Y2K38 "Epochalypse":
Das Jahr 2000-Problem kehrt zurück
Vor zwei Jahren machte ein kurioser Fehler der Datums-Konvertierung Schlagzeilen, der u.a. dafür sorgte, das Microsoft Exchange Server weltweit keine E-Mails mehr zustellten. Forscher arbeiten daran, dass etwas Ähnliches nicht im Jahr 2038 passieren wird.
Der sogenannte Y2K38-Bug oder "Epochalypse" ist ebenfalls ein zeitbezogener Fehler und hängt damit zusammen, wie die Unix-Zeit auf 32-Bit-Betriebssystemen funktioniert, da sie in 32-Bit-Ganzzahlen gespeichert wird. Windows ist da keine Ausnahme, ist aber besonders gefährdet, da es viel größere Verbreitung als zum Beispiel bei Linux oder macOS gibt.
Der Entwickler und X-Nutzer Enderman zeigt nun, dass die Umstellung der Zeit auf das Jahr 2038 auf 32-Bit-Versionen von Windows (einschließlich Windows 10) einige Kernfunktionen unterbricht. Er zeigt das genauer in einem kurzen Video:
"Eine gute Erinnerung für Sie alle, sicherzustellen, dass Sie eine 64-Bit-Version von Windows verwenden", schrieb er dazu.
Wer sich schon zu Zeiten des Jahr-2000-Problems damit beschäftigt hat weiß, dass es viele Horrorszenarien über die Auswirkungen gab - und das man größere Probleme nur umgehen konnte, da Entwickler sich jahrelang mit dem Problem beschäftigten und mithilfe vieler Updates Abhilfe schafften. Für das Jahr 2038 wird nun etwas Ähnliches nötig werden - wenn bis dahin denn noch viele 32-Bit-Systeme genutzt werden.
Unter solchen Betriebssystemen werden Datumswerte in einer vorzeichenbehafteten 32-Bit-Ganzzahl gespeichert, die die Anzahl der Sekunden seit dem 1. Januar 1970 angibt. Das Problem besteht darin, dass die 32-Bit-Ganzzahl um ca. 0314 Uhr am 19. Januar 2038 "überläuft", wodurch die Systeme den Datumswert dann als 13. Dezember 1901 interpretieren werden.
Normale Windows-Nutzer werden sich keine großen Gedanken dazu machen müssen. Windows 11 arbeitet nur im 64-Bit-Modus, und die letzte noch unterstützte Ausgabe von Windows 10 (Windows 10 IoT Enterprise 2021) soll nach den aktuellen Plänen nur Support bis zum 13. Januar 2032 bekommen.
Siehe auch:
Y2K38-Bug oder "Epochalypse"
Bei X hat ein Nutzer an das Problem erinnert, das 32-Bit-Systeme im Jahr 2038 treffen könnte. Es handelt sich dabei um den "Nachfolger" des Jahr-2000-Problems, das in ähnlicher Form bereits 2010 und 2022 zum Tragen kam. Und es wird uns auch noch des Öfteren begegnen.Der sogenannte Y2K38-Bug oder "Epochalypse" ist ebenfalls ein zeitbezogener Fehler und hängt damit zusammen, wie die Unix-Zeit auf 32-Bit-Betriebssystemen funktioniert, da sie in 32-Bit-Ganzzahlen gespeichert wird. Windows ist da keine Ausnahme, ist aber besonders gefährdet, da es viel größere Verbreitung als zum Beispiel bei Linux oder macOS gibt.
Der Entwickler und X-Nutzer Enderman zeigt nun, dass die Umstellung der Zeit auf das Jahr 2038 auf 32-Bit-Versionen von Windows (einschließlich Windows 10) einige Kernfunktionen unterbricht. Er zeigt das genauer in einem kurzen Video:
"Eine gute Erinnerung für Sie alle, sicherzustellen, dass Sie eine 64-Bit-Version von Windows verwenden", schrieb er dazu.
Wer sich schon zu Zeiten des Jahr-2000-Problems damit beschäftigt hat weiß, dass es viele Horrorszenarien über die Auswirkungen gab - und das man größere Probleme nur umgehen konnte, da Entwickler sich jahrelang mit dem Problem beschäftigten und mithilfe vieler Updates Abhilfe schafften. Für das Jahr 2038 wird nun etwas Ähnliches nötig werden - wenn bis dahin denn noch viele 32-Bit-Systeme genutzt werden.
Die Unix-Epoche
Die Unix-Zeit, auch bekannt als POSIX-Zeit (Portable Operating System Interface), ist eine Zeitmessung, die die Anzahl der Sekunden zählt, die seit dem 1. Januar 1970 vergangen sind. Dieses Datum wird als Unix-Epoche bezeichnet, daher auch der Begriff "Epochalypse".Unter solchen Betriebssystemen werden Datumswerte in einer vorzeichenbehafteten 32-Bit-Ganzzahl gespeichert, die die Anzahl der Sekunden seit dem 1. Januar 1970 angibt. Das Problem besteht darin, dass die 32-Bit-Ganzzahl um ca. 0314 Uhr am 19. Januar 2038 "überläuft", wodurch die Systeme den Datumswert dann als 13. Dezember 1901 interpretieren werden.
Normale Windows-Nutzer werden sich keine großen Gedanken dazu machen müssen. Windows 11 arbeitet nur im 64-Bit-Modus, und die letzte noch unterstützte Ausgabe von Windows 10 (Windows 10 IoT Enterprise 2021) soll nach den aktuellen Plänen nur Support bis zum 13. Januar 2032 bekommen.
Zusammenfassung
- Datums-Konvertierungsfehler legte 2022 Exchange Server lahm
- Forscher befassen sich mit potenziellem 2038-Problem
- Y2K38-Bug bedroht 32-Bit-Systeme durch Unix-Zeit Limit
- Enderman warnt in Video vor Windows 32-Bit im Jahr 2038
- Jahr-2000-Problemlösung erforderte jahrelange Updates
- Unix-Epoche zählt Sekunden seit 01.01.1970
- Windows 11 nur im 64-Bit-Modus, Support bis 2032
Siehe auch:
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