Dogger Bank: Riesiges Windkraft-Projekt in der Nordsee läuft an
In der Nordsee ist der erste Schritt zum Aufbau eines großen neuen Windparks getan, das zu den größten Projekten dieser Art weltweit gehört. Von der Dogger Bank aus soll zukünftig viel Strom ins britische Netz fließen.
Gebaut wird der Windpart rund 110 Kilometer vor der Küste Yorkshires. Die Projektpartner gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2026 alle neuen Anlagen arbeiten werden. Dann soll hier eine Gesamtleistung von 3,6 Gigawatt bereitstehen. Mit dem Strom aus dem Windpark können rechnerisch rund 6 Millionen britische Durchschnittshaushalte versorgt werden.
Noch greifbarer wird die produzierte Strommenge mit einer andern Rechnung: Laut Alistair Phillips-Davies, Vorstandsvorsitzender von SSE, reiche eine einzige Umdrehung einer der Rotoren mit ihrer Flügellänge von 107 Metern, um einen durchschnittlichen britischen Haushalt zwei Tage lang mit Strom versorgen zu können.
Sunak geriet unter Beschuss, weil er die Energiewende-Ziele massiv aufweichen wollte. So stockte zuletzt die Auftragsvergabe für neue Offshore-Projekte dieser Art. Die Opposition geißelte die jüngsten politischen Maßnahmen Sunaks als "Geschenk an Putin", da die eigenständige Energieversorgung so ausgebremst werde. Eigentlich sollten Erneuerbare-Energie-Projekte beschleunigt vorangetrieben werden, weil die gestiegenen Kosten für Gasimporte auch die Energierechnungen für viele Briten massiv in die Höhe getrieben hatten.
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Eifrige Bautätigkeit
Die erste Offshore-Wind-Turbine des neuen Windparks ist jetzt in Betrieb gegangen, berichtet die britische Tageszeitung The Telegraph unter Berufung auf den Betreiber, eine Kooperation des britischen Energieversorgers SSE und der norwegischen Firmen Equinor und Vårgrønn. 277 Anlagen sollen nach der Fertigstellung arbeiten.Gebaut wird der Windpart rund 110 Kilometer vor der Küste Yorkshires. Die Projektpartner gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2026 alle neuen Anlagen arbeiten werden. Dann soll hier eine Gesamtleistung von 3,6 Gigawatt bereitstehen. Mit dem Strom aus dem Windpark können rechnerisch rund 6 Millionen britische Durchschnittshaushalte versorgt werden.
Noch greifbarer wird die produzierte Strommenge mit einer andern Rechnung: Laut Alistair Phillips-Davies, Vorstandsvorsitzender von SSE, reiche eine einzige Umdrehung einer der Rotoren mit ihrer Flügellänge von 107 Metern, um einen durchschnittlichen britischen Haushalt zwei Tage lang mit Strom versorgen zu können.
Ein heißes Eisen
Der britische Premierminister Rishi Sunak sagte, das Projekt sei "entscheidend für die Erzeugung erneuerbarer, effizienter Energie, die britische Haushalte von britischen Meeren aus versorgen kann". Er dürfte die Gelegenheit zur Eröffnung gern genutzt haben, um von der heftigen Kritik der letzten Tage abzulenken.Sunak geriet unter Beschuss, weil er die Energiewende-Ziele massiv aufweichen wollte. So stockte zuletzt die Auftragsvergabe für neue Offshore-Projekte dieser Art. Die Opposition geißelte die jüngsten politischen Maßnahmen Sunaks als "Geschenk an Putin", da die eigenständige Energieversorgung so ausgebremst werde. Eigentlich sollten Erneuerbare-Energie-Projekte beschleunigt vorangetrieben werden, weil die gestiegenen Kosten für Gasimporte auch die Energierechnungen für viele Briten massiv in die Höhe getrieben hatten.
Zusammenfassung
- Neuer Windpark in der Nordsee in Bau, einer der größten weltweit
- Erste Offshore-Wind-Turbine in Betrieb, Endausbau: 277 Anlagen
- Fertigstellung bis 2026, Gesamtleistung von 3,6 Gigawatt geplant
- Stromversorgung für ca. 6 Millionen britische Haushalte
- Kritik an Premierminister wegen Aufweichung der Energiewende-Ziele
- Erneuerbare-Energie-Projekte als Antwort auf steigende Gaskosten
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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