Vodafone: Strafe, weil schon wieder Verträge untergeschoben wurden

Die Fälle, in denen Nutzern Verträge mit dem Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­ons­kon­zern Vodafone untergeschoben werden, reißen nicht ab. Jetzt wurde dem Unternehmen vom Gericht ein Ordnungsgeld aufgedrückt, um die Achtung geltender Urteile durchzusetzen.
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Urteil missachtet

Das Landgericht München reagierte auf einen Antrag der Verbraucherzentrale Hamburg und entschied, dass Vodafone eine Summe von 10.000 Euro zu zahlen habe. Es ging hier um zwei Fälle, in denen es bereits gerichtliche Entscheidungen gab, nach denen es Vodafone untersagt wurde, den Abschluss eines Vertrags zu bestätigen, ohne dass eine entsprechende Bestellung vorliegt.

"Dieses Ordnungsgeld sendet eine deutliche Botschaft an Vodafone: Verbraucherinnen und Verbrauchern dürfen nicht an der Nase herumgeführt werden", sagt Julia Rehberg von der Verbraucherzentrale Hamburg. Konkret ging es um die unautorisierte Bestätigung von Verträgen über die Produkte "Red Internet & Phone Cable" und "Vodafone Sicherheitspaket", obwohl die Kunden überhaupt keine Bestellung aufgegeben hatten.


In der Vergangenheit kam es schon häufig vor, dass die Verbraucherschützer sich damit beschäftigen mussten, dass Nutzern Verträge untergeschoben werden sollten. Wie es genau dazu kommt, ist unklar. Vermuten lässt sich hier allerdings, dass schwarze Schafe in der Kundenberatung Provisionen für Vertragsabschlüsse mitnehmen wollen und es dagegen keine hinreichenden Sicherungen gibt.

Kein Einzelfall

Einige Fälle dieser Art sind auch schon vor Gericht verhandelt worden. Vodafone habe nach Angaben der Verbraucherzentrale bereits elfmal gegen ein Urteil des Landgerichts München verstoßen, das dem Konzern ein solches Vorgehen untersagte.

"Angesichts der Wiederholungsfälle gehen wir davon aus, dass zukünftig höhere Strafsummen fällig werden. Vodafone muss diese unseriösen Geschäftspraktiken endlich abstellen", so Rehberg. Das Gericht habe die Möglichkeit, bis zu 250.000 Euro pro Verstoß zu verhängen.

Zusammenfassung
  • Vodafone wegen unautorisiert abgeschlossener Verträge bestraft
  • Landgericht München verhängt 10.000 Euro Strafe
  • Verbraucherzentrale Hamburg erzwang Ordnungsgeld
  • Unautorisierte Vertragsbestätigungen beanstandet
  • Vodafone begeht inzwischen 11-fachen Verstoß gegen Gerichtsurteil
  • Verbraucherschützer kritisieren wiederholte Fälle
  • Höhere Strafen bis 250.000 Euro angedroht

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