Wasser marsch, viel neu: Nach Zerstörung glänzen Starbase & Starship
Der erste Start des Starship von SpaceX war in einem lauten Knall geendet. Das Raumschiff wurde zerstört, Startrampe und Umgebung stark beschädigt. Drei Monate später kann man über spannende Neuerungen von der Starbase berichten. Der nächste Start wird anders.
Zunächst hatte SpaceX den Krater unter der Rampe mit Unmengen Beton verfüllt. Darauf hat das Unternehmen Stahlplatten installiert, die mit einem ausgeklügelten Wassersystem verbunden sind. Kleine Zwischenräume in der Stahlplatte führen das Wasser unter hohem Druck zu tausenden Bohrungen an der Oberseite. Hier schießt dieses dann fein zerstäubt nach oben. Wie so oft sind es die immer aufmerksamen Kameras des YouTube-Kanals NASASpaceflight, die vor ein paar Tagen den ersten Test dieses Systems einfangen konnten. Offenbar handelt es dabei aber nur um einen Probelauf mit verringerter Leistungskraft.
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SpaceX sieht die Startrampe damit offenbar als repariert an und geht die nächsten Schritte zu einem zweiten Startversuch. In der Nacht vom 20. Juli wurde dafür Booster 9 auf das Startgestell gehievt. Das Unternehmen nutze diese Gelegenheit, um ein paar weitere eindrucksvolle Bilder der Antriebsstufe des Starship-Systems zu teilen. Darauf hervorragend zu erkennen: auch der Booster hat sich im Vergleich zum ersten Start sehr deutlich verändert.
Booster 9 auf der frischen Startrampe
SpaceX hat unter anderem die Anordnung der Druckbehälter und der Versorgungskonsole verändert sowie kleinere Rohrleitungen verwendet. Eine der wichtigsten Anpassungen betrifft aber das System für die gezielte Zerstörung im Falle einer katastrophalen Fehlfunktion der Rakete - das hatte bei Booster 7 und Ship 24 teilweise versagt. An Booster 9 finden sich deshalb deutlich mehr Sprengladungen für das sogenannte Flight Termination System. Das Datum für den nächsten Start ist aktuell noch völlig ungewiss.
Siehe auch:
Der nächste Start des Starship: Erfolg dank Wasserkühlung?
Ob man den Start des ersten Starship im April 2023 als Erfolg oder Katastrophe wertet, liegt sehr im Auge des Betrachters. Tatsache ist, dass Booster 7 mit seinen 33 Raptor-Triebwerken einen tiefen Krater in den Boden unter der Startrampe gegraben hatte, durch herumfliegende Betonteile wurde auch die Umgebung stark in Mitleidenschaft gezogen. SpaceX hatte auf gewöhnliche Schutzanlagen verzichtet. Über die letzten drei Monate wurde jetzt ein System installiert, das beim zweiten Start eine solche Zerstörung verhindern soll. SpaceX-typisch funktioniert das aber anders als bei allen anderen Startrampen dieser Welt.Zunächst hatte SpaceX den Krater unter der Rampe mit Unmengen Beton verfüllt. Darauf hat das Unternehmen Stahlplatten installiert, die mit einem ausgeklügelten Wassersystem verbunden sind. Kleine Zwischenräume in der Stahlplatte führen das Wasser unter hohem Druck zu tausenden Bohrungen an der Oberseite. Hier schießt dieses dann fein zerstäubt nach oben. Wie so oft sind es die immer aufmerksamen Kameras des YouTube-Kanals NASASpaceflight, die vor ein paar Tagen den ersten Test dieses Systems einfangen konnten. Offenbar handelt es dabei aber nur um einen Probelauf mit verringerter Leistungskraft.
Auf YouTube ansehenSpaceX sieht die Startrampe damit offenbar als repariert an und geht die nächsten Schritte zu einem zweiten Startversuch. In der Nacht vom 20. Juli wurde dafür Booster 9 auf das Startgestell gehievt. Das Unternehmen nutze diese Gelegenheit, um ein paar weitere eindrucksvolle Bilder der Antriebsstufe des Starship-Systems zu teilen. Darauf hervorragend zu erkennen: auch der Booster hat sich im Vergleich zum ersten Start sehr deutlich verändert.
Booster 9 auf der frischen Startrampe
SpaceX hat unter anderem die Anordnung der Druckbehälter und der Versorgungskonsole verändert sowie kleinere Rohrleitungen verwendet. Eine der wichtigsten Anpassungen betrifft aber das System für die gezielte Zerstörung im Falle einer katastrophalen Fehlfunktion der Rakete - das hatte bei Booster 7 und Ship 24 teilweise versagt. An Booster 9 finden sich deshalb deutlich mehr Sprengladungen für das sogenannte Flight Termination System. Das Datum für den nächsten Start ist aktuell noch völlig ungewiss.
Zusammenfassung
- Erster Start von Starship: Startrampe und Umgebung stark beschädigt.
- SpaceX installiert System, das Zerstörung verhindern soll.
- Krater mit Unmengen Beton verfüllt, Stahlplatten mit Wassersystem.
- Anpassungen an Druckbehältern, Versorgungskonsole, Rohrleitungen.
- Mehr Sprengladungen für Flight Termination System an Booster 9.
- Datum für nächsten Start noch ungewiss
Siehe auch:
- Start und Explosion des Starship von SpaceX hat Klage zur Folge
- Nach Zerstörungen bei Starship-Start: SpaceX bekommt Startverbot
- SpaceX zerstört nicht nur Starship, sondern auch Rampe und Umgebung
- Heute ist das Starship gestartet, aber später explodiert (Update)
- 'High and higher' am 420 Day: Starship soll am Kiffer-Feiertag abheben
Thema:
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