Rekordtief: So viel Energie spart Deutschland in diesem Jahr ein
Der Energieverbrauch sinkt in Deutschland in diesem Jahr voraussichtlich auf einen neuen Tiefstand. Das liegt einerseits daran, dass Teile der Wirtschaft sich in einer Flaute befinden, aber auch Einsparungen in vielen Bereichen recht erfolgreich umgesetzt werden.
Der Wert entspricht einer Menge von 2996 Terawattstunden. Der bisher höchste Energieverbrauch wurde in Deutschland im Jahr 1990 verzeichnet. Damals wurden noch 14.905 Petajoule benötigt. Seitdem wurden vor allem durch die Steigerung der Energieeffizienz bei vielen Anwendungen eine Einsparung um 28 Prozent erreicht.
Energiemix in Deutschland 1.-3. Quartal 2023 (Vorjahreszeitraum in Klammern)
Ein Faktor bei den diesjährigen Einsparungen ist die wirtschaftliche Leistung, die nach aktuellen Prognosen um 0,5 Prozent im Jahresvergleich zurückgehen wird. Insbesondere energieintensive Industriezweige verzeichnen Produktionsrückgänge, was spürbare Auswirkungen auf den Energieverbrauch hat, hieß es.
Einen verbrauchssteigernden Effekt hatten die Migrationsbewegungen der vergangenen Zeit. Die Einwohnerzahl Deutschlands ist netto um deutlich mehr als eine Million Menschen angewachsen, wobei der größte Zuzug durch den Krieg in der Ukraine ausgelöst wurde. Das hat den Energieverbrauch in diesem Jahr um rund 200 Petajoule steigen lassen.
Siehe auch:
Langfristiger Trend
Hochrechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen auf Basis aktueller Daten kommen zu dem Ergebnis, dass in diesem Jahr 10.784 Petajoule Energie verbraucht werden - dies umfasst sowohl Strom als auch fossile Brennstoffe, die in Motoren und Heizsystemen verfeuert werden. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Rückgang um rund 8 Prozent.Der Wert entspricht einer Menge von 2996 Terawattstunden. Der bisher höchste Energieverbrauch wurde in Deutschland im Jahr 1990 verzeichnet. Damals wurden noch 14.905 Petajoule benötigt. Seitdem wurden vor allem durch die Steigerung der Energieeffizienz bei vielen Anwendungen eine Einsparung um 28 Prozent erreicht.
Energiemix in Deutschland 1.-3. Quartal 2023 (Vorjahreszeitraum in Klammern)
Ein Faktor bei den diesjährigen Einsparungen ist die wirtschaftliche Leistung, die nach aktuellen Prognosen um 0,5 Prozent im Jahresvergleich zurückgehen wird. Insbesondere energieintensive Industriezweige verzeichnen Produktionsrückgänge, was spürbare Auswirkungen auf den Energieverbrauch hat, hieß es.
Weniger heizen
Hinzu kommt aber auch, dass die relativ warme Witterung den Heizbedarf reduzierte. Vornehmlich im diesjährigen Herbst mussten viele Verbraucher ihre Heizungen deutlich später anwerfen als in so manchem zurückliegenden Jahr. Aber auch die Preise spielen weiterhin eine Rolle. So sind die Importpreise seit dem letzten Jahr zwar wieder deutlich gefallen, sie liegen in den Bestandsverträgen aber oft noch über dem Niveau des Jahres 2021.Einen verbrauchssteigernden Effekt hatten die Migrationsbewegungen der vergangenen Zeit. Die Einwohnerzahl Deutschlands ist netto um deutlich mehr als eine Million Menschen angewachsen, wobei der größte Zuzug durch den Krieg in der Ukraine ausgelöst wurde. Das hat den Energieverbrauch in diesem Jahr um rund 200 Petajoule steigen lassen.
Zusammenfassung
- Energieverbrauch in Deutschland sinkt 2023 auf Tiefstand
- Einsparungen und Wirtschaftsflaute als Hauptgründe
- Verbrauch liegt bei 10.784 Petajoule, Rückgang um 8 Prozent
- Höchster Verbrauch war 1990 mit 14.905 Petajoule
- Wirtschaftsleistung sinkt um 0,5 Prozent, reduziert Energieverbrauch
- Warme Witterung senkt Heizbedarf und Energieverbrauch
- Bevölkerungszuwachs durch Migration erhöht Energieverbrauch leicht
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