch:
- Balkonkraftwerke: Installationszahlen wachsen rasant weiter
- Solar-Ära: Ausbauziel schon erfüllt, Balkonsolar wird weiter erleichtert
- Balkonkraftwerke bis 2000 Watt: Solarpaket I im Kabinett verabschiedet
- Balkonkraftwerk mit 1.200 W und mehr: So geht es legal als Insel
- Betrug: Tausende Balkonkraftwerke bald ohne Zulassung? (Update 2)
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