Samsung-Chef Lee drohen erneut bis zu fünf Jahre Haft
Dem Chef des koreanischen Riesenkonzerns Samsung droht erneut Haft. Weil im Rahmen einer 2015 durchgeführten Zusammenlegung von mehreren Konzernteilen betrogen worden sein soll, könnte Lee Jae-Yong wieder ins Gefängnis kommen. Er war erst letztes Jahr frei gekommen.
Lee und seine Mitangeklagten sollen im Zusammenhang mit der bereits 2015 erfolgten Verschmelzung von zwei großen Firmen des Samsung-Konglomerats für Bilanzfälschung und die Manipulation von Aktienkursen mitverantwortlich sein. Das Strafverfahren läuft schon seit drei Jahren, war also schon anhängig, als Samsung-Chef Lee noch wegen einer anderen Strafe in Haft war.
Mit den Tricks rund um die Übernahme von Cheil Industries sollen sich Lee und seine Familie letztlich noch größere Kontrolle über Samsung Electronics verschafft haben, die wichtigste Firma der Samsung-Gruppe. Lee war erst im letzten Jahr frühzeitig aus der Haft entlassen worden, nachdem er zuvor zu einer dreieinhalbjährigen Gefängnisstrafe verurteilt wurde.
Hauptgrund dieser Strafe war, dass man ihm und anderen Beteiligten nachgewiesen hatte, dass sie Bestechungsgelder an Politiker gezahlt hatten. Im aktuellen Verfahren gegen den Samsung-Chef geht es nun hauptsächlich um weitere Vorwürfe. Lee soll außerdem eine Geldstrafe in Höhe von umgerechnet gut 380.000 Euro zahlen. Eine Entscheidung in dem Verfahren wird im Januar 2024 erwartet.
Siehe auch:
- Samsung-Chef Lee droht wieder Haft
- Vorwurf: Betrug bei Konzernfusion 2015
- Haftstrafen bis fünf Jahre möglich
- Bilanzfälschung und Kursmanipulation
- Lee bereits wegen Bestechung verurteilt
- Ziel: Mehr Kontrolle über Samsung Electronics
- Entscheidung im Verfahren für Januar 2024 erwartet
Betrug und Bilanzmanipulation als Vorwurf
Samsung-Erbe Lee Jae-yong droht erneut Ärger mit der südkoreanischen Justiz. Ihm und einigen ranghohen Managern von Samsung drohen aufgrund weiter bestehender Vorwürfe der koreanischen Staatsanwaltschaft wegen angeblichen Betrugs Haftstrafen von bis zu fünf Jahren, berichtet die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap.Lee und seine Mitangeklagten sollen im Zusammenhang mit der bereits 2015 erfolgten Verschmelzung von zwei großen Firmen des Samsung-Konglomerats für Bilanzfälschung und die Manipulation von Aktienkursen mitverantwortlich sein. Das Strafverfahren läuft schon seit drei Jahren, war also schon anhängig, als Samsung-Chef Lee noch wegen einer anderen Strafe in Haft war.
Lee & Co sollen Aktienkurse beeinflusst haben
Lee wird unter anderem vorgeworfen, bei der Übernahme der Samsung-Tochter Cheil Industries durch einen anderen Konzernteil namens Samsung C&T dafür gesorgt zu haben, dass die Aktien anderer Teilhaber stark an Wert verloren. Dadurch soll er seine Aufsichtspflicht verletzt haben. Außerdem geht es um die Manipulation der Firma Samsung BioLogics, die ebenfalls Teil des Familienimperiums ist.Mit den Tricks rund um die Übernahme von Cheil Industries sollen sich Lee und seine Familie letztlich noch größere Kontrolle über Samsung Electronics verschafft haben, die wichtigste Firma der Samsung-Gruppe. Lee war erst im letzten Jahr frühzeitig aus der Haft entlassen worden, nachdem er zuvor zu einer dreieinhalbjährigen Gefängnisstrafe verurteilt wurde.
Hauptgrund dieser Strafe war, dass man ihm und anderen Beteiligten nachgewiesen hatte, dass sie Bestechungsgelder an Politiker gezahlt hatten. Im aktuellen Verfahren gegen den Samsung-Chef geht es nun hauptsächlich um weitere Vorwürfe. Lee soll außerdem eine Geldstrafe in Höhe von umgerechnet gut 380.000 Euro zahlen. Eine Entscheidung in dem Verfahren wird im Januar 2024 erwartet.
Siehe auch:
- Samsung hat einen neuen Chef: Verurteilter Erbe übernimmt Führung
- Samsung-Chef offiziell begnadigt: Nachsicht als Wirtschaftsförderung
- Samsung-Chef Lee: Jetzt auch noch ein Urteil wegen Drogenkonsums
- Samsung-Chef frisch aus dem Gefängnis: Alle Zeichen auf Wachstum
- Bestechung: Samsung-Chef Lee erneut zu 30 Monaten Haft verurteilt
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Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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