Nächste Apple Vision Pro könnte "maßgeschneiderte" Linsen bieten

Es dauert noch eine ganze Weile, bis Apples neuartiges Virtual-Reality-Headset Vision Pro auf breiter Basis verfügbar sein wird, wenn das überhaupt jemals der Fall sein wird. Denn es ist denkbar, dass die erste Version ohnehin nur so etwas wie ein öffentlicher Prototyp ist.
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Apple Vision Pro: Viele Fragen sind noch offen

Der Konzern aus dem kalifornischen Cupertino hat Vision Pro bereits Anfang Juni präsentiert und das war ein faszinierendes und gleichzeitig enttäuschendes Erlebnis. Denn Vision Pro ist ohne Zweifel ein bahnbrechendes Erlebnis - Tim Cook spricht hier sicherlich zu Recht von einem potenziellen Aha-Moment. Gleichzeitig kann und muss man aber auch enttäuscht sein, denn viele Fragen hat Apple bisher nicht beantwortet und teilweise sind die Antworten, allen voran beim exorbitant hohen Preis, eine Enttäuschung.

Eine weitere offene Frage ist, wie Brillenträger das Apple-Headset nutzen können. Denn von Haus aus bietet Vision Pro keine Möglichkeit, bei der Nutzung eine Brille tragen zu können, und zwar im Gegensatz zu den meisten VR-Headsets. Denn diese bieten meistens Aufsätze bzw. Einschübe an, um Platz für eine solche Sehhilfe zu schaffen. Apple wird dafür zum Start nachrüstbare optische Linsen anbieten, dazu gibt es bislang aber kaum offizielle Informationen

Man weiß sicherlich auch in Cupertino, dass die Nachrüstlösung alles andere als optimal ist. Mark Gurman schreibt in seinem Newsletter Power On für das Wirtschaftsportal Bloomberg, dass Apple bereits jetzt daran arbeitet, eine zweite Version des Headsets kleiner und leichter zu machen.

Apple stellt seine neue VR-Brille Vision Pro näher vor

Eine Idee, die Apple verfolgt, sind "maßgeschneiderte" Headsets. Das bedeutet, dass man als Käufer angeben bzw. ausmessen müsste, welche Fehlsichtigkeit man benötigt und Vision Pro "2" gleich in der passenden Sehstärke gebaut und ausgeliefert wird.

Neue Probleme

Derzeit ist das aber noch alles andere als sicher, da integrierte Korrekturlinsen zwar nach einer guten Idee klingen, aber eine Reihe an Problemen mit sich brächten. Denn dadurch würde Apple offiziell zu einer Art "Gesundheitsanbieter" werden. Dazu kommt: Fehlsichtigkeit ändert sich oft im Verlauf der Zeit, es wäre problematisch, wenn man ein so teures Headset nicht mehr (optimal) verwenden kann, wenn sich die Sehstärke ändert.

Außerdem würde das bedeuten, dass man ein "Custom-Headset" nicht mit anderen teilen kann. Das weiß man sicherlich alles auch in Cupertino und tatsächlich ist im vergangenen Sommer ein Patent aufgetaucht, dass ein Headset beschreibt, das mit innovativen Technologien wie individuell anpassbaren "flüssigen" Linsen arbeitet.

Zusammenfassung
  • Apples Augmented-Reality-Headset "Vision Pro" bisher nicht verfügbar
  • Präsentation im Juni war spannend, aber auch enttäuschend
  • Unklarheit über Nutzung für Brillenträger, möglicherweise optische Linsen
  • Arbeit an zweiter, kleinerer und leichterer Version des Headsets
  • Idee von "maßgeschneidertem" Headset mit integrierten Korrekturlinsen
  • Probleme: Änderung der Sehstärke, kein Teilen möglich
  • Patent für Headset mit individuell anpassbaren, "flüssigen" Linsen.

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