Auch die IEA ist sicher: Die Energiewende ist nicht mehr aufzuhalten

Die Energieversorgung wird bis zum Ende des Jahrzehnts weltweit völlig anders aussehen als bisher. Zu diesem Schluss kommt jetzt auch die Internationale Energieagentur (IEA). Die erneuerbaren Energien werden dann eine führende Rolle einnehmen.
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Frage ist nur noch 'Wie bald?'

"Der Übergang zu sauberer Energie findet weltweit statt und ist unaufhaltsam. Es ist keine Frage des 'ob', sondern nur des 'wie bald' - und je früher, desto besser für uns alle", sagte IEA-Exekutivdirektor Fatih Birol im Rahmen der Präsentation der neuesten Ausgabe des World Energy Outlook (WEO), eine der umfassendsten Analysen des globalen Energiemarktes.

Die IEA beschrieb in dem Bericht einige Eckpunkte, von deren Erreichen man im Grunde fest ausgehen kann: 2030 wird demnach die Hälfte des Stroms weltweit aus regenerativen Quellen gewonnen, es werden zehnmal so viele Elektroautos wie heute unterwegs sein, Wärmepumpen und andere elektrische Heizsysteme laufen den fossilen Kesseln den Rang ab und es werden allein schon drei Mal höhere Investitionen in neue Offshore-Windprojekte fließen als in neue Kohle- und Gaskraftwerke.


Dabei beruhen diese Punkte allein auf den politischen Vorgaben, die von den Regierungen weltweit heute bereits getätigt wurden. Die Ergebnisse könnten sogar noch über die genannten Punkte hinausgehen, wenn die Länder jeweils ihre nationalen Energie- und Klimazusagen pünktlich und vollständig einhalten. Das zeigt sich auch in Deutschland, wo die gesetzlichen Regelungen bislang nicht genügen, um die bereits definierten Ziele zu erreichen.

Peak Fossil 2025

Die IEA warnte in diesem Zusammenhang allerdings auch, dass noch stärkere Maßnahmen erforderlich wären, um das Ziel der Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 °C zu erreichen. Angesichts dessen, dass sehr viele Länder inzwischen mit immer heftigeren Auswirkungen der Klimakrise zu kämpfen haben, kann man allerdings durchaus davon ausgehen, dass hier noch vielfach nachjustiert wird.

Bisher musste im Hinblick auf Klimaschutz immer wieder festgestellt werden, dass zwar viele Maßnahmen auf dem Weg sind, die CO₂-Emissionen weltweit aber noch immer steigen - von der nötigen massiven Absenkung konnte noch keine Rede sein. Die IEA geht angesichts der aktuellen Daten davon aus, dass der CO₂-Ausstoß aber im Jahr 2025 seinen Höhepunkt erreichen und dann in eine Sinkphase übergehen wird. Parallel dazu wird erstmals der Anteil fossiler Energieträger an der gesamten Energienutzung spürbar zurückgehen - wenn auch noch immer viel zu langsam.

Der IEA-Bericht schlägt in seinem Fazit fünf Säulen vor, auf denen sich noch ehrgeizigere Ziele als bisher erreichen ließen. Diese Punkte sollen der kommenden COP28-Klimakonferenz vorgelegt werden:

  • Verdreifachung der weltweiten Kapazität an erneuerbaren Energien
  • Verdoppelung der Steigerungsrate bei der Energieeffizienz
  • Senkung der Methanemissionen aus dem Betrieb fossiler Brennstoffe um 75 Prozent
  • innovative, großangelegte Finanzierungsmechanismen zur Verdreifachung der Investitionen in saubere Energien in Schwellen- und Entwicklungsländern
  • Maßnahmen zur Sicherstellung eines geordneten Rückgangs der Nutzung fossiler Brennstoffe, einschließlich eines Stopps der Neuzulassungen von Kohlekraftwerken

Zusammenfassung
  • Energieversorgung wird bis 2030 durch erneuerbare Energien dominiert
  • IEA: Übergang zu sauberer Energie weltweit ist unaufhaltsam
  • 2030: Hälfte des Stroms weltweit aus regenerativen Quellen
  • Höhere Investitionen in Offshore-Windprojekte
  • IEA: Stärkere Maßnahmen nötig, um globale Erwärmung zu begrenzen
  • CO₂-Ausstoß erreicht 2025 Höhepunkt, danach Sinkphase

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