Gericht: Stromversorger muss Kryptominer nicht zwangsweise beliefern
Wer ein Mining-Zentrum für Kryptowährungen aufbaut, kann sich nicht zwingend darauf verlassen, mit preiswertem Strom versorgt zu werden. Eine Firma, die die Belieferung vor Gericht einklagen wollte, ist mit ihrem Ansinnen gescheitert.
Das Energieunternehmen wäre für den Zweck eigentlich besonders gut geeignet, da es seine Kunden mit relativ preiswertem Strom aus 31 Wasserkraftwerken in der Provinz British Columbia beliefert. Der Versorger lehnte es aber ab, auf den Liefervertrag einzugehen und berief sich auf eine Regelung der kanadischen Regierung aus dem Dezember 2022, die grundsätzlich das Recht einräumte, Kryptominer aus der Belieferung auszuschließen - das ist bei anderen Unternehmen normalerweise nicht so einfach möglich.
Christopher O'Riley, Chef von B.C. Hydro, hatte dem Gericht in einer eidesstattlichen Erklärung mitgeteilt, dass die von Conifex geplanten Datenzentren 2,5 Millionen Megawattstunden Strom pro Jahr verbraucht hätten. Das sei genug, um mehr als 570.000 Wohnungen mit Strom zu versorgen und zu heizen.
Die kanadische Regierung hatte ihre Regelung auch damit begründet, dass die Mining-Farmen eine Menge Strom verbrauchen, während sie kaum einen Beitrag zur lokalen Wertschöpfung beitragen und auch kaum Arbeitsplätze schaffen. Das Gericht stellte sich mit seinem Urteil nun hinter die Sichtweise von Regierung und Versorger, dass solch ein Geschäftsbereich gegenüber anderen Interessen nachrangig behandelt werden dürfe.
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Wasserkraft wäre günstig
Der Fall ereignete sich in Kanada. Dort kam das Forstwirtschaftsunternehmen Conifex Timber auf die Idee, mit dem Mining von Kryptowährungen die Einnahmen aufzubessern. Dafür wurde extra ein Rechenzentrum eingerichtet, das größere Mengen Strom benötigt, den man wiederum vom lokalen Versorger B.C. Hydro beziehen wollte, berichtet die Nachrichtenagentur The Canadian Press.Das Energieunternehmen wäre für den Zweck eigentlich besonders gut geeignet, da es seine Kunden mit relativ preiswertem Strom aus 31 Wasserkraftwerken in der Provinz British Columbia beliefert. Der Versorger lehnte es aber ab, auf den Liefervertrag einzugehen und berief sich auf eine Regelung der kanadischen Regierung aus dem Dezember 2022, die grundsätzlich das Recht einräumte, Kryptominer aus der Belieferung auszuschließen - das ist bei anderen Unternehmen normalerweise nicht so einfach möglich.
Christopher O'Riley, Chef von B.C. Hydro, hatte dem Gericht in einer eidesstattlichen Erklärung mitgeteilt, dass die von Conifex geplanten Datenzentren 2,5 Millionen Megawattstunden Strom pro Jahr verbraucht hätten. Das sei genug, um mehr als 570.000 Wohnungen mit Strom zu versorgen und zu heizen.
Priorisierung möglich
Der Stromversorger hatte seine ablehnende Haltung unter anderem damit begründet, dass die zunehmende Verbreitung von Elektroautos und Wärmepumpen ohnehin bereits eine steigende Nachfrage verursachen würden. Die Versorgung der Bevölkerung in der Provinz habe hier schlicht eine höhere Priorität als der Wunsch eines Unternehmens, mit Kryptowährungen Einnahmen zu generieren.Die kanadische Regierung hatte ihre Regelung auch damit begründet, dass die Mining-Farmen eine Menge Strom verbrauchen, während sie kaum einen Beitrag zur lokalen Wertschöpfung beitragen und auch kaum Arbeitsplätze schaffen. Das Gericht stellte sich mit seinem Urteil nun hinter die Sichtweise von Regierung und Versorger, dass solch ein Geschäftsbereich gegenüber anderen Interessen nachrangig behandelt werden dürfe.
Zusammenfassung
- Mining-Firma scheitert mit Klage auf Stromlieferung
- Kanadische Firma Conifex wollte mit Krypto-Mining Einnahmen steigern
- Lokaler Stromversorger B.C. Hydro verweigerte Lieferung für Mining
- Regelung erlaubt Ausschluss von Kryptominern aus Stromversorgung
- Geplantes Rechenzentrum hätte 2,5 Mio. MWh/Jahr verbraucht
- Strombedarf entspricht Versorgung von über 570.000 Wohnungen
- Gericht bestätigt Vorrang der Versorgungssicherheit über Mining-Interessen
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