Intel will mit Gaudi3-Chips gegen Nvidia und AMD angehen
Auch Intel will das gigantische Geschäft mit der Neu-Ausstattung ganzer Datenzentren nicht einfach Nvidia überlassen. Dessen H100 und Ableger sollen ab dem kommenden Jahr mit dem neuen Gaudi3-Chip in ihre Schranken gewiesen werden.
Für letzteren ist der Schritt in den Bereich allerdings deutlich größer. Denn die KI-Chips beruhen auf GPU-Technologien, in denen Nvidia und AMD tiefgehende Erfahrungen haben, während Intel gerade erst eigene Kompetenzen aufbaut. Wie der Name Gaudi3 zeigt, beginnt aber auch Intel nicht bei Null. Der Konzern baut Gaudi-Chips bereits seit 2019, als der Chip-Entwickler Habana Labs übernommen wurde, aus dessen Schmiede die Technologie stammte.
"Wir haben die Aufregung um die generative KI, den Star der Show im Jahr 2023, gesehen", sagte Intel-CEO Pat Gelsinger auf einer Veranstaltung in New York, auf der er Gaudi3 und andere Chips für KI-Anwendungen ankündigte. "Wir glauben, dass der KI-PC der Star der Show im kommenden Jahr sein wird", fügte Gelsinger hinzu. Und hier werden Intels neue Core Ultra Prozessoren, die ebenfalls am Donnerstag angekündigt wurden, ins Spiel kommen.
Klar ist, dass die Sache für Intel kein Selbstläufer wird. Denn mit dem bereits verfügbaren Gaudi2 konnte sich das Unternehmen noch keinen nennenswerten Anteil an dem Markt sichern. Hier dominieren eben die Nvidia-Produkte mit dem H100 im Mittelpunkt. Parallel zum Gaudi3 wird auch der MI300X von AMD kommen, dessen Hersteller im Geschäft mit Business-Kunden ebenfalls gerade einen Lauf hat.
Siehe auch:
- Intel tritt gegen Nvidia mit Gaudi3-Chip an
- Nvidia dominiert mit H100-Chips im KI-Training
- AMD und Intel wollen Marktanteile gewinnen
- Intels KI-Chips basieren auf übernommener Technologie
- Gelsinger sieht KI-PC als kommenden Star
- Intel äußert sich nicht zu Gaudi3-Leistung und Preis
- Intel muss sich gegen starke Konkurrenz durchsetzen
Attacke auf Nvidia
Nvidia ist aktuell der eine große Anbieter von hochspezialisierten Chips für das Training von KI-Modellen. Die H100-Module gehen dabei zu tausenden mit Stückpreisen um die 40.000 Dollar über den Tisch und bescheren dem Hersteller aktuell Traum-Ergebnisse. Die Konkurrenz will nun aber endlich auch einen Teil vom Kuchen abhaben und nach AMD drängt nun auch Intel in diesen Markt.Für letzteren ist der Schritt in den Bereich allerdings deutlich größer. Denn die KI-Chips beruhen auf GPU-Technologien, in denen Nvidia und AMD tiefgehende Erfahrungen haben, während Intel gerade erst eigene Kompetenzen aufbaut. Wie der Name Gaudi3 zeigt, beginnt aber auch Intel nicht bei Null. Der Konzern baut Gaudi-Chips bereits seit 2019, als der Chip-Entwickler Habana Labs übernommen wurde, aus dessen Schmiede die Technologie stammte.
"Wir haben die Aufregung um die generative KI, den Star der Show im Jahr 2023, gesehen", sagte Intel-CEO Pat Gelsinger auf einer Veranstaltung in New York, auf der er Gaudi3 und andere Chips für KI-Anwendungen ankündigte. "Wir glauben, dass der KI-PC der Star der Show im kommenden Jahr sein wird", fügte Gelsinger hinzu. Und hier werden Intels neue Core Ultra Prozessoren, die ebenfalls am Donnerstag angekündigt wurden, ins Spiel kommen.
Wenig Details
In dem Datacenter-Geschäft, in dem die richtig großen Gelder zu finden sind, kann man aber eben auch nicht außenvor bleiben. Dieses soll eben mit den Gaudi3-Chips bedient werden. Allerdings machte Intel noch keine genaueren Angaben zu den Leistungsdaten und den Preisen des kommenden Produkts. Entsprechend lässt sich wenig dazu sagen, wie konkurrenzfähig das Produkt sein wird.Klar ist, dass die Sache für Intel kein Selbstläufer wird. Denn mit dem bereits verfügbaren Gaudi2 konnte sich das Unternehmen noch keinen nennenswerten Anteil an dem Markt sichern. Hier dominieren eben die Nvidia-Produkte mit dem H100 im Mittelpunkt. Parallel zum Gaudi3 wird auch der MI300X von AMD kommen, dessen Hersteller im Geschäft mit Business-Kunden ebenfalls gerade einen Lauf hat.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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