Spitzenplatz in Europa: Deutschlands Wirtschaft forscht wieder mehr

Die Schlagzeilen werden zwar immer wieder von Wirtschaftsbereichen bestimmt, die mit aller Macht an ihrem gewohnten Geschäftsmodell festhalten wollen - dabei setzt ein großer Teil der Unternehmen viel daran, sich neue Zukunftsfelder zu erschließen.
Wirtschaft, Geld, Innovation, Finanzen, Crowdfunding, Startup, Finanzierung

IT-Bereich kann glänzen

Im vergangenen Jahr hat die deutsche Wirtschaft ihre Investitionen in Forschung und Entwicklung deutlich erhöht. 82 Milliarden Euro flossen in die Suche nach Innovationen. Damit lagen die Ausgaben in dem Bereich sogar über dem Niveau der Vor-Corona-Zeit, wie aus Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat hervorgeht, die der deutsche Stifterverband zusammengetragen hat.

Das Investitionsvolumen kletterte dabei im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozent. Der Durchschnittswert in den EU-Staaten belief sich auf lediglich 6,8 Prozent. Bemerkenswert dabei ist auch der direkte Vergleich mit Frankreich, der zweitgrößten Volkswirtschaft in der EU nach Deutschland. Dort stagnierte die Entwicklung. Bei der Nummer 3, Italien, gingen die Forschungsinvestitionen sogar um 2,9 Prozent zurück.


Mit einem Wachstum von 15 Prozent konnte in Deutschland insbesondere der IT-Bereich glänzen. Das ist deshalb bemerkenswert, da dieses Segment sich hierzulande sonst eher nicht mit besonders dynamischen Entwicklungen hervortut. Die Ergebnisse der Entwicklungsarbeit in der IT sind allerdings auch besonders geeignet, um positive Impulse in anderen Wirtschaftsbereiche zu bringen.

Bis jetzt nicht am Ziel

Die Statistiker hoben weiterhin positiv hervor, dass die Zahl der Beschäftigten in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Unternehmen um 6 Prozent gestiegen ist. Das ist hauptsächlich deshalb nicht selbstverständlich, da der Fachkräftemangel die Personalsuche recht schwer macht. Etwa eine halbe Million Menschen sind inzwischen in dem Segment tätig.

Die positive Entwicklung darf allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Forschungsinvestitionen in Deutschland weiterhin nur bei knapp über drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) liegen. Die Bundesregierung will hier auf einen Wert von 3,5 Prozent erreichen, da die deutsche Wirtschaft traditionell von ihrer Innovationsfähigkeit lebt.

Zusammenfassung
  • Wirtschaft sucht neue Zukunftsfelder
  • Deutsche Forschungsinvestitionen steigen
  • 82 Mrd. Euro für Innovationen ausgegeben
  • Deutschland übertrifft EU-Durchschnittswachstum
  • IT-Bereich in Deutschland wächst um 15%
  • Forschungsmitarbeiterzahl um 6% gestiegen
  • Forschungsausgaben bei 3% des BIP

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