Meta erklärt: So funktioniert Integration anderer Dienste in WhatsApp
Seit heute gilt der Digital Markets Act (DMA) der EU, das Gesetz über digitale Märkte zwingt sechs Unternehmen zu einer Öffnung ihrer Dienste. Auch die Meta-Messenger sind betroffen und die Facebook-Mutter erklärte nun, wie genau das vonstattengehen wird.
Bei Microsoft betrifft das Windows 11, im Fall von Meta sind hiervon vor allem WhatsApp und der (Facebook) Messenger betroffen. Diese Kommunikationsanwendungen müssen nämlich Drittanbietern den Zugriff bzw. die Interoperabilität ermöglichen. Bisher war es allerdings nicht ganz klar, wie das ablaufen wird, denn es sind hierzu lediglich einige Bilder durchgesickert.
Nun hat sich aber Meta selbst dazu zu Wort gemeldet und erklärt in einem ausführlichen Blogbeitrag, wie das Ganze funktionieren wird: "Wir glauben, dass der beste Weg, Interoperabilität zu erreichen, eine Lösung ist, die auf der bestehenden Client/Server-Architektur von Meta aufbaut", schreibt die Facebook-Mutter.
Das Unternehmen betont, dass man die Sicherheit hier besonders ernstnehme, das war der Hauptgrund, warum Konkurrenten wie Signal und Threema bereits dankend abgelehnt haben: "Der von uns gewählte Ansatz zur Umsetzung der Interoperabilität ist der beste Weg, um die Anforderungen der DMA zu erfüllen und gleichzeitig einen praktikablen Ansatz für Drittanbieter zu schaffen, die daran interessiert sind, mit Meta interoperabel zu werden und die Sicherheit und den Datenschutz der Nutzer zu maximieren."
Technisch gesehen werden Apps, die mit WhatsApp und Messenger zusammenspielen wollen, auf das Signal-Protokoll zurückgreifen, denn dieses kommt in beiden Apps zur Verschlüsselung zum Einsatz. Was die Sicherheit betrifft, übernimmt Meta aber nur die Garantie für Nachrichten, die zwischen den eigenen Diensten bzw. Apps verschickt werden.
Verschickte Dateien bzw. Medien bleiben auf den Servern der jeweiligen Drittanbieter bzw. werden dort gehostet. WhatsApp oder Messenger laden sie dann über einen Meta-Proxyservice herunter.
Siehe auch:
Gesetz zwingt sechs "Gatekeeper" zur Öffnung
Das Gesetz über digitale Märkte sorgt bereits für einiges an Aufregung, dabei geht allerdings vor allem um Apple und die Weigerung des Konzerns, sich an den DMA in Sinne seiner Erfinder zu halten - meinen jedenfalls die Kritiker. Andere Unternehmen, darunter Microsoft und Meta, sind zwar sicherlich nicht glücklich über diese EU-Richtlinien, sie fügen sich aber und ändern ihre Produkte entsprechend.Bei Microsoft betrifft das Windows 11, im Fall von Meta sind hiervon vor allem WhatsApp und der (Facebook) Messenger betroffen. Diese Kommunikationsanwendungen müssen nämlich Drittanbietern den Zugriff bzw. die Interoperabilität ermöglichen. Bisher war es allerdings nicht ganz klar, wie das ablaufen wird, denn es sind hierzu lediglich einige Bilder durchgesickert.
Nun hat sich aber Meta selbst dazu zu Wort gemeldet und erklärt in einem ausführlichen Blogbeitrag, wie das Ganze funktionieren wird: "Wir glauben, dass der beste Weg, Interoperabilität zu erreichen, eine Lösung ist, die auf der bestehenden Client/Server-Architektur von Meta aufbaut", schreibt die Facebook-Mutter.
Das Unternehmen betont, dass man die Sicherheit hier besonders ernstnehme, das war der Hauptgrund, warum Konkurrenten wie Signal und Threema bereits dankend abgelehnt haben: "Der von uns gewählte Ansatz zur Umsetzung der Interoperabilität ist der beste Weg, um die Anforderungen der DMA zu erfüllen und gleichzeitig einen praktikablen Ansatz für Drittanbieter zu schaffen, die daran interessiert sind, mit Meta interoperabel zu werden und die Sicherheit und den Datenschutz der Nutzer zu maximieren."
Stufenweise Umstellung
Laut Meta arbeite man seit bereits zwei Jahren diesbezüglich mit der EU zusammen. Von heute auf morgen lässt sich die komplette Umstellung aber nicht vornehmen. Anfangs wird die Interoperabilität textbasierte Nachrichten und die Möglichkeit zum Austausch von Bildern, Sprachnotizen, Videos und anderen Dateien unterstützen. Erst später muss Meta Gruppenchats und Anrufe ermöglichen.Technisch gesehen werden Apps, die mit WhatsApp und Messenger zusammenspielen wollen, auf das Signal-Protokoll zurückgreifen, denn dieses kommt in beiden Apps zur Verschlüsselung zum Einsatz. Was die Sicherheit betrifft, übernimmt Meta aber nur die Garantie für Nachrichten, die zwischen den eigenen Diensten bzw. Apps verschickt werden.
Verschickte Dateien bzw. Medien bleiben auf den Servern der jeweiligen Drittanbieter bzw. werden dort gehostet. WhatsApp oder Messenger laden sie dann über einen Meta-Proxyservice herunter.
Zusammenfassung
- EU-Digital Markets Act (DMA) tritt in Kraft
- Meta-Messenger müssen Drittanbietern Zugriff gewähren
- Meta erklärt Umsetzung in Blogbeitrag
- Sicherheit bei Interoperabilität ist Meta wichtig
- Technische Umsetzung nutzt Signal-Protokoll
- Anfangs nur Textnachrichten und Dateienaustausch
- Meta garantiert Sicherheit nur für eigene Dienste
Siehe auch:
- WhatsApp: So wird die Integration von Drittanbieter-Chats aussehen
- Staatstrojaner-Hersteller muss seinen Code an WhatsApp übergeben
- WhatsApp muss sich öffnen, Konkurrenten haben aber kein Interesse
- WhatsApp bekommt neue erweiterte Textformatierungsoptionen
- WhatsApp-Privatsphäre: Profilbild-Screenshots werden bald geblockt
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