Hochenergie-Kosmos: Deutsche revolutionieren Röntgenastronomie
Weit außerhalb des Bereichs der sichtbaren Wellenlängen strahlen hochenergetische Quellen im Universum Röntgenstrahlen aus. Ein deutsches Konsortium hat einen Katalog veröffentlicht, der unser Wissen über das Universum bei hohen Energien revolutioniert.
Ein genauer Blick zeigt dabei schnell, welche große Bedeutung die Veröffentlichung für das Feld der Astronomie hat. Der Katalog umfasst mehr Quellen, als in der rund 60-jährigen Geschichte der Röntgenastronomie bisher erfasst werden konnten. "Die Daten, die nun der weltweiten Wissenschaftsgemeinschaft zur Verfügung stehen, werden unser Wissen über das Universum bei hohen Energien revolutionieren", so das Max-Planck-Institut in seiner Meldung.
eRASS1 umfasst Daten zu mehr als 900.000 individuellen Röntgenquellen. Die breite Mehrheit davon sind supermassive schwarze Löcher in fernen Galaxien, also aktive galaktische Kerne. Davon zählen die Wissenschaftler rund 710.000. In unserer eigenen Milchstraße listet der Katalog rund 180.000 röntgen-strahlende Sterne. Dazu kommen weitere exotische Quellen wie Doppelsterne, Supernova-Überreste und Pulsare, die in diesen hohen Energiebereichen strahlen.
"Das sind überwältigende Zahlen für die Röntgenastronomie", so Andrea Merloni, leitender Wissenschaftler von eROSITA und Erstautor des eROSITA-Katalogs. "Wir haben in sechs Monaten mehr Quellen entdeckt als die großen Flaggschiff-Missionen XMM-Newton und Chandra in fast 25 Jahren."
Siehe auch:
eROSITA enthüllt: Unser Universum in Röntgenlicht
Es ist ein sehr spannendes Projekt unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik (MPE), das die Röntgenastronomie auf einen Schlag auf eine ganz neue Ebene hebt. Das deutsche eROSITA-Konsortium hat heute mit dem All-Sky Survey (eRASS1) den bisher größten Katalog von Röntgenquellen im Kosmos veröffentlicht.Ein genauer Blick zeigt dabei schnell, welche große Bedeutung die Veröffentlichung für das Feld der Astronomie hat. Der Katalog umfasst mehr Quellen, als in der rund 60-jährigen Geschichte der Röntgenastronomie bisher erfasst werden konnten. "Die Daten, die nun der weltweiten Wissenschaftsgemeinschaft zur Verfügung stehen, werden unser Wissen über das Universum bei hohen Energien revolutionieren", so das Max-Planck-Institut in seiner Meldung.
eRASS1 umfasst Daten zu mehr als 900.000 individuellen Röntgenquellen. Die breite Mehrheit davon sind supermassive schwarze Löcher in fernen Galaxien, also aktive galaktische Kerne. Davon zählen die Wissenschaftler rund 710.000. In unserer eigenen Milchstraße listet der Katalog rund 180.000 röntgen-strahlende Sterne. Dazu kommen weitere exotische Quellen wie Doppelsterne, Supernova-Überreste und Pulsare, die in diesen hohen Energiebereichen strahlen.
"Das sind überwältigende Zahlen für die Röntgenastronomie", so Andrea Merloni, leitender Wissenschaftler von eROSITA und Erstautor des eROSITA-Katalogs. "Wir haben in sechs Monaten mehr Quellen entdeckt als die großen Flaggschiff-Missionen XMM-Newton und Chandra in fast 25 Jahren."
Schon 250 Publikationen
Zeitgleich mit dem sogenannten "eROSITA-DE Data Release 1 (DR1)" hat das deutsche Konsortium fast 50 neue wissenschaftliche Publikationen bei Fachzeitschriften eingereicht. Schon vor der Veröffentlichung hatte der Katalog fast 200 Veröffentlichungen hervorgebracht. "Der Umfang der wissenschaftlichen Ergebnisse und die Bedeutung der Durchmusterung sind ziemlich überwältigend und lassen sich nur schwer in Worte fassen", sagt Mara Salvato, Sprecherin des deutschen eROSITA-Konsortiums.
Zusammenfassung
- Max-Planck-Institut führt spannendes Röntgenastronomie-Projekt
- eROSITA-Konsortium veröffentlicht bisher größten Röntgenquellen-Katalog
- Über 900.000 Röntgenquellen, darunter 710.000 schwarze Löcher
- 180.000 röntgen-strahlende Sterne in der Milchstraße erfasst
- Fast 50 neue Publikationen zeitgleich zum eROSITA-DE Data Release 1
Siehe auch:
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