Musk kann es nicht schlimmer machen? Doch, jetzt kommt "Pizzagate"
Erst kürzlich hatte Elon Musk durch seine Zustimmung zu einem antisemitischen Beitrag einen Exodus an Werbern ausgelöst. Doch wer nun denkt, dass der X-Chef sich nun in Zurückhaltung übt, der irrt. Im Gegenteil: Musk schlittert immer weiter in rechte Verschwörungen.
So hat er vor Kurzem einen offen antisemitischen Tweet zum Nahostkonflikt kommentiert und diesem zugestimmt, dieser war mitverantwortlich dafür, dass zahlreiche Werbepartner ihre Anzeigen auf Twitter bzw. X pausiert haben. Doch von Einsicht ist bei Elon Musk keine Spur, denn der X-Chef hat gestern nachgelegt, und zwar ordentlich.
Denn er postete ein (mittlerweile wieder von ihm gelöschtes) Meme, das eine wilde und völlig an den Haaren herbeigezogene rechte Verschwörungserzählung von 2016 aus dem QAnon-Vorfeld bzw. 4Chan-Umfeld aufgreift, nämlich das sogenannte Pizzagate. Dabei wird behauptet, dass aus dem Keller einer Pizzeria in Washington DC heraus ein Kinderpornoring betrieben wird, an dem mehrere prominente demokratische Politiker, allen voran Hillary Clinton, beteiligt sein sollen.
Und genau diese Spinnerei hat nun Elon Musk seinen mehr als 164 Millionen Followern in die Timeline gespült. Denn Musk teilte ein auf der Serie The Office basierendes Meme, das Beweise gegen das Pizzagate und Kritiker dieser Verschwörungserzählung zu diskretisieren versucht und behauptet, dass ein "Experte" der Kritiker selbst wegen Kinderpornografie verhaftet wurde. Denn in einem zweiten Post verlinkte Musk einen Artikel, wonach ein zuvor für ABC News tätiger Journalist namens James Gordon Meek sich des Besitzes von Kinderpornografie schuldig bekannt hat.
Laut Washington Post hat Meek das Thema Pizzagate ein einziges Mal erwähnt, und zwar in einem Artikel von 2017 über russische Desinformation. Von einem Experten kann also keine Rede sein. Das könnte oder dürfte auch eine fahrlässige beziehungsweise bewusste Verwechslung sein, da es auch einen gleichnamigen britischen Journalisten namens James Meek gibt, der Pizzagate (kurz) in einem Artikel über Verschwörungen erwähnt hat.
Man kann nur darüber spekulieren, warum er sich wie ein gelangweilter rechter Troll benimmt und nicht wie der Besitzer eines Netzwerks, das schon jetzt enorme Probleme hat, schwarze Zahlen zu erreichen. Werbekunden wird Musk auf diese Weise wohl nicht zurückgewinnen.
Siehe auch:
Posts, die regelrecht Geld verbrennen
Twitter steckt schon seit einer Weile in finanziellen Schwierigkeiten, genau genommen hatte es der Kurznachrichtendienst schon immer schwer, Geld zu verdienen. Mit seiner Übernahme hat Elon Musk einen radikalen Sparkurs vorgegeben und auch zahlreiche Mitarbeiter entlassen, mit einigen wenigen Tweets macht er alle Bemühungen zunichte und verbrennt auf diese Weise regelrecht Geld.So hat er vor Kurzem einen offen antisemitischen Tweet zum Nahostkonflikt kommentiert und diesem zugestimmt, dieser war mitverantwortlich dafür, dass zahlreiche Werbepartner ihre Anzeigen auf Twitter bzw. X pausiert haben. Doch von Einsicht ist bei Elon Musk keine Spur, denn der X-Chef hat gestern nachgelegt, und zwar ordentlich.
Denn er postete ein (mittlerweile wieder von ihm gelöschtes) Meme, das eine wilde und völlig an den Haaren herbeigezogene rechte Verschwörungserzählung von 2016 aus dem QAnon-Vorfeld bzw. 4Chan-Umfeld aufgreift, nämlich das sogenannte Pizzagate. Dabei wird behauptet, dass aus dem Keller einer Pizzeria in Washington DC heraus ein Kinderpornoring betrieben wird, an dem mehrere prominente demokratische Politiker, allen voran Hillary Clinton, beteiligt sein sollen.
Und genau diese Spinnerei hat nun Elon Musk seinen mehr als 164 Millionen Followern in die Timeline gespült. Denn Musk teilte ein auf der Serie The Office basierendes Meme, das Beweise gegen das Pizzagate und Kritiker dieser Verschwörungserzählung zu diskretisieren versucht und behauptet, dass ein "Experte" der Kritiker selbst wegen Kinderpornografie verhaftet wurde. Denn in einem zweiten Post verlinkte Musk einen Artikel, wonach ein zuvor für ABC News tätiger Journalist namens James Gordon Meek sich des Besitzes von Kinderpornografie schuldig bekannt hat.
Laut Washington Post hat Meek das Thema Pizzagate ein einziges Mal erwähnt, und zwar in einem Artikel von 2017 über russische Desinformation. Von einem Experten kann also keine Rede sein. Das könnte oder dürfte auch eine fahrlässige beziehungsweise bewusste Verwechslung sein, da es auch einen gleichnamigen britischen Journalisten namens James Meek gibt, der Pizzagate (kurz) in einem Artikel über Verschwörungen erwähnt hat.
Man kann nur darüber spekulieren, warum er sich wie ein gelangweilter rechter Troll benimmt und nicht wie der Besitzer eines Netzwerks, das schon jetzt enorme Probleme hat, schwarze Zahlen zu erreichen. Werbekunden wird Musk auf diese Weise wohl nicht zurückgewinnen.
Zusammenfassung
- Twitter/X finanziell angeschlagen, Musk setzt auf radikalen Sparkurs
- Musk stimmt antisemitischem Tweet zu, Werbepartner pausieren Anzeigen
- Musk postet und löscht Meme über Pizzagate-Verschwörung
- Musk verbreitet falsche Behauptungen über Journalisten und Pizzagate
- Keine Einsicht bei Musk, trotz negativer Folgen für Twitter
Siehe auch:
- Starship: Musk kündigt neue Version an - der Name ist aber suboptimal
- Mars-Rennen: Bezos könnte Musk überholen, NASA wählt Blue Origin
- Werbe-Exodus bei Twitter/X: So teuer wird die Hetze von Musk
- Werber-Exodus bei Twitter/X: Jetzt hat Musk ein echtes Problem
- Schweden bestreikt Tesla: Ein ganzes Land verbündet sich gegen Musk
Thema:
Teslas Aktienkurs unter Elon
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