WhatsApp: So wird die Integration von Drittanbieter-Chats aussehen
Diese Woche läuft die Frist ab, die die Europäische Union sechs so genannten "Gatekeeper"-Unternehmen gesetzt hat, damit diese Anpassungen vornehmen, um ihre Apps und Angebote für Konkurrenten zu öffnen bzw. Abschottung zu beenden. Auch WhatsApp ist betroffen.
Auch Meta ist vom DMA betroffen, insbesondere in Bezug auf den Messenger WhatsApp. Denn dieser muss künftig Interoperabilität anbieten, das bedeutet, dass man Konkurrenten - theoretisch - den Zugang zu seiner Plattform ermöglichen muss. Vereinfacht gesagt soll es möglich sein, eine etwa via Signal verschickte Nachricht auch auf WhatsApp empfangen und lesen zu können - und umgekehrt.
Info-Screen für Drittanbieter-Apps ...
... und das Management externer Dienste
An dieser Stelle muss man aber anmerken, dass es für die WhatsApp-Konkurrenten keine Pflicht gibt, da mitzumachen. So haben auch bereits Signal und Threema erklärt, dass sie an einer technischen Verzahnung mit dem Meta-Messenger kein Interesse haben, weil das eine Aufweichung der eigenen Sicherheitsstandards zur Folge hätte.
Die Unterstützung für Drittanbieter-Chats kann man übrigens auch ausschalten, allerdings muss das vom Anwender durchgeführt werden. Anwender können dabei auch aus einer Liste wählen, welche Apps sie zulassen oder blockieren möchten. Ob WhatsApp es schafft, die Interoperabilität bis zum Stichtag am 6. März zu verteilen, wird sich erst zeigen, die Betas sind aber zumindest ein Hinweis darauf, dass das gelingen dürfte.
Siehe auch:
Gatekeeper müssen sich und ihre Angebote öffnen
Der Digital Markets Act (DMA) bzw. das Gesetz über digitale Märkte will erreichen, dass die großen IT-Konzerne ihre Dienste und Produkte öffnen. Beim Wie gibt es allerdings unterschiedliche Interpretationen, wie zuletzt auch die massive Kritik an Apple gezeigt hat. Denn die Kalifornier geben sich größte Mühe, dem Gesetzestext zu entsprechen, in der Praxis aber dennoch so wenig wie nur möglich ändern zu müssen.Auch Meta ist vom DMA betroffen, insbesondere in Bezug auf den Messenger WhatsApp. Denn dieser muss künftig Interoperabilität anbieten, das bedeutet, dass man Konkurrenten - theoretisch - den Zugang zu seiner Plattform ermöglichen muss. Vereinfacht gesagt soll es möglich sein, eine etwa via Signal verschickte Nachricht auch auf WhatsApp empfangen und lesen zu können - und umgekehrt.
Info-Screen für Drittanbieter-Apps ...
... und das Management externer Dienste
An dieser Stelle muss man aber anmerken, dass es für die WhatsApp-Konkurrenten keine Pflicht gibt, da mitzumachen. So haben auch bereits Signal und Threema erklärt, dass sie an einer technischen Verzahnung mit dem Meta-Messenger kein Interesse haben, weil das eine Aufweichung der eigenen Sicherheitsstandards zur Folge hätte.
WhatsApp-Betas zeigen Umsetzung
Für WhatsApp spielt das keine Rolle, wenn muss man sich schlichtweg öffnen. Und WABetaInfo hat nun in den jüngsten Betas 2.24.5.20 und 2.24.6.2 entdeckt, wie die Art der Umsetzung aussieht. Dabei ist zu sehen, wie ein solcher externer Chat markiert wird. Auf dem Screenshot von WABetaInfo ist übrigens Instagram zu sehen, das ist allerdings explizit nur ein Beispiel - denn der ebenfalls zu Meta gehörende Dienst wird in Bezug auf Interoperabilität nicht als Drittanbieter-App kategorisiert werden.Die Unterstützung für Drittanbieter-Chats kann man übrigens auch ausschalten, allerdings muss das vom Anwender durchgeführt werden. Anwender können dabei auch aus einer Liste wählen, welche Apps sie zulassen oder blockieren möchten. Ob WhatsApp es schafft, die Interoperabilität bis zum Stichtag am 6. März zu verteilen, wird sich erst zeigen, die Betas sind aber zumindest ein Hinweis darauf, dass das gelingen dürfte.
Zusammenfassung
- EU-Frist für "Gatekeeper"-Firmen zur Öffnung ihrer Apps naht
- WhatsApp muss laut DMA Interoperabilität mit Konkurrenten ermöglichen
- Apple versucht, DMA-Anforderungen minimal zu erfüllen
- Signal und Threema lehnen technische Verbindung mit WhatsApp ab
- WABetaInfo zeigt Markierung externer Chats in WhatsApp-Betas
- Nutzer können Drittanbieter-Chats in WhatsApp deaktivieren
- Unklar, ob WhatsApp bis 6. März vollständige Interoperabilität bietet
Siehe auch:
- Staatstrojaner-Hersteller muss seinen Code an WhatsApp übergeben
- WhatsApp muss sich öffnen, Konkurrenten haben aber kein Interesse
- WhatsApp bekommt neue erweiterte Textformatierungsoptionen
- WhatsApp-Privatsphäre: Profilbild-Screenshots werden bald geblockt
- WhatsApp: App-Farbe lässt sich bald komplett anpassen bzw. ändern
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