Amnesty bestätigt Apple Warnung:
Staatstrojaner Pegasus im Einsatz
Apple hatte vor wenigen Wochen eine Warnung ausgesprochen, für die es von der indischen Regierung viel Kritik gab: Dabei erklärte der Konzern, man befürchte, dass indische Journalisten und Oppositionelle von staatlich geförderten Angriffen betroffen sein könnten.
Die indische Regierung rund um Premierminister Narendra Modi zweifelte daraufhin öffentlich die Erkenntnisse von Apple an und bestand auf einer eigenständigen Untersuchung der Gerätesicherheit. Indien hat dann allerdings öffentlich nicht mehr viel dazu gesagt und die Verwendung des Pegasus-Tools weder bestätigt noch dementiert.
Nun gibt es neue Vorwürfe der gemeinnützigen Organisation Amnesty International. Laut deren Bericht wurde die invasive Pegasus-Spionagesoftware der NSO Group auf den iPhones prominenter Journalisten in Indien gefunden - das verleiht nun Apples früheren Warnungen mehr Glaubwürdigkeit.
"Unsere neuesten Erkenntnisse zeigen, dass Journalisten in Indien zunehmend von rechtswidriger Überwachung bedroht sind, nur weil sie ihre Arbeit machen, neben anderen Mitteln der Unterdrückung wie Inhaftierung nach drakonischen Gesetzen, Verleumdungskampagnen, Belästigung und Einschüchterung", heißt es dazu in einem Blogbeitrag von Amnesty International.
Die Washington Post berichtete, dass Apple von hochrangigen Vertretern der Modi-Regierung bedrängt wurde, die Warnungen zu überdenken und sich für eine Abmilderung einzusetzen - auch, um "politische Auswirkungen der Warnungen" einzugrenzen.
Der von Indien aufgebaute Druck beunruhigte die Apple-Führungskräfte in Kalifornien, erzielte aber nur begrenzte Ergebnisse, so die Washington Post.
Siehe auch:
Apple warnte direkt vor Spionagetools
Es gab einige konkrete Hinweise, und zwar für den Einsatz der berüchtigten Pegasus-Spionagetools. Apple hatte daraufhin rund zwei Dutzend Personen direkt gewarnt, dass sie möglicherweise ausspioniert werden und neue Sicherheitsupdates herausgegeben.Die indische Regierung rund um Premierminister Narendra Modi zweifelte daraufhin öffentlich die Erkenntnisse von Apple an und bestand auf einer eigenständigen Untersuchung der Gerätesicherheit. Indien hat dann allerdings öffentlich nicht mehr viel dazu gesagt und die Verwendung des Pegasus-Tools weder bestätigt noch dementiert.
Nun gibt es neue Vorwürfe der gemeinnützigen Organisation Amnesty International. Laut deren Bericht wurde die invasive Pegasus-Spionagesoftware der NSO Group auf den iPhones prominenter Journalisten in Indien gefunden - das verleiht nun Apples früheren Warnungen mehr Glaubwürdigkeit.
"Unsere neuesten Erkenntnisse zeigen, dass Journalisten in Indien zunehmend von rechtswidriger Überwachung bedroht sind, nur weil sie ihre Arbeit machen, neben anderen Mitteln der Unterdrückung wie Inhaftierung nach drakonischen Gesetzen, Verleumdungskampagnen, Belästigung und Einschüchterung", heißt es dazu in einem Blogbeitrag von Amnesty International.
Druck auf Apple aufgebaut
"Trotz wiederholter Enthüllungen gibt es einen beschämenden Mangel an Rechenschaft über den Einsatz von Pegasus-Spionagesoftware in Indien, was das Gefühl der Straflosigkeit bei diesen Menschenrechtsverletzungen nur noch verstärkt."Die Washington Post berichtete, dass Apple von hochrangigen Vertretern der Modi-Regierung bedrängt wurde, die Warnungen zu überdenken und sich für eine Abmilderung einzusetzen - auch, um "politische Auswirkungen der Warnungen" einzugrenzen.
Der von Indien aufgebaute Druck beunruhigte die Apple-Führungskräfte in Kalifornien, erzielte aber nur begrenzte Ergebnisse, so die Washington Post.
Zusammenfassung
- Apple warnte vor Angriffen auf indische Journalisten
- Indische Regierung kritisiert Apples Warnungen
- Apple informierte Betroffene über Pegasus-Spionage
- Amnesty International bestätigt Einsatz von Pegasus
- Indische Regierung äußerte sich nicht zu Pegasus-Nutzung
- Apple von Modi-Regierung unter Druck gesetzt
- Apple-Führung trotz Drucks nur begrenzt nachgiebig
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