China soll geklaute KI-Technologien als Hacking-Waffe einsetzen

In den USA geht man zunehmend davon aus, dass China nicht nur neueste KI-Technologien ausspioniert, um damit die eigene Wirtschaft zu stärken. Die Algorithmen sollen längst auch aktiv eingesetzt werden, um die Spionage selbst auf ein neues Niveau zu heben.
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Nicht nur für eigene Zwecke

Chinas KI-Fähigkeiten gelten bereits als beachtlich, aber die US-Geheimdienste haben in letzter Zeit neue Warnungen ausgesprochen, die über die Bedrohung durch den Diebstahl geistigen Eigentums hinausgehen. Man gehe davon aus, dass China KI nicht nur zum Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen, sondern auch zum Sammeln und Anhäufen von Daten über Amerikaner in einem bisher nicht für möglich gehaltenen Ausmaß einsetzen könnte, berichtet das Wall Street Journal.

Hintergrund dessen ist die Tatsache, dass China in den letzten Jahren mit einer Reihe bedeutender Diebstähle personenbezogener Daten in Verbindung gebracht wurde. "Jetzt arbeiten sie daran, KI zu nutzen, um ihre bereits massiven Hacking-Operationen zu verbessern, indem sie unsere eigene Technologie gegen uns einsetzen", zitierte die Zeitung FBI-Direktor Christopher Wray.


China hat bisher stets bestritten, sich in die US-Netzwerke gehackt zu haben. Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Wang Wenbin, sagte diesen Sommer, die USA seien selbst das "größte Hacker-Imperium und der größte globale Cyberdieb" der Welt. Allerdings gab es immer wieder Fälle von Datendiebstahl, hinter denen Sicherheits-Experten Gruppen vermuten, die zumindest in Kontakt mit staatlichen Stellen in China stehen und von diesen Ressourcen erhalten.

Microsoft sieht Belege

Die Täter stehen allerdings vor einem fast identischen Problem wie große Internetfirmen wie Google oder Meta: Es ist nicht einfach, aus den riesigen Datensammlungen sinnvolle Informationsmuster herauszulesen. Das allerdings können KI-Algorithmen besonders gut und kommen für diese Aufgabe entsprechend großflächig zum Einsatz.

"Ursprünglich war die große Frage, ob irgendjemand, einschließlich der Chinesen, in der Lage ist, maschinelles Lernen und KI zu nutzen, um diese Datensätze zu bündeln und sie dann für die Zielgruppenansprache zu verwenden", sagte Microsoft-Präsident Brad Smith. "In den letzten zwei Jahren haben wir Beweise dafür gesehen, dass dies tatsächlich geschehen ist."

Als Beispiel nannte Smith den Angriff auf Zehntausende von Servern, auf denen die E-Mail-Software von Microsoft läuft, der 2021 von China ausging. "Wir haben klare Anzeichen für ein sehr spezifisches Targeting gesehen", sagte er. "Ich denke, wir sollten davon ausgehen, dass KI eingesetzt wird, um unter anderem das Targeting weiter zu verfeinern und zu verbessern." Smith ging allerdings nicht näher auf das Problem des Diebstahls von KI-Technologie durch China ein.

Zusammenfassung
  • China wird Spionage mittels KI vorgeworfen
  • US-Geheimdienste warnen vor Chinas KI-Einsatz
  • FBI sieht KI als Werkzeug für Chinas Hacking-Operationen
  • China weist US-Vorwürfe des Hackings zurück
  • Datendiebstähle oft mit China in Verbindung gebracht
  • KI hilft bei Analyse großer Datensätze
  • Microsoft sieht Beweise für gezielte KI-Angriffe

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