Raspberry Pi als 5G-Mobilfunkanlage:
Verbesserte Version ist da

Vodafone hat auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona die nächste Generation einer kleinen 5G-Basisstation vorgestellt. Den Kern des Systems, das gemeinsam mit Lime Microsystems gebaut wird, bildet ein Raspberry Pi-System.
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Flexibler Einsatz

Mit dem kleinen Sendemodul sollen kleinere Unternehmen, Schulen und Universitäten, die nicht über große IT- und Technik-Abteilungen verfügen, schnell und einfach ein eigenes, sicheres 5G-Mobilfunknetz aufbauen können. Damit lässt sich dann beispielsweise vor Ort die Mobilfunk-Abdeckung erweitern, wenn das herkömmliche Netz ungenügend in Gebäudekomplexe hineinstrahlt. Lime Microsystems plant, die 5G-Lösung im ersten Halbjahr 2024 kommerziell zu vermarkten.

Vodafone hatte vor einem Jahr bereits eine erste Fassung des Systems gezeigt, die nun vorliegende zweite Generation ist aber in vielen Belangen verbessert worden. Neu ist unter anderem die Möglichkeit, die 5G-Basisstation aus der Ferne einzurichten und zu warten. Wer die Lösung nutzen möchte, benötigt somit keine speziellen Kenntnisse mehr - ein Vodafone-Techniker kann sich zuschalten und die Inbetriebnahme übernehmen. Kleines 5G-Modul Vodafones Zudem ist das Gerät nun modular aufgebaut und kann optional mit einem Akku betrieben werden, der einen Betrieb von bis zu zehn Stunden ermöglicht. Damit kann beispielsweise in einem Krisengebiet kurzerhand ein 5G-Netz aufgespannt werden, über das dann etwa Drohnen gesteuert oder die Kommunikation von Rettungskräften verbessert werden kann.

Auch für Privatkunden

Grundsätzlich soll es auch möglich sein, das System als Privatkunde zu erwerben. Es könnte dann schlecht versorgte Ecken mit 5G-Mobilfunk ausleuchten - etwa eine Einliegerwohnung im Keller des Hauses.

Über die Preise wurden bisher allerdings noch keine Angaben gemacht. Wie aus Unternehmenskreisen zu erfahren war, will man mit dem Gerät unter der Marke von tausend Euro bleiben - um wie viel, wird sich erst zeigen müssen.
Zusammenfassung
  • Vodafone präsentiert neue 5G-Basisstation
  • Raspberry Pi-System als Kern des Produkts
  • Einfacher Aufbau von 5G-Netzen für kleinere Einrichtungen
  • Zweite Gerätegeneration mit Fernwartung
  • Modularer Aufbau und optionale Akkunutzung
  • Privatkunden könnten schlechte Netzabdeckung verbessern
  • Preis unter tausend Euro angepeilt

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