Kein iPhone ohne Qualcomm:
Apple-Plan für 5G-Modems geht nicht auf
Apple hat wohl weiterhin Probleme damit, eigene 5G-Modems zu entwickeln. Dies legt der Umstand nahe, dass Qualcomm nach eigenen Angaben bis mindestens 2027 seine Modems für das iPhone und andere Apple-Produkte liefern soll, wie das Unternehmen jetzt bekannt gab.
Wie Qualcomm-Chef Christiano Amon im Zuge der gestern erfolgten Bekanntgabe der jüngsten Geschäftszahlen des Modemherstellers verlauten ließ, konnte man jüngst die Verlängerung einer Reihe von wichtigen Lizenzabkommen verzeichnen. Apple habe als wichtigster Kunde in diesem Bereich von seiner Option Gebrauch gemacht, das bestehende Patent-Lizenzabkommen mit Qualcomm für zwei weitere Jahre zu verlängern.
Apple selbst äußert sich grundsätzlich nicht zu den möglichen Schwierigkeiten bei der Entwicklung eigener 5G-Modems. Die Chips von Qualcomm ermöglichen eine hervorragende Performance, doch dürften sich durch ihre Verwendung anstelle von direkt im SoC integrierten Lösungen im Bereich der Energieeffizienz ergeben. Aus diesem Grund und weil Apple seine Abhängigkeit von externen Zulieferern reduzieren will, arbeitet der iPhone-Hersteller schon seit geraumer Zeit an eigenen Modems.
Bereits 2019 hatte man Intels 5G-Sparte übernommen, doch gab es seitdem laut Insidern immer wieder massive Probleme bei der Arbeit an den Apple-eigenen 5G-Modems für iPhone & Co. Unter anderem war zwischenzeitlich davon die Rede, dass Apple bei seinem Modem-Projekt einen vollständigen Neustart vollzogen hat. Qualcomm erwartet unterdessen aber durchaus weiterhin, dass Apple zu einem in diesem Fall nicht näher spezifizierten Zeitpunkt beginnen wird, eigene 5G-Modems einzusetzen. Siehe auch:
- Apple kämpft mit der Entwicklung eigener 5G-Modems
- Qualcomm liefert bis mindestens 2027 Modems an Apple
- Apple verlängerte das Lizenzabkommen mit Qualcomm
- Marktbeobachter erwarteten Wechsel zu Apple-Modems bis 2025
- Apples Geräte nutzen separate Modem-Chips
- Apple strebt Unabhängigkeit von externen Zulieferern an
- Apple übernahm Intels 5G-Sparte, doch Probleme persistieren
Erst 2024, dann 2025, jetzt 2027
Apple werkelt schon seit vielen Jahren an eigenen 5G-Modems und hat dafür sogar vor geraumer Zeit die entsprechende Produktsparte von Intel übernommen. Die Entwicklung kommt aber offensichtlich nicht wie erhofft voran, denn Qualcomm meldete jetzt, dass Apple die Termine für die Lieferung von 5G-Modems des US-Chipgiganten erneut verlängert hat.Wie Qualcomm-Chef Christiano Amon im Zuge der gestern erfolgten Bekanntgabe der jüngsten Geschäftszahlen des Modemherstellers verlauten ließ, konnte man jüngst die Verlängerung einer Reihe von wichtigen Lizenzabkommen verzeichnen. Apple habe als wichtigster Kunde in diesem Bereich von seiner Option Gebrauch gemacht, das bestehende Patent-Lizenzabkommen mit Qualcomm für zwei weitere Jahre zu verlängern.
Neuer Vertrag läuft bis mindestens März 2027
Amon zufolge bedeutet dies, dass Qualcomm noch bis mindestens März 2027 seine Modem-Technologien an Apple liefert. Eigentlich waren Marktbeobachter zuletzt davon ausgegangen, dass Apple die 5G-Modems für seine iPhones, Tablets und andere Produkte nur noch bis 2025 von Qualcomm beziehen würde. Anders als bei den meisten anderen Smartphones, nutzen Apples Geräte noch immer separate Modem-Chips, die getrennt vom eigentlichen SoC verbaut werden.Apple selbst äußert sich grundsätzlich nicht zu den möglichen Schwierigkeiten bei der Entwicklung eigener 5G-Modems. Die Chips von Qualcomm ermöglichen eine hervorragende Performance, doch dürften sich durch ihre Verwendung anstelle von direkt im SoC integrierten Lösungen im Bereich der Energieeffizienz ergeben. Aus diesem Grund und weil Apple seine Abhängigkeit von externen Zulieferern reduzieren will, arbeitet der iPhone-Hersteller schon seit geraumer Zeit an eigenen Modems.
Bereits 2019 hatte man Intels 5G-Sparte übernommen, doch gab es seitdem laut Insidern immer wieder massive Probleme bei der Arbeit an den Apple-eigenen 5G-Modems für iPhone & Co. Unter anderem war zwischenzeitlich davon die Rede, dass Apple bei seinem Modem-Projekt einen vollständigen Neustart vollzogen hat. Qualcomm erwartet unterdessen aber durchaus weiterhin, dass Apple zu einem in diesem Fall nicht näher spezifizierten Zeitpunkt beginnen wird, eigene 5G-Modems einzusetzen. Siehe auch:
- Apple hat sich bei der 5G-Modem-Entwicklung völlig überschätzt
- Apple: Milliardenschwerer Vertrag deutet auf eigene 5G-Modems hin
- Qualcomm-Chef rechnet mit Apple-eigenem Modem im iPhone 16
- Qualcomm macht weiter Kasse: iPhone auch 2023 ohne Apple 5G-Modem
- iPhone & Co: Apple-eigenes 5G-Modem scheitert an Qualcomm-Patenten
Thema:
Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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