Viermal größer als LHC: CERN will bisher größten Beschleuniger bauen
Der Large Hadron Collider (LHC) am Kernforschungszentrum CERN war teuer, hat aber bahnbrechende Forschungsergebnisse geliefert. Jetzt planen die Verantwortlichen vor Ort den Bau eines noch größeren Systems zur Erkundung der kleinsten Teilchen.
Allerdings zeigt sich seitdem immer wieder, dass selbst der riesige LHC nicht ausreicht, um noch weitaus tiefer in die Geheimnisse der Elementarteilchen vorzudringen und insbesondere eine Ahnung davon zu entwickeln, was hinter den Thesen der Dunklen Materie oder der Dunklen Energie steckt, berichtet die BBC.
Daher gibt es bereits Pläne für einen weiteren Ausbau der Anlage. Der CERN-Rat hat die Machbarkeitsstudie hierfür jetzt überprüft und es sieht alles danach aus, als ob das Projekt weiter vorangetrieben wird. Zumindest steht jetzt die Entscheidung, das Vorhaben nicht als zu groß zu verwerfen, sondern die Planungen für eine konkrete Umsetzung - was Finanzierung und Bau beinhaltet - voranzutreiben.
"Wenn der FCC genehmigt wird, wäre er das leistungsstärkste Mikroskop, das je gebaut wurde, um die Naturgesetze in kleinsten Maßstäben und bei höchsten Energien zu untersuchen, mit dem Ziel, einige der offenen Fragen der heutigen Grundlagenphysik und unseres Verständnisses des Universums zu beantworten", erklärte Fabiola Gianotti, die Generaldirektorin des CERN.
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Planungen laufen
Der LHC besteht hauptsächlich aus einem ringförmigen Tunnel mit einer Länge von 27 Kilometern, in dem subatomare Teilchen auf nahezu Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden, um dann aufeinanderzutreffen. Die riesigen Messinstrumente, mit denen die Vorgänge währenddessen verfolgt werden können, sorgten unter anderem für den Nachweis des Higgs-Bosons, das Peter Higgs fast 50 Jahre zuvor theoretisch vorhergesagt hatte.Allerdings zeigt sich seitdem immer wieder, dass selbst der riesige LHC nicht ausreicht, um noch weitaus tiefer in die Geheimnisse der Elementarteilchen vorzudringen und insbesondere eine Ahnung davon zu entwickeln, was hinter den Thesen der Dunklen Materie oder der Dunklen Energie steckt, berichtet die BBC.
Daher gibt es bereits Pläne für einen weiteren Ausbau der Anlage. Der CERN-Rat hat die Machbarkeitsstudie hierfür jetzt überprüft und es sieht alles danach aus, als ob das Projekt weiter vorangetrieben wird. Zumindest steht jetzt die Entscheidung, das Vorhaben nicht als zu groß zu verwerfen, sondern die Planungen für eine konkrete Umsetzung - was Finanzierung und Bau beinhaltet - voranzutreiben.
Tiefer Tunnel
Bis der Future Circular Collider (FCC) aber wirklich mit seiner Forschungsarbeit beginnen kann, dürfte es noch dauern. Das Ziel besteht derzeit darin, die praktischen Bauarbeiten in den 2040er-Jahren umzusetzen. Bis dahin müssten umfangreiche Planungen und andere Vorbereitungen erfolgen. Denn der FCC wird mit einer Länge von 100 Kilometern über weite Strecken auf Land in der Schweiz und in Frankreich verlaufen, auf denen die Wissenschaftler aktuell kein Baurecht haben. Allerdings soll sich der Ringtunnel in 200 Metern Tiefe befinden, wo sein Bau wohl auch kaum jemanden stören dürfte."Wenn der FCC genehmigt wird, wäre er das leistungsstärkste Mikroskop, das je gebaut wurde, um die Naturgesetze in kleinsten Maßstäben und bei höchsten Energien zu untersuchen, mit dem Ziel, einige der offenen Fragen der heutigen Grundlagenphysik und unseres Verständnisses des Universums zu beantworten", erklärte Fabiola Gianotti, die Generaldirektorin des CERN.
Zusammenfassung
- LHC am CERN lieferte wichtige Ergebnisse
- Neues, größeres System zur Teilchenforschung geplant
- LHC mit 27 km langem Tunnel für Teilchenkollisionen
- Nachweis des Higgs-Bosons durch LHC bestätigt
- Dunkle Materie/Energie bleibt unerforscht
- CERN-Rat prüft Machbarkeitsstudie für FCC
- FCC soll 100 km lang sein, Bau in 2040ern geplant
- FCC-Tunnel geplant in 200 m Tiefe in CH und FR
- FCC könnte tiefere Einblicke in Naturgesetze geben
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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