Große Fehler und Zukunft: SpaceX liefert spannende Analyse zu Starship
Seit Kurzem steht das nächste Starship zum Abflug bereit, die Flugerlaubnis fehlt noch. Jetzt hat SpaceX eine umfassende Analyse des Programms vorgelegt. Darin liefert man Details zum Fehlschlag im April und den Maßnahmen, die zukünftige Erfolge sichern sollen.
"Der erste Starship-Flugtest lieferte zahlreiche Erkenntnisse, die direkt zu verschiedenen Verbesserungen sowohl des Fahrzeugs als auch der Bodeninfrastruktur beitragen, um die Erfolgswahrscheinlichkeit zukünftiger Starship-Flüge zu erhöhen", so das Unternehmen. SpaceX hatte demnach unter der Aufsicht der FAA und Beteiligung der NASA und des National Transportation and Safety Board eine umfassende Untersuchung durchgeführt.
Starship und Super Heavy waren am 20. April 2023 von der Startrampe der Starbase in Texas abgehoben. Das Starship stieg danach auf eine maximale Höhe von rund 39 km über dem Golf von Mexiko auf. Wie das Unternehmen beschreibt, kam es während des Aufstiegs im hinteren Teil des Super-Heavy-Boosters zu Bränden aufgrund von auslaufendem Treibstoff. In der Folge wurde die Verbindung zum primären Flugcomputer des Raumschiffs unterbrochen, die Rakete geriet außer Kontrolle.
Nachdem das autonome Flugsicherheitssystem (Autonomous Flight Safety System, AFSS) die Abweichung von der geplanten Flugbahn und ein beginnendes Taumeln der Rakete registriert hatte, wurde ein automatischer Zerstörungsbefehl ausgelöst. "Nach einer unerwarteten Verzögerung nach der AFSS-Aktivierung brach Starship schließlich 237,474 Sekunden nach der Zündung des Triebwerks auseinander", so das Unternehmen
Gegen die beschriebenen Probleme hat SpaceX eine Reihe von Upgrades am Starship und der Launch-Hardware durchgeführt, über die wir wiederholt berichtet hatten. Das Feuerproblem soll durch verbesserte Triebwerksleitungen sowie ein ausgeklügeltes "Feuerunterdrückungssystem" im Triebwerksschacht verhindert werden. Die Raptortriebwerke werden außerdem jetzt rein elektrisch bewegt, das eliminiert viele potenzielle Fehlerpunkte, die herkömmliche hydraulische Systeme aufweisen.
Die wichtigste Anpassung an der Startrampe ist das Wasserschutzsystem sowie das massiv verstärkte Fundament. Das soll beim anstehenden zweiten Start jegliche Beschädigung zuverlässig verhindern. Ob SpaceX mit diesen Anpassungen Erfolg hat, wird sich dann beim Lift-off zeigen.
Siehe auch:
SpaceX enthüllt Details zu Fehlschlag und Maßnahmen
Die Rakete außer Kontrolle und zerstört, die Startrampe und Umgebung verwüstet: Viele werden den ersten Start des Starships im April dieses Jahres nicht als Erfolg werten. SpaceX sieht das anders und will viel vom ersten Start der größten jemals gebauten Rakete gelernt haben. Davon zeugt auch eine interessante Analyse, die der Konzern jetzt vorlegt."Der erste Starship-Flugtest lieferte zahlreiche Erkenntnisse, die direkt zu verschiedenen Verbesserungen sowohl des Fahrzeugs als auch der Bodeninfrastruktur beitragen, um die Erfolgswahrscheinlichkeit zukünftiger Starship-Flüge zu erhöhen", so das Unternehmen. SpaceX hatte demnach unter der Aufsicht der FAA und Beteiligung der NASA und des National Transportation and Safety Board eine umfassende Untersuchung durchgeführt.
Starship und Super Heavy waren am 20. April 2023 von der Startrampe der Starbase in Texas abgehoben. Das Starship stieg danach auf eine maximale Höhe von rund 39 km über dem Golf von Mexiko auf. Wie das Unternehmen beschreibt, kam es während des Aufstiegs im hinteren Teil des Super-Heavy-Boosters zu Bränden aufgrund von auslaufendem Treibstoff. In der Folge wurde die Verbindung zum primären Flugcomputer des Raumschiffs unterbrochen, die Rakete geriet außer Kontrolle.
Nachdem das autonome Flugsicherheitssystem (Autonomous Flight Safety System, AFSS) die Abweichung von der geplanten Flugbahn und ein beginnendes Taumeln der Rakete registriert hatte, wurde ein automatischer Zerstörungsbefehl ausgelöst. "Nach einer unerwarteten Verzögerung nach der AFSS-Aktivierung brach Starship schließlich 237,474 Sekunden nach der Zündung des Triebwerks auseinander", so das Unternehmen
Gegen die beschriebenen Probleme hat SpaceX eine Reihe von Upgrades am Starship und der Launch-Hardware durchgeführt, über die wir wiederholt berichtet hatten. Das Feuerproblem soll durch verbesserte Triebwerksleitungen sowie ein ausgeklügeltes "Feuerunterdrückungssystem" im Triebwerksschacht verhindert werden. Die Raptortriebwerke werden außerdem jetzt rein elektrisch bewegt, das eliminiert viele potenzielle Fehlerpunkte, die herkömmliche hydraulische Systeme aufweisen.
Die wichtigste Anpassung an der Startrampe ist das Wasserschutzsystem sowie das massiv verstärkte Fundament. Das soll beim anstehenden zweiten Start jegliche Beschädigung zuverlässig verhindern. Ob SpaceX mit diesen Anpassungen Erfolg hat, wird sich dann beim Lift-off zeigen.
Zusammenfassung
- SpaceX hat Analyse des ersten Starship-Flugtests vorgelegt
- Fehlschlag im April führte zu Verbesserungen an Fahrzeug und Infrastruktur
- Rakete geriet aufgrund von Bränden und Computerproblemen außer Kontrolle
- Automatisches Sicherheitssystem löste Zerstörung der Rakete aus
- Upgrades am Starship und der Launch-Hardware durchgeführt
- Feuerproblem soll durch verbesserte Leitungen verhindert werden
- Startrampe wurde mit Wasserschutzsystem und verstärktem Fundament verbessert
Siehe auch:
- Ring aus Feuer: SpaceX schließt wichtige Änderung am Starship ab
- Die Starship-Explosion: Nach Monaten liegt Bericht von SpaceX vor
- NASA: Starship von SpaceX könnte Basis für ISS-Nachfolger werden
- Wasser marsch, viel neu: Nach Zerstörung glänzen Starbase & Starship
- Start und Explosion des Starship von SpaceX hat Klage zur Folge
Thema:
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- SpaceX zeigt spektakuläres "kinoreifes" Video von Starship-Flug 6
- NASA-Video zeigt Blick auf den Starship-Start von der ISS
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- SpaceX in sehenswertem Video: Sind für zweiten Starship-Start bereit
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