Z-Library: Verlage überziehen Schattenbibliothek mit DMCA-Takedowns
Vor gut einem Jahr gelang Behörden ein Erfolg im Kampf gegen die Piraterie, da man die illegale Bibliothek Z-Library schließen konnte. Es gab auch Verhaftungen. Doch wieder einmal zeigte sich: Piraterie ist wie eine Hydra und lässt sich nicht einfach so schließen.
Denn nach wie vor kann man über die Z-Library 14 Millionen Bücher abrufen, damit ist diese illegale Bibliothek eine der größten ihrer Art. Im Zuge der ersten Verhaftungen im November 2022 gab es eine erste Welle an Domain-Beschlagnahmungen, in Frühjahr und Herbst des Vorjahres folgten dann weitere.
Doch effektiv waren diese wiederholten Aktionen nicht, Z-Library erholt sich davon jedes Mal in beeindruckender Geschwindigkeit. Wie TorrentFreak berichtet, liegt das zum Teil an speziellen Apps und Browser-Erweiterungen, die die "richtige" Seite sofort wieder finden. Auch klassische Suchmaschinen sind eine Hilfe, da auch diese in der Regel die jeweils aktive Domain finden. Letzterem wollen die Publisher aber ein Ende setzen, und zwar indem sie Google mit DMCA-Takedowns regelrecht überschwemmen.
TorrentFreak hat sich die Daten näher angesehen und herausgefunden, dass der Großteil der Takedowns im Zusammenhang mit Z-Library steht. Das lässt sich daraus schließen, dass alleine Hachette seit Herbst 2022 mehr als 30 Millionen Takedowns im Zusammenhang mit der illegalen Bibliothek verschickte. Der französische Verlag ist nur ein Beispiel unter vielen, denn beteiligt daran sind etliche Unternehmen aus der Buchbranche.
Ob diese Strategie erfolgreich ist, lässt sich derzeit nicht sagen. Zwar machen es solche Takedowns Piraten schwerer, eine Seite zu finden, ein echtes bzw. nachhaltiges Problem stellt das aber nicht dar.
Siehe auch:
Z-Library ist nicht zu stoppen
Die eigentlich für Z-Library hauptverantwortlichen Personen wurden verhaftet, dabei wurden auch diverse Domains beschlagnahmt und geschlossen. Zunächst sah es auch aus, als habe man den Betrieb der Bibliothek weitreichend und auch nachhaltig stören können, mittlerweile ist aber klar, dass sich kaum etwas getan hat.Denn nach wie vor kann man über die Z-Library 14 Millionen Bücher abrufen, damit ist diese illegale Bibliothek eine der größten ihrer Art. Im Zuge der ersten Verhaftungen im November 2022 gab es eine erste Welle an Domain-Beschlagnahmungen, in Frühjahr und Herbst des Vorjahres folgten dann weitere.
Doch effektiv waren diese wiederholten Aktionen nicht, Z-Library erholt sich davon jedes Mal in beeindruckender Geschwindigkeit. Wie TorrentFreak berichtet, liegt das zum Teil an speziellen Apps und Browser-Erweiterungen, die die "richtige" Seite sofort wieder finden. Auch klassische Suchmaschinen sind eine Hilfe, da auch diese in der Regel die jeweils aktive Domain finden. Letzterem wollen die Publisher aber ein Ende setzen, und zwar indem sie Google mit DMCA-Takedowns regelrecht überschwemmen.
Millionen Takedowns - pro Tag
Bereits länger ist bekannt, dass Verlage für den Großteil der Google-Takedowns verantwortlich sind. Und das sind nicht wenige, denn täglich erreichen die beliebteste Suchmaschine der Welt mehrere Millionen Anfragen, Inhalte herauszunehmen.TorrentFreak hat sich die Daten näher angesehen und herausgefunden, dass der Großteil der Takedowns im Zusammenhang mit Z-Library steht. Das lässt sich daraus schließen, dass alleine Hachette seit Herbst 2022 mehr als 30 Millionen Takedowns im Zusammenhang mit der illegalen Bibliothek verschickte. Der französische Verlag ist nur ein Beispiel unter vielen, denn beteiligt daran sind etliche Unternehmen aus der Buchbranche.
Ob diese Strategie erfolgreich ist, lässt sich derzeit nicht sagen. Zwar machen es solche Takedowns Piraten schwerer, eine Seite zu finden, ein echtes bzw. nachhaltiges Problem stellt das aber nicht dar.
Zusammenfassung
- Erfolg gegen Piraterie: Schließung der Z-Library und Verhaftungen
- Hauptverantwortliche der Z-Library wurden gefasst
- Z-Library bietet weiterhin 14 Millionen Bücher an
- Wiederholte Domain-Beschlagnahmungen ohne langfristigen Effekt
- Apps und Erweiterungen helfen Nutzern, Z-Library zu finden
- Verlage initiieren massenhaft DMCA-Takedowns bei Google
- Hachette allein mit über 30 Millionen Takedowns gegen Z-Library
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