Solar-Ära: Ausbauziel schon erfüllt, Balkonsolar wird weiter erleichtert
Was sich bereits abzeichnet, steht jetzt fest: Das Ziel für den Ausbau der Photovoltaik-Leistung in Deutschland wurde vorzeitig erreicht. Unter dessen unternimmt die Bundesregierung den nächsten Schritt, um die Nutzung der Sonnen-Energie zu vereinfachen.
Die Auftragsbücher der Anlagenbauer sind weiterhin prall gefüllt und es ist davon auszugehen, dass die Monteure auch für den Rest des Jahres an jedem Tag auf den Dächern und den Freiflächen aktiv sein werden, an denen das Wetter es zulässt. Entsprechend dürfte es kein Problem darstellen, deutlich in den zweistelligen Gigawatt-Bereich hineinzukommen.
Weniger gut läuft es hingegen beim beschleunigten Windkraft-Ausbau, wo es allerdings auch deutlich mehr zu tun gibt. Hier hinkt man aktuell noch um 25 Prozent hinter dem derzeitigen Soll-Wert her. Das liegt teils an den deutlich längeren Prozessen - von der Beantragung bis zum Bau einer Anlage können leicht Jahre vergehen. Aber auch die Arbeitsverweigerung im Bundesverkehrsministerium, wo tausende Transport-Anträge für die großen Rotorblätter auf Bearbeitung warten, behindert den Ausbau enorm.
Das bedeutet in der Praxis, dass Vermieter oder Eigentümergemeinschaften keine Zustimmung mehr geben müssen, damit die Installation von Balkonsolaranlagen erlaubt ist. Der Gesetzentwurf geht zu guten Teilen auch auf die Initiative einer Petition zurück, die von über 100.000 Menschen unterzeichnet wurde. Er geht jetzt in den Bundestag und kann im Grunde direkt nach einer parlamentarischen Abstimmung in Kraft treten.
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Schneller als Gedacht
Der Zubau von Solaranlagen geht bereits im ganzen Jahr wesentlich schneller voran, als man im Vorfeld erhofft hatte. Die Bundesregierung hatte sich zum Ziel gesetzt, das bundesweit 2023 mindestens 9 Gigawatt an installierter Leistung zugebaut werden. Diese Menge ist jetzt bereits Mitte September erreicht worden.Die Auftragsbücher der Anlagenbauer sind weiterhin prall gefüllt und es ist davon auszugehen, dass die Monteure auch für den Rest des Jahres an jedem Tag auf den Dächern und den Freiflächen aktiv sein werden, an denen das Wetter es zulässt. Entsprechend dürfte es kein Problem darstellen, deutlich in den zweistelligen Gigawatt-Bereich hineinzukommen.
Weniger gut läuft es hingegen beim beschleunigten Windkraft-Ausbau, wo es allerdings auch deutlich mehr zu tun gibt. Hier hinkt man aktuell noch um 25 Prozent hinter dem derzeitigen Soll-Wert her. Das liegt teils an den deutlich längeren Prozessen - von der Beantragung bis zum Bau einer Anlage können leicht Jahre vergehen. Aber auch die Arbeitsverweigerung im Bundesverkehrsministerium, wo tausende Transport-Anträge für die großen Rotorblätter auf Bearbeitung warten, behindert den Ausbau enorm.
Mieter gestärkt
Unter dessen hat die Bundesregierung jetzt den Gesetzentwurf beschlossen, der eine deutlich einfachere Nutzung von Balkonsolaranlagen ermöglichen soll. Das maßgeblich vom Bundesjustizministerium ausgearbeitete Papier sorgt im Grunde dafür, dass die Systeme rechtlich auf eine Stufe mit Telekommunikations-Anschlüssen oder Installationen für Menschen mit Behinderung gleichgestellt werden.Das bedeutet in der Praxis, dass Vermieter oder Eigentümergemeinschaften keine Zustimmung mehr geben müssen, damit die Installation von Balkonsolaranlagen erlaubt ist. Der Gesetzentwurf geht zu guten Teilen auch auf die Initiative einer Petition zurück, die von über 100.000 Menschen unterzeichnet wurde. Er geht jetzt in den Bundestag und kann im Grunde direkt nach einer parlamentarischen Abstimmung in Kraft treten.
Zusammenfassung
- Vorzeitige Erreichung des Ausbauziels für Photovoltaik-Leistung in Deutschland
- Bundesregierung plant Vereinfachung der Nutzung von Sonnenenergie
- Ziel von 9 Gigawatt installierter Leistung 2023 bereits Mitte September erreicht
- Ausbau von Windkraftanlagen hinkt um 25 Prozent hinter Soll-Wert
- Bundesregierung beschließt Gesetzentwurf zur Vereinfachung von Balkonsolaranlagen
- Keine Zustimmung von Vermietern oder Eigentümergemeinschaften mehr nötig
- Gesetzentwurf geht auf Initiative einer Petition von über 100.000 Menschen zurück
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