Z-Library-Admins flüchten aus Hausarrest, um Auslieferung zu entgehen
2022 gelang US-Behörden ein Schlag gegen E-Book-Piraterie, denn man konnte die Schattenbibliothek Z-Library zumindest teilweise schließen und Verantwortliche verhaften. Die zwei Personen sollten an die USA ausgeliefert werden, doch dazu wird es vorerst nicht kommen.
Das zweite Problem: Die damals verhafteten Admins Anton N. und Walerija E. wurden nicht in den Vereinigten Staaten festgesetzt, sondern in Argentinien. Das russische Ehepaar wurden über einen Interpol-Haftbefehl kurz nach der Landung in Córdoba festgenommen.
Wie TorrentFreak berichtet, ordnete ein argentinischer Richter an, dass das Paar unter Hausarrest gestellt wird. In den USA lag gegen die beiden eine Anklage wegen Urheberrechtsverletzung, Betrug und Geldwäsche vor und man verlangte von den argentinischen Behörden eine Auslieferung. Gegen diese kämpfte das Ehepaar zuletzt und wies alle Anschuldigungen zurück.
Es folgte ein monatelanges juristisches Tauziehen um die Auslieferung in die USA und letztlich gewährte ein (zweiter) Richter das auch - dem ersten wurde Befangenheit und Bevorzugung von US-Interessen vorgeworfen.
Kurzum: Für N. und E. sah es also nicht besonders gut aus und die beiden reagierten auch: Sie suchten das Weite. Denn wie die Zeitung La Voz del Interior aus Justizquellen erfahren hat, sind die beiden Admins spurlos aus dem Hausarrest verschwunden. Daraufhin wurde ein internationaler Haftbefehl ausgeschrieben und auch wenn die argentinischen Behörden die Hoffnung haben, dass die Gesuchten noch im Land sind - allzu wahrscheinlich ist das allerdings nicht.
Siehe auch:
Z-Library war nur kurz offline
Der Fall Z-Library sorgte vor etwa eineinhalb Jahren für Aufsehen, da es US-Behörden gelang, zahlreiche Domains der größten Repository für Piraterie-Bücher zu beschlagnahmen und auch Drahtzieher verhaften zu lassen. Die Probleme dabei: Wirklich nachhaltig war das nicht, denn wie bei einer mythologischen Hydra wachsen für jeden abgeschlagenen Kopf zwei neue nach - und so ist es nach wie vor ohne großen Aufwand möglich, die Z-Library oder einen Mirror zu finden.Das zweite Problem: Die damals verhafteten Admins Anton N. und Walerija E. wurden nicht in den Vereinigten Staaten festgesetzt, sondern in Argentinien. Das russische Ehepaar wurden über einen Interpol-Haftbefehl kurz nach der Landung in Córdoba festgenommen.
Wie TorrentFreak berichtet, ordnete ein argentinischer Richter an, dass das Paar unter Hausarrest gestellt wird. In den USA lag gegen die beiden eine Anklage wegen Urheberrechtsverletzung, Betrug und Geldwäsche vor und man verlangte von den argentinischen Behörden eine Auslieferung. Gegen diese kämpfte das Ehepaar zuletzt und wies alle Anschuldigungen zurück.
Es folgte ein monatelanges juristisches Tauziehen um die Auslieferung in die USA und letztlich gewährte ein (zweiter) Richter das auch - dem ersten wurde Befangenheit und Bevorzugung von US-Interessen vorgeworfen.
Kurzum: Für N. und E. sah es also nicht besonders gut aus und die beiden reagierten auch: Sie suchten das Weite. Denn wie die Zeitung La Voz del Interior aus Justizquellen erfahren hat, sind die beiden Admins spurlos aus dem Hausarrest verschwunden. Daraufhin wurde ein internationaler Haftbefehl ausgeschrieben und auch wenn die argentinischen Behörden die Hoffnung haben, dass die Gesuchten noch im Land sind - allzu wahrscheinlich ist das allerdings nicht.
Zusammenfassung
- US-Behörden gelang 2022 ein Schlag gegen E-Book-Piraterie
- Z-Library wurde teilweise geschlossen, Verantwortliche verhaftet
- Verhaftete Admins Anton N. und Walerija E. in Argentinien gefasst
- Argentinischer Richter ordnete Hausarrest für das Paar an
- USA forderten Auslieferung wegen Urheberrechtsverletzung
- Juristisches Tauziehen um Auslieferung endete mit Flucht
- Admins aus Hausarrest verschwunden, internationaler Haftbefehl ausgestellt
Siehe auch:
- Z-Library nicht kleinzubekommen: Neue Beschlagnahmungen durch FBI
- Z-Library: Verlage überziehen Schattenbibliothek mit DMCA-Takedowns
- E-Book-Piraterie: Z-Library jetzt auch nicht mehr via Tor erreichbar (Update)
- E-Book-Piraterie via Z-Library: Erste Verantwortliche verhaftet
- Z-Library: US-Behörden gelingt großer Schlag gegen E-Book-Piraterie
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